
Waldgirmes. Halil Yilmaz bleibt der Tor-Garant des FC Eddersheim. Nach seinem Dreierpack beim gelungenen Saisonauftakt gegen den SC Hanau (3:1) vergangene Woche traf der Stürmer auch beim SC Waldgirmes dreimal und führte seine Mannschaft so zum 4:2 (2:1)-Auswärtssieg.
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"Er ist gerade in einer absoluten Top-Form", staunt auch sein Trainer Carsten Weber nicht schlecht. Sechs Saisontore nach gerade einmal zwei Spieltagen sind eben eine Marke, die so eben nicht jeder vorweisen kann. Nach dem Dreierpack gegen den SC Hanau brauchte es in Waldgirmes keine Viertelstunde, bis Yilmaz wieder zum Jubeln ansetzen durfte. Demyan Imek - neu aus Friedberg gekommen - hatte nach einem Blitz-Konter den 28-Jährigen bedient (12.). Zuvor hatten die Hausherren Innenpfosten-Pech.
"Das war ein hartes Stück Arbeit gegen eine offensiv sehr variable Mannschaft", sagte Weber. "Ich glaube, dass ich selten so viele defensive Grundordnungen verändern musste, wie heute." Umso wichtiger, dass seine Mannschaft gleich nachlegte: Velosa auf Yilmaz, der im Sechzehner per Pike erhöhte (23.). Yannick Freischlad (33.) brachte zehn Minuten später die Gastgeber wieder zurück - Halbzeitstand 2:1 aus Sicht des FCE.
"Aktuell bringen wir die Grundtugenden auf den Platz", sah Weber seine Mannen auch nach Wiederbeginn auf der Höhe. Spätestens als Yilmaz mit seinem dritten Streich (54.) den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellte. Dieser hielt aber nur drei Minuten - der eingewechselte Karl Cost profitierte nach einem Pressschlag mit Jonas Kummer (Eddersheim reklamierte Foul) und blieb auch vor Felix Koob cool (73.). "Insgesamt war es super intensiv", sah Weber eine unterhaltsame Schlussphase: Erst vergab Waldgirmes die Riesenchance zum Ausgleich, dann machte Jonas Kummer nach einem Konter den Deckel drauf (76.). Phil Reuter (vergangene Saison noch beim FCE, im Sommer nach Waldgirmes gewechselt) sah kurz vor Schluss nach Notbremse noch die Rote Karte.
"Verdient, unverdient - weiß ich nicht. Am Ende waren wir die effizientere Mannschaft", war Weber nach Abpfiff zunächst erleichtert. Im dritten Spiel in Folge (das 8:1 im Hessenpokal gegen die SG Orlen zählt dazu) schickte der Coach die gleiche Elf ins Rennen. Klar, dass bei einem gut bestückten Kader dann einige Spieler weniger Einsatzzeiten erhalten. "Wir dürfen die Jungs nicht vergessen, die gerade ein bisschen hintendran sind - auch weil sie teils eine schwierige Vorbereitung hatten. Auch ich habe den Anspruch, allen genügend Spielzeit zu geben", betont Weber und erinnert an die kommenden Wochen, in denen sein Team auch unter der Woche gefragt ist. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) geht es zuhause gegen den SV Adler Weidenhausen weiter, gegen den sich Eddersheim in den vergangenen Saisons stets schwergetan hat. "Wichtig ist, dass wir das ausblenden und auf uns schauen."
