2025-12-03T05:51:34.672Z

Der Spieltag
Schwabmünchens Matteo di Maggio (rechts) tanzte auch den Duracher Patrick Littig aus und leitete mit dem 2:2 die Wende im Spitzenspiel ein.
Schwabmünchens Matteo di Maggio (rechts) tanzte auch den Duracher Patrick Littig aus und leitete mit dem 2:2 die Wende im Spitzenspiel ein. – Foto: Nadine Kruppe

Im Spitzenspiel sichert sich der TSV Schwabmünchen den Herbsttitel

Landesliga-Spitzenreiter schlägt auch den VfB Durach +++ Niedersonthofens Niederlagenserie setzt sich auch gegen Kempten fort +++ Rainer Blitzstart reicht zum Derbysieg in Aindling

Zwischenzeitlich roch es nach einer echten Überraschung. Denn da führte der VfB Durach mit 2:1 beim ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Schwabmünchen. Am Ende aber jubelte nur der Spitzenreiter, der die Partie noch gedreht hatte und damit bereits die Herbstmeisterschaft in der Landesliga Südwest in der Tasche hat.

Es sah lange nicht so aus, als würde der TSV Schwabmünchen auch das Spitzenspiel gegen den VfB Durach mit 3:2 für sich entscheiden. Die Oberallgäuer bewiesen sich als bislang stärkster Gegner und hatten mehr vom Spiel. Am Ende war die Willenstärke und auch die individuelle Klasse der Schwarz-Weißen der entscheidende Faktor für den durchaus schmeichelhaften Erfolg.
Das Abtasten zu Begin fiel aus, denn Nikolas Leibbrandt brachte den VfB früh in Führung. Die hielt aber nur kurz, denn die Vorlage von Maximilian Aschner nutzte Robin Glöckle zum 1:1. Fortan entwickelte sich ein sehr gutes Duell, bei dem die Duracher mehr Spielanteile hatten. So war es kein Wunder, dass der kurz zuvor eingewechselte Tobias Seger einen Fehler zum 1:2 nutzte.
Doch der Tabellenführer bewies Willen und vor allem individuelle Klasse. Matteo di Maggio „tanzte“ beim 2:2 zwei Gegenspieler aus, in der Schlussphase flog dann Durachs Manuel Methfessel mit Rot vom Platz. Selbst Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum fand die Strafe „völlig überzogen“. Die Überzahl nutzte sein Team durch Maximilian Krist noch für das 3:2. (az) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Rico Spyra (Erding) - Zuschauer: 418
Tore: 0:1 Nikolas Leibbrandt (4.), 1:1 Robin Glöckle (6.), 1:2 Tobias Seger (59.), 2:2 Matteo di Maggio (68.), 3:2 Maximilian Krist (86.)
Rote Karte: Manuel Methfessel (82./VfB Durach)

Die Hoffnung auf die Trendwende erfüllte sich bei der SG Niedersonthofen/Martinszell nicht, ganz im Gegenteil. Gegen den FC Kempten kassierte der Neuling mit dem 1:2 die siebte Niederlage in Serie.
Das Derby nahm erst in der zweiten Halbzeit Fahrt auf. Beim 0:1 überraschte Ivan Buric den SG-Keeper Lukas Frasch mit einem Schuss aus 30 Metern. Als Kemptens unter der Woche verpflichtete Neuzugang Leon Rudenko in der Schlussphase auf 0:2 stellte, schien die Partie gelaufen. Doch die Niso-Boys packten die Brechstange aus und knackten den Kemptener Abwehrriegel. Wobei Manuel Bayrhof beim Anschlusstreffer davon profitierte, dass FCK-Torhüter Buron Aurhammer den Ball halb ins eigene Netz bugsierte. Das verlieh der SG nochmal Auftrieb und in der fünften Minute der Nachspielzeit lag der Ausgleich in der Luft. Dennis Picknick setzte den Ball an den Pfosten und reklamierte im Anschluss ein Handspiel, doch der erhoffte Elfmeterpfiff blieb aus und der Traum vom 2:2 platzte buchstäblich in letzter Sekunde.
Schiedsrichter: Tobias Schultes (Betzigau) - Zuschauer: 412
Tore: 0:1 Ivan Buric (60.), 0:2 Leon Rudenko (83.), 1:2 Manuel Bayrhof (88.)

Das 0:3 gegen den TSV Rain war für den TSV Aindling die erste Heimniederlage in dieser Saison. Im Derby war die Entscheidung im Grunde genommen bereits nach 24 Minuten gefallen, denn da hatten die Rainer bereits drei Treffer vorgelegt.
Wer dieses Derby erlebte, der staunte darüber, warum die Aindlinger kein Land sahen. Einen Großteil der Partie agierten sie in Überzahl, weil Dominik Bobinger kurz vor dem Strafraum den Tatendrang von Laurin Völlmerk in dessen bester Szene mit einem Foul gebremst hatte und Gelb-Rot sah. Doch dieses Plus an Personal vermochte Aindling nicht zu einer Aufholjagd zu nutzen. Weil die Rainer nicht nur bei den drei schnellen Treffern ihre Qualität unter Beweis stellten, sondern im zweiten Durchgang mit ihrer taktischen Einstellung.
Sie überließen den Hausherren weitgehend den Ball. Aindling kam aber zu keiner einzigen echten Gelegenheit. Und so reichten Rain der Doppelpack von Dennis Lechner sowie das Tor von Eric Adam, um den früh herausgeschossenen Vorsprung locker zu verteidigen. (jeb, red) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Fridolin Hiefner (Finning) - Zuschauer: 238
Tore: 0:1 Dennis Lechner (13.), 0:2 Dennis Lechner (19.), 0:3 Eric Adam (24.)
Gelb-Rot: Dominik Bobinger (42./TSV Rain/Lech)

Äußerst ersatzgeschwächt und mit wenig Hoffnung nach der SV Cosmos Aystetten die Aufgabe beim FSV Pfaffenhofen in Angriff - und holte mit dem 3:3 doch einen Punkt. Die Serie der Platzverweise hielt allerdings an. Zwar fing sich Aystetten nach der Flanke von Michael Senger durch den Kopfball von Gabriel Hasenbichler den Rückstand ein, geschockt wirkten die Cosmonauten davon nicht. Ganz im Gegenteil. Aystetten schnürte den FSV regelreich ein und schlug unmittelbar vor der Pause zu. Und zwar gleich dreifach. Beim Ausgleich erkämpfte sich Marcel Burda den Ball selbst und schloss gekonnt ab. Eine Minute später erzielte er das 1:2 und nach einer Ecker erzielte Kevin Makowski im dritten Nachschuss sogar das 1:3.
In der zweiten Halbzeit war Aystetten geistig noch nicht anwesend, als Gabriel Hasenbichler den Anschlusstreffer markierte. Pfaffenhofen drückte nun. Und dann gab es mal wieder einen Platzverweis gegen den SV Cosmos. Diesmal traf es Kapitän Maximilian Heckel, der einen Lupfer von Luka Brudtloff über den Torwart reflexartig mit der Hand über die Latte gelenkt hatte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Michael Senger zum 3:3. In Unterzahl ging bei Aystetten nach vorne nichts mehr. In der achtminütigen Nachspielzeit musste Keeper Daniel Mrozek einige brenzlige Situationen vor seinem Tor entschärfen und sicherte so das 3:3. (mb) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Stefan Krieger (Hainsbach) - Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Gabriel Hasenbichler (27.), 1:1 Marcel Burda (42.), 1:2 Marcel Burda (43.), 1:3 Kevin Makowski (45.+2), 2:3 Gabriel Hasenbichler (49.), 3:3 Michael Senger (75./Handelfmeter)
Rote Karte: Maximilian Heckel (74./SV Cosmos Aystetten)

Sogar Ehekrichens Torhüter Moritz Maiershofer schaltete sich in den Angriff mit ein, doch der 1. FC Sonthofen brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Sogar Ehekrichens Torhüter Moritz Maiershofer schaltete sich in den Angriff mit ein, doch der 1. FC Sonthofen brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. – Foto: Dieter Latzel

Durchatmen beim 1. FC Sonthofen: Der FCS feierte einen hart erkämpften 2:1-Heimsieg gegen den FC Ehekirchen. Die Basis für den Erfolg sicherten sich die Oberallgäuer mit einer stabilen Abwehrarbeit. Ehekirchen hatte mehr Ballbesitzphasen, der FCS ließ aber bis zur Pause nichts Nennenswertes zu.
Die Pausenführung durch Diar Blaku fiel im Anschluss an einen Freistoß von Maurice Jaumann. In zweiten Durchgang verpasste Sonthofens Sebastian Streit nach einer Stunde die Vorentscheidung. Ehekirchen wurde dannn zwingender, vor allem bei Standards musste der FCS aufpassen. Als Spielertrainer Andreas Hindelang auf den Platz kam und er im Zusammenspiel mit Youssef eine Zeigerumdrehung später auf 2:0 erhöhte, schien die Partie gelaufen. Doch der FCE raffte sich nochmal auf und verkürzte in der Nachspielzeit durch Christoph Hollinger. (dl)
Schiedsrichter: Lucas Jerlich (München) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Diar Blaku (37.), 2:0 Andreas Hindelang (88.), 2:1 Christoph Hollinger (90.+3)

Dominant und mit viel Ballbesitz: Dem FV Illertissen II gelang ein ungefährdeter 4:0-Heimerfolg gegen den TSV Hollenbach. Nach einer knappen Viertelstunde traf Luca Bachthaler zur 1:0-Führung. Gegen das Schlusslicht erhöhte Samuel Mirakaj mit einem satten Schuss unter den Querbalken auf 2:0. Einige ungenutzte Torchancen sowie Hollenbachs Torhüter Florian Hartmann verhinderten in der Folge noch Schlimmeres. „Offensiv war von denen nichts zu sehen“, sagte Illertissens Trainer Herbert Sailer.
In Halbzeit zwei änderte sich das Bild zunächst, Hollenbach war aktiver – ohne der FVI-Hintermannschaft jedoch wirkliche Probleme zu bereiten. Das 3:0 war der Todesstoß für Hollenbach. Max Bock war der Torschütze, gleich darauf erhöhte Paul Gerhardt sogar noch auf 4:0. (jürs) Lokalsport IZ
Schiedsrichter: Christian Schunke (Schwaig) - Zuschauer: 30
Tore: 1:0 Luca Bachthaler (14.), 2:0 Samuel Mirakaj (23.), 3:0 Max Bock (76.), 4:0 Paul Gerhardt (78.)

Der FC Memmingen II hat dem TSV Jetzendorf zwar Paroli geboten, unterlag aber trotz langer Überzahl dem Spitzenteam mit 0:1. Kurz vor der Pause war Gästetorwart Daniel Witetschek mit der Roten Karte vom Platz gestellt worden, nachdem er FCM-Angreifer Micha Bareis außerhalb des Strafraums zu Boden gerissen hatte.
Die nach dem Trainerwechsel zum zweiten Mal von Esad Kahric betreute Memminger Mannschaft schaffte es aber trotz einiger Gelegenheiten nicht, Ersatzkeeper Jeremy Manhard zu überwinden. Insgesamt war die erste Hälfte noch ausgeglichen. Den Treffer des Tages erzielte Stefan Stöckl zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nach einem langen Pass nutzte er einen Stellungsfehler in der FCM-Abwehr und machte mit einem Lupfer über Torhüter Felix Unger das 0:1. In der Schlussphase drückten die jungen Memminger zwar auf den Ausgleich, die Chancen waren aber nicht zwingend genug. (ass)
Schiedsrichter: Raffael Dauner (München) - Zuschauer: 50
Tor: 0:1 Stefan Stöckl (51.)
Rote Karte: Daniel Witetschek (38./TSV Jetzendorf)

Späte Tore sind beim FC Stätzling keine Seltenheit. So auch beim 2:0-Erfolg gegen den TSV 1865 Dachau. Es lief bereits die 83. Spielminute, als sich auf der rechten Außenbahn Mert Sert bis zur Grundlinie vortankte. Kurzer Blick in die Strafraummitte und dort brauste der eingewechselte Daniel Palluch heran. Butterweich servierte Sert das Spielgerät seinem Teamkollegen, der den Ball cool aus fünf Metern in das Tor abtropfen ließ.
„Wir haben einfach den Glauben, dass wir bis zum Schlusspfiff einen Treffer erzielen können“, lobte Trainer Loris Horn sein Team.
Dass dann auch noch Mert Sert in der Schlussminute den zweiten Treffer per Foulelfmeter erzielte, er war zuvor von Ruben Milla Nava gehalten und gestoßen worden, rundete den Erfolg ab. Mit ausschlaggebend waren die frischen Akteure nach rund einer Stunde. Horn brachte mit Palluch und Paul Iffarth frischen Turbo ins Stätzlinger Angriffsspiel, „und damit sind wir nicht mehr zurechtgekommen“, resümierte TSV-Coach Christian Doll. (rr) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Andreas Hummel (Betzigau) - Zuschauer: 138
Tore: 1:0 Daniel Palluch (83.), 2:0 Mert Sert (90.+2/Foulelfmeter)
Gelb-Rot: Jakob Jopen (75./TSV 1865 Dachau)

Aufrufe: 012.10.2025, 21:02 Uhr
Walter BruggerAutor