
Der SV Atlas Delmenhorst hat den lang ersehnten Sprung zurück in die Regionalliga Nord geschafft. Mit einem 3:1-Heimsieg gegen Holthausen Biene macht das Team von Key Riebau die Meisterschaft in der Oberliga Niedersachsen perfekt – und beendet damit eine dreijährige Wartezeit.
Im dritten Anlauf hat es geklappt: Nach zwei knapp verpassten Aufstiegen in den vergangenen Spielzeiten sichert sich der SV Atlas Delmenhorst diesmal souverän die Meisterschaft. Bereits vor dem letzten Saisonspiel steht das Team mit zehn Punkten Vorsprung uneinholbar an der Tabellenspitze.
Der Weg zurück in die Regionalliga war dabei alles andere als geradlinig. Noch zur Winterpause schien ein breites Aufstiegsrennen möglich, ehe sich in der Rückrunde ein enger Dreikampf zwischen Delmenhorst, dem Heeslinger SC und dem 1. FC Germania Egestorf-Langreder herauskristallisierte. Am Ende setzte sich die Konstanz der Delmenhorster durch.
Nach dem Abstieg aus der Regionalliga in der Saison 2022/23 hatte der Klub bereits in den beiden Folgejahren jeweils knapp den Wiederaufstieg verpasst – einmal am letzten, einmal am vorletzten Spieltag. Umso größer ist nun die Erleichterung im dritten Versuch.
Sportlich wurde der entscheidende Schritt im letzten Heimspiel vor 2.305 Zuschauern gegen den bereits abgestiegenen SV Holthausen Biene vollzogen. Zwar tat sich die Mannschaft lange schwer, ging aber durch Marco Stefandl nach der Pause in Führung. Der Ausgleich durch einen Distanzfreistoß von David Elfert sorgte kurzzeitig für Spannung.
Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Steffen Rohwedder stellte die Führung wieder her, ehe Justin „Dähne“ Dähnenkamp mit dem 3:1 in seinem letzten Heimspiel endgültig den Deckel auf die Meisterschaft setzte.
Für den Stürmer wurde der Moment zum emotionalen Höhepunkt einer ohnehin besonderen Saison – sein Treffer besiegelte nicht nur den Sieg, sondern auch den Aufstieg.
Trainer Key Riebau zeigte sich nach dem Abpfiff entsprechend zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft. Der entscheidende Schritt sei schwer gewesen, betonte er – gerade angesichts des engen Saisonverlaufs und des späten Widerstands des Gegners.
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dass sie es letztlich für sich entschieden hat“, so Riebau. Besonders der späte Treffer von Dähnenkamp sei „das perfekte Drehbuch“ gewesen.
Für die kommenden Tage setzt der Trainer bewusst auf Lockerheit statt auf Regeneration im klassischen Sinn: Die Mannschaft dürfe „die ganze Woche und darüber hinaus ein bisschen feiern“.
Nach Jahren des Scheiterns im engen Aufstiegsrennen hat sich der SV Atlas Delmenhorst damit nicht nur sportlich durchgesetzt, sondern auch mental Stabilität bewiesen – und kehrt nun verdient in die Viertklassigkeit zurück.