
In der Saison 2023/24 hatte man beim VfB Ottersleben zum ersten Mal Verbandsliga-Luft geschnuppert. Immerhin drei Teams konnte der Neuling damals hinter sich lassen, für den Klassenerhalt hatte dies aber nicht genügt. Doch schon am Tag des Abstiegs stand damals fest: Man wollte zurückkommen. Und seit Sonnabend ist klar: Man wird zurückkommen.
Mit einem 5:1-Heimerfolg über den Osterburger FC machte der VfB Ottersleben das sicher, was ohnehin nur noch in der Theorie zu nehmen war. Mit rekordverdächtigen 18 Siegen in Serie marschiert der Spitzenreiter nunmehr seit Anfang November durch die LOTTO-Landesliga Nord. Die Frage nach der Meisterschaft wurde - auch wegen einer kleinen Schwächeperiode des Titelkontrahenten SSV 80 Gardelegen zum Start ins neue Jahr - irgendwann nur noch zu einer Frage der Zeit.
"Ich bin sehr stolz auf mein Team", freut sich VfB-Trainer Oliver Malchau über die Verbandsliga-Rückkehr nach zwei Jahren. Dabei war die Konkurrenz zum Start in die neue Saison groß. "Von den Mannschaften, die um den Aufstieg spielen wollten, sind wir diejenige, die ihr Ziel erreicht hat", unterstreicht Malchau.
Noch zur Beginn der Saison sah dies ganz anders aus. In der Landesliga starteten die Ottersleber mit zwei Niederlagen in Oschersleben und Staßfurt, darauf folgte das Landespokal-Aus in Gardelegen. Nach fünf Spieltagen lag der VfB nur auf Rang acht. Doch spätestens nach der dritten Niederlage - einem 2:3 zu Hause gegen den Ummendorfer SV - kam die Maschinerie des VfB ins Laufen. So sehr, dass sie seitdem nicht mehr gestoppt wurde.
95 Treffer erzielten die Ottersleben - allein seit jener Ummendorf-Niederlage am 1. November. Durchschnittlich mehr als fünf Treffer pro Partie. Gleichzeitig ließ die VfB-Defensive im selten Zeitraum nur zwölf Gegentore zu. "Ich bin immer wieder beeindruckt vom Charakter meiner Mannschaft", betont Malchau. "Sie zeichnet sich aus durch einen großen Ehrgeiz und eine hohe Bereitschaft, an ihre Leistungsgrenze zu gehen. Dieser Erfolgshunger hat uns in der Saison getragen." Getragen zu einer Serie von inzwischen 18 Siegen in Serie. Und getragen zurück in die höchste Spielklasse von Sachsen-Anhalt.