
Stefan, Conny und Nobs waren dabei. Die drei Edelfans des FC Pipinsried erlebten Fabian Hürzelers Sieg gegen Startrainer Pep Guardiola im Stadion.
Altomünster/Pipinsried – Eine unvergessliche Reise haben drei Pipinsrieder Edelfans Stefan, Conny und Nobs hinter sich. Sie waren beim Match der Premier League zwischen Brighton & Hove Albion gegen Manchester City – Fabi gegen Pep, mit dem besseren Ende (2:1) für Fabian Hürzeler gegen Pep Guardiola. „Es ist jetzt schon eine Woche her, aber die Eindrücke sind immer noch da. Es war in allen Momenten unvergesslich“, sagt Stefan. Die Reise starteten die drei Fans am Freitag mit dem Flug nach London. „Selbst am Flughafen haben sie uns angesehen, als wenn wir von einem anderen Planeten kommen würden“, lacht Stefan. Die drei Fans trugen ihr Outfit, dass sie immer bei Spielen ihres FC Pipinsried tragen – in den Farben Gelb und Blau.
„In London angekommen, haben wir uns natürlich gleich a bisserl umgesehen. Big Ben, das Parlamentsgebäude. Das war schon sehr beeindruckend“, erzählt Stefan mit einem funkeln in den Augen. Einen Tag später stand dann das Hauptereignis auf dem Plan: Es ging per Zug ab nach Brighton. Die Stadt wäre total verrückt, sagen die Fans unisono.
„Die waren alle sehr, sehr freundlich, egal wo.“
Stefan über die Hilfsbereitschaft in Brighton.
In Brighton ging es vom Bahnhof zu Fuß zum Pier. „Da waren wir in einer anderen Welt, zumindest was Pubs gegenüber London betrifft. Es reiht sich Pub an Pub in der Stadt am Meer“, berichtet Stefan. Doch dann stand der Weg von der Innenstadt in Richtung Stadion auf dem Plan. Der Spielort von Hürzelers Mannschaft liegt etwas außerhalb der Stadt, „schwierig zu erreichen“, sagt Stefan. Die Tickets der Fans waren im City-Block, andere gab es nicht mehr. „Nachdem Conny durchs Drehkreuz war, streikten die Scanner bei Nobs und mir“, erzählt Stefan. „Wir mussten dann auf die andere Seite des Stadions in den Heimbereich, da die Karten von einem Albion-Hersteller waren“, erzählt er.
Als sie an die entsprechende Stelle kamen, wurden sie erstmal von oben bis unten gemustert. „Als wir ihnen dann mit unserem gebrochenen Englisch klargemacht hatten, dass wir von dem Klub kommen, wo Fabi seine Trainerkarriere gestartet hat und das wir eben nur für den City-Block Karten bekommen hatten und das diese eben nicht funktionierten. Das hat gedauert“, sagt Stefan, „aber die waren alle sehr, sehr freundlich, egal wo“, stellt er fest.
„Wer kann schon sagen, dass er beim ersten Sieg von Fabi gegen City dabei war?“
Stefan über den Besuch in England.
Nachdem das mit den Tickets geklärt war, ging es ab ins Stadion. Die Stimmung im Gäste-Bereich war nur in der ersten Halbzeit gut. „In der zweiten Halbzeit hättest du bei uns im Block ne Nadel fallen gehört“, stellte Stefan verwundert fest. Was ihn aber nach mehr gewundert bzw. gefreut hat, war die Leistung des Gastgebers im zweiten Spielabschnitt. „Die haben die Gäste totgelaufen. City hatte gegen Ende der Partie keine Luft mehr“, so sein Urteil zum Spielverlauf.
Nach dem Match erleben die drei Fans dann die nächste Odyssee, denn es gab keine direkte Zugverbindung von Brighton nach London mehr. Das Spiel war gegen 19.30 Uhr zu Ende, der Weg vom Stadion bis zum Bahnhof weit. Gegen Mitternacht waren die drei wieder in London. Schließlich blieb den drei Frans noch drei Stunden Schlaf, ehe es am Sonntag in der Früh wieder zurück nach München ging. „Es war zwar hart, aber es hat sich gelohnt. Wer kann schon sagen, dass er beim ersten Sieg von Fabi gegen City dabei war?“, resümierte Stefan mit einem Lächeln auf den Lippen. (Bruno Haelke)