Bisher war Michael Hutzler (rechts daneben: Erlangens Ex-Trainer Chipo Skeraj) noch Gegner des ATSV Erlangen in der Bayernliga Nord. Bald wird der 52-Jährige selbst die roten Vereinsfarben tragen.
Bisher war Michael Hutzler (rechts daneben: Erlangens Ex-Trainer Chipo Skeraj) noch Gegner des ATSV Erlangen in der Bayernliga Nord. Bald wird der 52-Jährige selbst die roten Vereinsfarben tragen. – Foto: Andreas Roith

Hutzi macht's: Erlangen findet schnelle Antwort auf Trainerfrage

Michael Hutzler, aktuell noch in Diensten der DJK Ammerthal, wird zur neuen Saison Trainer vom ATSV Erlangen +++ Christopher Hofbauer übernimmt bis Saisonende +++ Weiterhin kein Kommentar zum Farhan-Aus +++

Während sich Jörg Markert weiterhin nicht zum Aus von Trainer Karim Farhan nach nur sechs Spielen äußern will ("Dazu werden wir alle nichts sagen"), hat der ATSV-Sportchef auf die dadurch entstandene Trainerfrage eine schnelle Antwort parat. Erst wird der bisherige "Co" Christopher Hofbauer, der bereits gegen die DJK Bamberg die Verantwortung trug, bis zum Saisonenende als "Chef" einspringen. Dann übernimmt Michael Hutzler, aktuell noch in Diensten der DJK Ammerthal, den ATSV Erlangen.

Der 52-Jährige Coach ist im "Umkreis sehr bekannt", wie nicht nur Markert weiß. Hutzler hat vor seinem Engagement in der Oberpfalz, wo er einen großen Umbruch bei Ammerthal in erstaunlicher Manier meisterte, lange Jahre Forchheim trainiert und dann den FC Eintracht Bamberg von der Bezirks- zurück in die Bayernliga geführt. Er hat somit bei den Domreitern den Grundstein für den aktuellen Höhenflug gelegt. Der Trainer aus Ebermannstadt weiß also, wie man eine Spitzenmannschaft formt. Und er steht auch für eine Art von Fußball, der zur DNA des ATSV Erlangen werden soll.

"Hutzi lässt erfrischenden Offensivfußball spielen. Außerdem hat er ein Händchen für junge Spieler", beschreibt der ATSV-Vertreter die Qualifikationen des neuen Mannes an der Linie. Die gemeinsamen Nenner waren also bei den Gesprächen schnell gefunden. Jörg Markert geht ins Detail: "Wir wollen nachhaltig auf den eigenen Nachwuchs setzen oder auf Talente aus der Umgegebung. Unser Ziel ist es dann, mit diesen jungen Spielern den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen." Klappt es heuer noch mit dem Gang in die 4. Liga, wäre das natürlich toll - wenn auch dann "einige Hausaufgaben anstehen würden". Aber auch ein weiteres Bayernliga-Jahr wäre kein Beinbruch, so Markert.

Die dazugehörige Pressemitteilung der DJK Ammerthal:

„Hutzler war Anfang der Woche auf Sportdirektor Tobias Rösl zugekommen und hat um die Auflösung seines noch bis Juni 2023 bestehenden Vertrages gebeten. "Wir haben die Situation sachlich beurteilt und kamen zu dem Entschluss, den Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen aufzulösen. Der Job und der immense Fahraufwand des Trainers sind insgesamt gesehen zu aufwendig", so Rösl. Wir wünschen Ihm bei seiner neuen Aufgabe alles Gute.“

Aufrufe: 015.4.2022, 08:30 Uhr
Helmut WeigerstorferAutor

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