
Die SG Antdorf/Iffeldorf trennte sich Remis von der SG Wielenbach. Beide Teams belegen obere Tabellenplätze, sind aber weit vom Aufstieg entfernt.
Mit einem 1:1 (0:1) trennten sich die SG Wielenbach/Pähl und die SG Antdorf/Iffeldorf im Verfolgerduell der Kreisklasse 3. Der vordere Tabellenplatz beider Teams spiegelt dabei die aktuelle Situation relativ ungenau wider. Momentan sind beide Teams von einem möglichen Aufstieg meilenweit entfernt. Zwar stellen die Gastgeber weiterhin die beste Heimmannschaft der Liga, die fortwährenden Pleiten in der Fremde bremsen die Elf von Wolfgang Greiner aber ebenso ein wie diverse schwer erklärbare Aussetzer bei Antdorf/Iffeldorf, dem Vizemeister der vergangenen Saison.
Es ist keine einfache Phase für Hannes Huber, der sich mit der mentalen Schwäche seiner Elf befassen muss. „Momentan halten Seuche und Ergebniskrise an“, betont der Coach der Antdorfer und Iffeldorfer. Beispielsweise irritiert, warum ein frühes Führungstor seinen Mannen keinen Auftrieb gibt. Früh netzte Denny Krämer per Abstauber ein (7.), nachdem ihm der gegnerische Torhüter Michael Schwalb einen Schuss von Hussein Kocyigit vor die Füße geklatscht hatte.
„Normal sollte es beflügeln, uns aber hemmt es“, so Huber. So musste er zusehen, wie seine Elf vom Gaspedal rutschte, was lange Zeit jedoch ohne negative Auswirkungen im Ergebnis blieb. Krämer hätte das 2:0 besorgen können, aber Patrick Sautter klärte vor der Torlinie.
Mit einem zweiten Treffer wäre wohl alles gelaufen gewesen. Zu wenig kam von den Platzherren in der Offensive. Philip Siebervergab frei aus zwei Metern per Kopfball, auch Sabir Neziri traf nach einem Patzer der Hausherren-Abwehr die falsche Entscheidung.
Und dann schenkte man den Gastgebern auch noch den Ausgleich. Alex Michel rannte Robin Kergl um, der schon auf dem Weg Richtung Eckfahne war. Fernando Ernesto besorgte vom Elferpunkt das 1:1 (78.). Huber versicherte zwar, dass die momentanen Probleme „nicht an der Verteidigung“ lägen. Er fügte aber an, dass das gesamte Team „aktuell fast immer falsche Entscheidungen“ treffe.
Am Donnerstag empfängt die SG den SV Uffing zum Auftakt eines Heimspiel-Dreierpacks. „Da könnten wir die Saison noch retten“, gibt sich Huber dezent zuversichtlich. Das Thema „falsche Entscheidungen“ beschäftigt auch Wolfgang Greiner, Coach der SG Wielenbach/Pähl. Es sah in seinem Team die „bemühtere und bessere Mannschaft“, räumte aber den Gästen Vorteile in puncto Torgefahr ein. Greiner, der einen offenen Schlagabtausch erwartet hatte, war überrascht, wie sehr die Antdorfer sich nach dem Wechsel einigelten. Egal, er sieht auch sein Team „gerade am Scheideweg“. Drei Punkte gegen Schlusslicht Oberau/Farchant am Donnerstag seien unerlässlich, um den Anschluss nach oben zu halten.