
Beide Teams verlieren ihre Spiele deutlich. Besonders die Standardsituationen werden für Anzing-Parsdorf zum großen Problem im Abstiegskampf.
TSV Waldtrudering – FC Anzing-Parsdorf 5:1
Für den FC Anzing-Parsdorf geht es nur noch um Platz zwölf. Nach der 1:5-Niederlage in Waldtrudering ist es unwahrscheinlich, dass die Elf von Trainer Peter Beierkuhnlein bei zwölf Punkten Rückstand noch den direkten Klassenerhalt schafft. In den kommenden Wochen gilt es, das Fernduell mit dem FC Rot-Weiß Oberföhring (zwei Zähler mehr) für sich zu entscheiden, um die Liga über die Relegation halten zu können.
Dafür muss bei ruhenden Bällen eine Verbesserung eintreten. „Waldtrudering kam hauptsächlich durch ihre Standards zu gefährlichen Situationen und auch zum Torerfolg. Hier haben wir leider viel zu schlecht verteidigt und unsere Führung verspielt“, analysierte Beierkuhnlein. Dabei hatte es durch die 1:0-Führung von Andreas Schmid gut für die Gäste begonnen. Beierkuhnlein sah ein „klassisches Abstiegskampfspiel mit vielen weiten Bällen. Das war auch dem sehr schmalen Kunstrasen geschuldet.“ In der Enge des Raums war nahezu jeder Freistoß eine Gefahr, da er leicht vor das Tor geschlagen werden konnte.
Die Hausherren drehten durch Tobias Knöcklein (22.) und Valentin Kameter (24.) noch vor der Pause die Partie und legten nach dem Seitenwechsel nach. Philipp Buttermann (53.), Leonard Mayer (83.) und erneut der Ex-Zornedinger Knöcklein (87.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. „Für mich war es ein typisches Unentschieden-Spiel. In den entscheidenden Situationen waren wir vor allem bei Standards nicht griffig genug“, resümierte FC-Coach Beierkuhnlein.
SK Srbija – TSV Steinhöring 2:0
Der TSV Steinhöring hat auch das vierte Rückrundenspiel verloren, nun sogar beim Tabellenletzten. Die Relegationsplätze sind nur noch zwei Punkte entfernt. Nachdem vieles auf eine entspannte Rückrunde hingedeutet hatte, herrscht im Ebrachtal jetzt Alarmstufe Rot. „In der ersten Halbzeit waren beide Mannschaften sehr schlecht, wir aber leider noch schlechter“, analysierte Thomas Rotherbl schonungslos. Anschließend zählte der Steinhöringer Trainer eine ellenlange Mängelliste auf.
Beim 0:1 durch Nikola Sarkanovic konnte Torhüter Simon Stadler den ersten Versuch noch parieren, beim Nachschuss war er jedoch machtlos. „Wir waren da einfach nicht wach“, monierte Rotherbl. Das 0:2 resultierte in der 95. Minute aus einem letzten, verzweifelten Versuch, den Ausgleich zu erzwingen. Marko Milojkovic nutzte dies gegen weit aufgerückte Gäste aus. „Nach einer Systemumstellung waren wir in der zweiten Hälfte besser. Wir hatten drei, vier richtig gute Chancen. Die muss man einfach machen“, haderte Rotherbl. „Im Großen und Ganzen war es zu wenig, dass wir hier etwas hätten mitnehmen können.“