
Der SV Tüngental hat den Aufstieg in die Kreisliga A3 Rems/Murr/Hall über die Relegation perfekt gemacht. Nach einem bitteren Abstieg und einem spürbaren personellen Wandel führte Trainer Roberto Di Bono das junge Team in seiner ersten Trainerstation zum Erfolg. Der Coach blickt auf ein intensives Entscheidungsspiel, den bemerkenswerten Zusammenhalt seiner Mannschaft und die anstehenden Feierlichkeiten auf Mallorca.
Grenzenloser Jubel nach einem dramatischen Relegations-Krimi
Die Erleichterung und Freude nach dem Erreichen des großen Ziels sind riesig. Das entscheidende Relegationsspiel forderte den Akteuren über die volle Distanz von 120 Minuten und beim anschließenden Eldmeterschießen alles ab, ehe der erlösende Schlusspfiff die Partyphase einläutete. Insbesondere für die Nachwuchskräfte im Kader stellt dieser Erfolg einen unvergesslichen Moment dar.
„Für viele der jungen Spieler war es das erste große Highlight in ihrer noch so jungen Fußballkarriere. Ich bin gegen 3 Uhr nach Hause gegangen, die Jungs sind aber noch geblieben und haben den Tag schön ausklingen lassen“, schildert Roberto Di Bono gegenüber FuPa die ausgelassene Stimmung in der Aufstiegsnacht.
Ein schwieriger Neuanfang
Dass die Spielzeit in einem solchen Triumph enden würde, war zu Beginn der Runde nicht absehbar. Der Trainer stand beim Amtsantritt vor einer Mammutaufgabe. „Ich hatte kein konkretes Saisonziel. Ich habe die Mannschaft als meine allererste Trainerstation übernommen. Der SV Tüngental war gerade abgestiegen und einige Spieler hatten den Verein verlassen. Somit stand ich quasi vor ‚Ruinen‘. Ich habe mir dann vorgenommen, einfach hart mit den Jungs zu arbeiten und das Bestmögliche aus ihnen herauszuholen – und das ist mir dann ganz gut geglückt“, blickt Roberto Di Bono auf die komplizierte Anfangszeit zurück.
Der ausgeprägte Teamgeist als entscheidender Erfolgsfaktor
Der wichtigste Schlüssel für den Erfolg lag im Laufe der vergangenen Monate vor allem in der Geschlossenheit des Kaders. Die Spieler entwickelten einen enormen Ehrgeiz, der sich in einer vorbildlichen Trainingsbeteiligung widerspiegelte. Auf die Frage, was letztendlich den Ausschlag für den Aufstieg gegeben habe, antwortet der Coach: „Den Ausschlag hat am Ende der Mannschaftszusammenhalt gegeben. Wir sind zu einer richtigen Einheit zusammengeschweißt. Jeder hat Spaß und fühlt sich wohl. Wir hatten dauerhaft eine Trainingsbeteiligung von mindestens 18 Spielern pro Einheit. Das zeigt einfach, dass die Jungs richtig Bock hatten.“
Bestechende Fitness und spielerische Qualitäten auf dem Rasen
Auf dem Platz untermauerten die Fußballer ihren sportlichen Anspruch durch eine starke physische Verfassung, die selbst in der Verlängerung des Relegationsspiels den Ausschlag gab. Gepaart mit fußballerischen Elementen erwies sich das Team als krisenfest. Roberto Di Bono beschreibt die Stärken seiner Mannschaft wie folgt: „Unsere Stärke ist zum einen unsere Fitness. Selbst nach 120 Minuten waren die Jungs nicht platt. Aber auch unsere Technik und unsere Spielgeschwindigkeit zeichnen uns aus.“
Die Belohnung auf der Urlaubsinsel Mallorca
Nach den kräftezehrenden Wochen im Aufstiegskampf soll die Erholung für die Spieler nicht zu kurz kommen. Während der Trainer selbst in der Heimat bleibt, zieht es einen Großteil des Teams für die anstehenden Feierlichkeiten in den Süden. „Tatsächlich fliegen viele aus der Mannschaft nach Mallorca. Ich selbst gehe allerdings nicht mit. Die Jungs sollen ruhig feiern“, blickt der Coach entspannt auf die anstehenden freien Tage seiner Spieler.
Große Kontinuität bei der anstehenden Kaderplanung
Große personelle Veränderungen soll es im Team nicht geben, da das Vertrauen in den aktuellen Kader groß ist. „Einen Abgang wird es geben. Ansonsten können wir bisher einen Neuzugang verbuchen. Ich denke, dass wir kommende Saison weiterhin mit diesem Kader arbeiten werden“, gewährt Roberto Di Bono einen kurzen Einblick in den aktuellen Stand der Personalplanungen.
Mit noch mehr Intensität in das Spieljahr 2026/2027
Bezüglich konkreter tabellarischer Zielsetzungen für die neue Saison 2026/2027 hält sich der Trainer zurück. Stattdessen setzt er weiterhin konsequent auf die Entwicklung durch harte Arbeit auf dem Trainingsplatz. „Ein konkretes Ziel habe ich – wie auch diese Saison – nicht definiert. Wir werden auf jeden Fall noch mehr arbeiten als letztes Jahr, und dann schauen wir, wohin die Reise uns führen wird“, sagt Roberto Di Bono abschließend.