2024-07-12T13:30:11.727Z

Allgemeines
Die SG Merzig-Mettlach II tritt in der Bezirksliga Saarlouis an, obwohl sie das entscheidende Relegationsspiel mit 0:2 verloren hatte.
Die SG Merzig-Mettlach II tritt in der Bezirksliga Saarlouis an, obwohl sie das entscheidende Relegationsspiel mit 0:2 verloren hatte. – Foto: Oliver Altmaier

Im Westen viel Neues

Einteilung der Kreisligen A im Westsaarkreis wurde zum Puzzlespiel

Nachdem Udo Marmitt, Kreisspielleiter im Westsaar-Bereich, sich die Zahl der Meldungen für die Kreisliga A in seinem Bereich angeschaut hatte, war ihm schon klar, dass eine Menge Arbeit und Überzeugungskraft auf ihn zukommen würde. 53 Mannschaften hatten sich gemeldet, was für drei Klassen eigentlich zu viel und für vier eigentlich zu wenig ist.

Dass am Ende 55 Mannschaften eingeteilt wurden, lag zuerst einmal daran, dass zwei Vereine ihre 2. Mannschaft aus der B- in die A-Klasse ummeldeten. Nachdem auch der SV Erbringen sich dazu entschloss, mit einer Mannschaft an der Runde teilzunehmen, waren es 56 Teilnehmer. Da die SG Merzig-Mettlach II in der Bezirksliga Saarlouis landete (darauf gehen wir später ein), standen schlussendlich 55 Mannschaften auf dem Zettel.

Zwei Alternativen

Udo Marmitt, Kreisspielleiter im Westsaarkreis, hatte zuvor zwei Alternativen ausgearbeitet: Allerdings war die Einteilung von drei 18er-Klassen als erste Möglichkeit mit 55 Meldungen schon nicht mehr zu realisieren. „Bei einem 18er-Spielplan hätte man Mittwochsspieltage nicht vermeiden können. Zudem hatten viele Vereine mit ihrer Reserve im Laufe der vergangenen Runde große personelle Probleme, die dann in vermehrtem Spielverzicht und Spielausfällen gipfelten“, so Udo Marmitt.

Einteilung in vier Klasse

Mit den 55 Kandidaten musste man jetzt also vier Spielklassen einteilen. In der neu benannten Kreisliga A West nutzte man den Zufall, dass 14 der 16 Vereine in der Landesliga West eine zweite Mannschaft in der Kreisliga A gemeldet haben. Bis auf Fraulautern und Noswendel Wadern, deren Zweite in der Bezirksliga antreten, werden also alle Landesligisten mit ihren Reserven am gleichen Ort bei Heim- und Auswärtsspielen antreten. Was sich auf den ersten Blick als optimale Lösung darstellt, wurde allerdings von zwei betroffenen Vereinen vehement abgelehnt. Der SV Bardenbach und der SV Weiskirchen Konfeld wären lieber in der Kreisliga A Prims mit allen anderen Waderner Vereinen verblieben.

Die restlichen Kriterien für die Einteilung sind schnell geklärt. Zuerst wurden alle ersten Mannschaften in den drei Ligen gleichmäßig verteilt, bevor dann die übrigen zweiten Mannschaften nach regionalen Gesichtspunkten dazukamen. Die vier A-Klassen spielen mit einem 16er-Spielplan, was mit sich bringt, dass fast immer zwei Teams spielfrei bleiben.

Mettlach-Merzig II wechselt in die Bezirksliga Saarlouis

Und dann noch die Geschichte der SG Mettlach-Merzig II: Nachdem man im Endspiel um den Bezirksliga-Aufstieg gegen die SG Noswendel Wadern II mit 0:2 unterlegen war und in der Bezirksliga Saarlouis trotz vermehrtem Aufstieg aus der Kreisliga A Saar immer noch eine Mannschaft fehlte, stellte der Verein den Antrag, in der Bezirksliga Saarlouis antreten zu dürfen. Diesem Antrag ist der Verbandsspielausschuss nachgekommen.

Neue Abstiegsregelung verabschiedet

Zum Schluss wurde auch noch eine weitere wichtige Neuerung bei der Abstiegsregelung aus den West-Bezirksligen verabschiedet. Die Situation, dass in der Bezirksliga Merzig-Wadern vier Vereine absteigen und in der Bezirksliga Saarlouis nur einer und es fehlen trotzdem zwei Mannschaften zur Sollstärke, wird in Zukunft verhindert werden.

Nach der Runde wird ein Pool von 32 Mannschaften gebildet, die in den beiden Bezirksligen antreten werden. Bleiben aber nach Auf- und Abstieg jetzt 35 Mannschaften übrig, muss neben dem Tabellenletzten jeder Liga, der auf jeden Fall absteigen muss, noch eine weitere Mannschaft aus jeder der beiden Ligen direkt die Klasse verlassen. Damit man auf 32 Mannschaften kommt, wird dann ein Relegationsspiel der beiden Drittletzten entscheiden, wer auch noch in die Kreisliga A absteigt.

Spielen wir es einmal durch: Die beiden Bezirksliga-Meister und der beste Tabellenzweite steigen auf und die beiden Tabellenletzten steigen ab. Damit wären wir bei (32-5) 27 Teams. Jetzt kommen die vier Meister der A-Klassen sowie der beste Tabellenzweite hinzu, dann stehen wieder 32 Vereine auf der Liste. Wenn es jetzt drei Landesliga-Absteiger gibt, hätten wir die 35 Mannschaften aus unserem Beispiel.

Ist die Abstiegsfrage dann schlussendlich geklärt, beginnt die Einteilung nach regionalen Gesichtspunkten für die zwei „neuen“ Bezirksligen mit jeweils 16 Mannschaften. Die feste Zuordnung jedes Kreisliga A-Vertreter zu einer Bezirksliga ist also Geschichte.

Aufrufe: 04.7.2024, 09:00 Uhr
Georg MüllerAutor