– Foto: Axel Kammerer

"Ich traue meiner Mannschaft noch eine Leistungssteigerung zu"

Landesliga Nord +++ Der VfB Ottersleben überwintert an der Tabellenspitze

Ein besonderes Geschenk lag für den VfB Ottersleben zum Weihnachtsfest unter dem Baum: die Tabellenführung in der Landesliga Nord. Nachdem das Sportgericht des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt die ausgefallene Partie gegen den TuS Wahrburg wenige Tage vor Heiligabend erwartungsgemäß mit 3:0 für den VfB gewertet hatte, überwintern die Ottersleber als Spitzenreiter.

Den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters beansprucht VfB-Coach Oliver Malchau für seine Mannschaft allerdings nicht. „Da nach der Hinrunde Börde auf Platz eins stand, dürfen sie sich zu Recht so nennen“, sagt der 37-Jährige. Dass nun aber – nach dem ersten Spieltag der Rückrunde – die Südwestler an der Spitze stehen, „zeigt, wie eng es in dieser Liga zugeht und wie spannend die Rückrunde werden wird“, sagt Malchau.

Sechskampf an der Tabellenspitze

Immerhin dürfen sich neben dem „Wintermeister“ auch der SSV Havelwinkel Warnau, Union Schönebeck, der SV Union Heyrothsberge (alle punktgleich mit dem VfB), der MSV Börde (ein Punkt zurück) und der TuS Schwarz-Weiß Bismark (drei Punkte zurück) berechtigte Hoffnungen im Titelkampf machen. Das soll die Stimmung am Schwarzen Weg aber keinesfalls trüben: „Wir freuen uns über diese Momentaufnahme, ganz oben zu stehen“, erklärt Malchau.

Schließlich hatte es sich der VfB auch vorgenommen, in dieser Saison ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. „Zum einen war es unser Ziel, in der Spitzengruppe dabei zu sein, zum anderen werden wir daraus nun Motivation schöpfen, diesen Platz an der Sonne auch am Ende zu belegen“, sagt Malchau. Wohl wissend, dass dafür vieles passen muss. „Wir müssen nicht nur von Verletzungen verschont bleiben, vor allem müssen unsere Leistungen noch konstanter werden“, erklärt der Übungsleiter mit dem Anspruch an sein Team, „in jedem Spiel eine hohe Intensität zu erreichen.“

Punktverluste gegen direkte Kontrahenten

Das war den Otterslebern zwar in einigen Partien – wie etwa beim 4:1-Auftaktsieg über Staffelfavorit Union Schönebeck – gelungen, doch gab es eben auch Ausrutscher. Beispielsweise das 1:1 unter schwierigen Bedingungen bei Aufsteiger SG Güsen/Parey oder die 0:1-Niederlage beim Ummendorfer SV, der im Tabellenmittelfeld steht. Ansonsten aber hielt sich der VfB in der Favoritenrolle schadlos. Die weiteren Punktverluste gab es jeweils gegen Kontrahenten aus der Spitzengruppe: ein 1:3 in Warnau, ein 2:2 in Bismark und im letzten Auftritt vor der Winterpause ein 3:3 in Schönebeck.

Doch sieht Oliver Malchau seine junge Mannschaft – kein einziges Mal hatte die Startelf ein höheres Durchschnittsalter als 22,6 Jahre – auch noch längst nicht am Maximum der eigenen Möglichkeiten. „Ich traue meiner Mannschaft in der Rückrunde noch eine Leistungssteigerung zu, da wir weiter in der Entwicklung sind und noch nicht am Limit gespielt haben“, erklärt der Coach, der viele seiner Schützlinge schon aus gemeinsamen Tagen im VfB-Nachwuchs kennt.

Hartes Auftaktprogramm zur zweiten Saisonhälfte

Bis zur Meisterschaft ist es allerdings noch ein weiter und harter Weg – das weiß auch Malchau. „Ich denke, uns wird eine weitere Bescheidenheit guttun. Zu wissen, dass wir in der Vorbereitung fleißig sein müssen, um uns gegen die mitstreitenden Mannschaften durchzusetzen“, sagt er und ergänzt sofort: „Wir sollten aber auch so überzeugt von unseren Stärken sein, so dass wir die kommenden Aufgaben mit Selbstbewusstsein angehen können.“

Jene Aufgaben haben es aber in sich: Mit Heyrothsberge, dem MSV Börde und Warnau warten gleich drei Mitkonkurrenten in den ersten vier Partien der zweiten Saisonhälfte. Klar ist: Der VfB Ottersleben wird in diese am 18. März als Tabellenführer starten.

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Aufrufe: 010.1.2023, 17:00 Uhr
Kevin GehringAutor