
Fußball-Kreisliga A: Zum Auftakt duellieren sich die Absteiger Welldorf-Güsten und Lohn. Einer tritt „mit Groll“ an, einer hat eine schwierige Vorbereitung hinter sich.
Die Spielzeit 2025/2026 in der Fußball-Kreisliga A Düren beginnt an diesem Freitagabend um 19.30 Uhr. Dann trifft die Borussia aus Freialdenhoven auf den FC Düren 77. Um 20 Uhr sind der VfVuJ Winden und der SC Jülich 10/SV Hoengen gefragt. Im Mittelpunkt steht allerdings das Duell der beiden Absteiger Rhenania Lohn und Grün-Weiß Welldorf-Güsten, die sich am Sonntag ab 15 Uhr begegnen. Ein Spiel mit viel Emotionen auf beiden Seiten.
„Ich persönlich fahre mit Groll nach Lohn, denn in der letzten Saison haben wir dort mit 2:3 verloren, es war der Todesstoß, der Abstieg von uns war besiegelt.“ Thomas Graf erinnert sich recht ungern an die Partie. Kurz zuvor hatte er die Verantwortung bei den Grün-Weißen übernommen, konnte aber das von ihm erhoffte Wunder nicht realisieren.
Vom damaligen Stamm sind noch neun Spieler übriggeblieben. Mit insgesamt 16 Neuzugängen versucht er nun eine Mannschaft zu formieren, die in der neuen Umgebung der A-Liga bestehen kann. „Die Jungs sind willig, die haben wirklich Bock, haben Potenzial.“
Dass es schwierig wird, sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden, ist ihm bewusst. Auch, weil er die A-Liga selbst nicht kennt. „Ich muss mir ein Bild von Spieltag zu Spieltag machen.“ Allerdings will die Mannschaft eines erreichen: „Mit der völligen Umstrukturierung und dem Neuanfang wollen wir das Abstiegsgespenst aus der Vorsaison vergessen lassen.“
Was nicht heißen soll, dass jetzt automatisch der Wiederaufstieg propagandiert wird. „Mitnichten, die junge Mannschaft wird sich weiter entwickeln müssen“, meint Graf auch mit Blick auf das Durchschnittsalter von 22 Jahren.
Was Stärken und mögliche Schwächen des Gastgebers anbelangt, kann der Welldorf-Güstener Trainer nicht sagen. Er weiß nur, dass Lohn mit 22 neuen Spielern aufwarten kann. Dem gleich viele Abgänge gegenüberstehen. Und mit Frank Löhr holten die Lohner einen neuen Trainer. Doch der 65-Jährige ist kein Unbekannter, stand schon dreimal in der Verantwortung in Lohn. „Ich habe die Mannschaft immer dann übernommen, wenn sie in der Krise steckte.“
So nach dem Abstieg aus der Bezirksliga im Jahr 2010, dann 2016 in der A-Liga und nun jetzt, wo Lohn schon vor dem Aus stand, sechs Spieler, die feste Zusagen gegeben hatten, dann noch absprangen. Übrig blieben neun Akteure. „Wenn man so will, sind wir erst zwei Wochen im Training, davor hatte ich keine Mannschaft.“
So geht Löhr nach nur zwei Testspielen in die Saison, sieht den Gast als „haushohen Favoriten“ an. Und ergänzt, dass man mit sehr viel Motivation den 90 Minuten begegnen wird. Und hofft darauf, „dass sich bei meinem neuen Kader eine gewisse Zuverlässigkeit einstellt“. Neue Gesichter in der Liga sind auch David Rosenbaum, Fatmir Kastrati und Muharrem Sekerci, Trainer der drei Aufsteiger Salingia Barmen, JSV Frenz und Schwarz-Weiß Düren. Neu ist zudem Nando Riccio, der von Huchem-Stammeln verpflichtet wurde.
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