
Zweikampf um die Aufstiegsrelegation: Der SV Hummetroth II und der VfL Michelstadt treffen aufeinander. Meister SG Sandbach verabschiedet sich gegen Finkenbachtal aus der A-Liga.
ODENWALDKREIS. Der Drops ist noch nicht gelutscht: Der SV Hummetroth II verpasste es, die Teilnahme an der Kreisoberliga-Aufstiegsrunde in Rothenberg klarzumachen, als der Aufsteiger in der sechsten Minute Nachspielzeit noch ein unglückliches Gegentor zum 3:3 kassierte. Dennoch führt der SVH II auf Rang zwei mit zwei Zählern Vorsprung vor Rivale VfL Michelstadt. Am Sonntag kommt es zum direkten Duell in Hummetroth (Anstoß 15 Uhr). Der VfL benötigt einen Sieg, dem SVH II reicht eine Punkteteilung.
Hummetroths Spielertrainer Odysseas Floros ahnte, wie schwer das Spiel in Rothenberg werden würde: „Die haben unseren Konkurrenten Michelstadt und Meister Sandbach jeweils 1:0 geschlagen. Dennoch müssen wir dort gewinnen, weil wir beste Chancen vergaben. Vor dem Ausgleich von Rothenberg zum 2:2 besaßen wir zwei hundertprozentige Chancen.“ Besonders bitter war vielleicht das „Flippertor“ zum 3:3, als ein Schuss von der Wade eines anderen Spielers ins Hummetröther Tor sprang. Das zwingt die Hessenliga-Reserve nun in ein „Endspiel“ gegen Verfolger VfL Michelstadt.
Freude in Michelstadt, wo Marc Eidenmülller von einer Superstimmung berichtet: „Alle hofften und wollten dieses Finalspiel, das uns noch auf den Aufstieg hoffen lässt. Unsere Jungs sind ganz heiß, werden Vollgas am Sonntag geben und den offenen Schlagabtausch suchen. Ein Tor wird ja in Hummetroth wahrscheinlich nicht reichen“, sagt der Sportliche Leiter. Da kommen natürlich schnell die Gedanken an das Hinrundenspiel, in dem der SVH II schon 5:2 führte und am Ende doch noch mit 5:6 unterlag. „Hinten heraus hatten wir vielleicht die größeren Kraftreserven und die stärkere Endgeschwindigkeit. Wir müssen konsequent nach vorne spielen, und auch Hummetroth kann gar nicht anders mit dieser Mannschaft, die in der Rückrunde nur Sandbach unterlag. Ich denke, am Sonntag werden es die Kleinigkeiten sein, die das Spiel entscheiden“, so Michelstadts Sportlicher Leiter.
Auch Hummetroths Spielertrainer hat Respekt vor der jungen Mannschaft aus Michelstadt: „Den VfL darf man nie abschreiben, das hat die erste Begegnung gezeigt. Aber wir werden wie im Hinrundenspiel wieder personell ähnlich gut aufgestellt sein, das kann ich schon ankündigen. Das Selbstvertrauen und die Fitness meiner Mannschaft sind gewachsen. Wir wollen in die Aufstiegsrelegation als Vizemeister“, sagt Odysseas Floros. Auch Michelstadt könnte personell überraschen: Mit Dennis Schitz könnte einer der Top-Spieler aus erfolgreicheren Gruppenligatagen zum Team dazustoßen. Mit seiner ganzen Dynamik und auch Erfahrung wäre er für den Michelstädter Talentschuppen eine Riesenverstärkung. Es ist angerichtet für ein großes Finale in der A-Liga Odenwald.
Daneben gibt es selbstverständlich einen vollständigen letzten Spieltag, an dem Meister SG Sandbach gegen robuste und immer erfolgreichere Finkenbacher noch einmal gefordert sein wird. Alle Spiele starten um 15 Uhr. Wird sich der FV Mümling-Grumbach nach seiner Niederlage gegen die bis dahin sieglosen Breuberger gegen die FSV Erbach rehabilitieren? Und kann sich der SV Gammelsbach gegen defensiv kompaktere Breuberger durchsetzen? Ein heißes Duell gibt es am Buckelweg, wenn der TSV Sensbachtal die SG Nieder-Kainsbach erwartet. Schließlich spielen KSV Reichelsheim – TSV Höchst II und KSG Vielbrunn gegen die SG Rothenberg.