2026-05-06T12:44:31.715Z

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"Ich bin unfassbar stolz. Von dem her verdienter Meister"

Meisterkrönung: Der RSV Eintracht 1949 bezwingt im Spitzenspiel der NOFV-Oberliga Süd den VFC Plauen mit 2:1 und sichert sich vorzeitig die Meisterschaft und erstmals in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die Regionalliga Nordost.

von red · Heute, 18:56 Uhr · 0 Leser
– Foto: sportmotion@mail.de

In einem hochdramatischen Spitzenspiel am 28. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd hat der RSV Eintracht 1949 Vereinsgeschichte geschrieben. Durch einen 2:1-Sieg gegen den VFC Plauen sicherte sich die Mannschaft von Trainer Patrick Hinze heute vorzeitig die Meisterschaft und steigt damit erstmals in der Historie in die Regionalliga Nordost auf. Vor 423 Zuschauern verwandelte ein Treffer in der neunten Minute der Nachspielzeit das Stadion in ein Tollhaus und krönte eine außergewöhnliche Saisonleistung der Stahnsdorfer.

Vorsichtige Ausrichtung und der Rückschlag vor der Pause

Das Duell der beiden besten Teams der Liga begann taktisch geprägt. Der RSV Eintracht 1949 agierte zunächst abwartend. „In der ersten Halbzeit waren wir sehr verhalten, wollten die Null halten, haben wir nicht geschafft“, analysierte Trainer Patrick Hinze gegenüber FuPa die Anfangsphase. Die Defensive stand lange stabil, doch in der 37. Minute schlug der Tabellenzweite eiskalt zu. Tyron Profis markierte das 0:1 für den VFC Plauen, was die Gastgeber mit einem Rückstand in die Kabine schickte und die Meisterfeier vorerst in weite Ferne rücken ließ.

Offensiver Mut und der verdiente Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel änderte die Eintracht ihre Herangehensweise grundlegend. Mit mehr Risiko und einer offensiveren Marschroute drängte der Spitzenreiter auf den Ausgleich. „In der zweiten Halbzeit waren wir ein bisschen offensiver und haben dann einige Torchancen herausgespielt“, so Patrick Hinze. Um den Druck zu erhöhen, reagierte das Trainerteam personell: In der 60. Minute kam Arthur Ekallé für Endi Jupolli, zehn Minuten später folgten Luca Krüsemann für Aleksandar Bilbija und Muratcan Mert Yatkiner für Till Plumpe. Die Bemühungen wurden in der 76. Minute belohnt, als der eingewechselte Luca Krüsemann den Ausgleich zum 1:1 erzielte und die Hoffnung auf den vorzeitigen Titel zurückbrachte.

Dramatik pur in der Schlussphase

In der Schlussphase mobilisierten die Spieler die letzten Kraftreserven. Die Intensität nahm zu, was in der 90. Minute zum Platzverweis für den Plauener Tim Limmer (Gelb-Rot) führte. In Überzahl warf der RSV alles nach vorne. In der neunten Minute der Nachspielzeit folgte der Moment für die Ewigkeit: Arthur Ekallé traf zum 2:1-Siegtreffer. „Das ist natürlich überragend, dass Arthur Ekallé mit der letzten Aktion das Tor macht. Besser kann es in den Rahmen nicht passen“, freute sich der Trainer über das späte Glück.

Grenzenloser Jubel über den historischen Aufstieg

Mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme. Der RSV Eintracht 1949 ist Meister und blickt auf ein Jahr voller Superlative zurück. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir haben verdient gewonnen am Ende. Wir haben uns mit allen Mitteln dagegen gestemmt, auch nach dem Rückstand“, bilanzierte ein sichtlich bewegter Patrick Hinze, der die emotionalen Feierlichkeiten bereits sichtlich genoss: „Unglaubliche Story. Unfassbar, was wir hier geleistet haben in dem Jahr. Ich bin unfassbar stolz. Von dem her verdienter Meister.“

Souveräne Tabellenführung vor dem Saisonausklang

In der Tabelle der NOFV-Oberliga Süd thront der RSV nun mit 64 Punkten uneinholbar an der Spitze. Der VFC Plauen folgt mit 56 Zählern auf Rang zwei. Für die frischgebackenen Meister-Helden geht die nächste Reise am Sonntag, 17.05.2026, um 14 Uhr zum FC Einheit Rudolstadt, wo die Mannschaft erstmals als feststehender Regionalliga-Aufsteiger auflaufen wird.