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Hürth erkämpft sich in Unterzahl einen Punkt gegen Hennef

Nach einer Roten Karte gegen Sekou Cheick Condé verteidigt der FC Hürth fast eine Stunde in Unterzahl und hält dank eines starken Kevin Kraus das 0:0.

von Niklas Lohrer · 01.09.2026, 08:30 Uhr · 0 Leser
Schlussmann Kevin Kraus hielt die Hürther mit Paraden mehrfach im Spiel.
Schlussmann Kevin Kraus hielt die Hürther mit Paraden mehrfach im Spiel. – Foto: Dieter Braun

Der FC Hürth ist mit einem torlosen Remis gegen den FC Hennef 05 in die neue Mittelrheinliga-Saison gestartet. Dabei musste die Mannschaft von Trainer Nico Beck bereits ab der 31. Minute in Unterzahl spielen. Trotz der langen numerischen Unterlegenheit brachte der Aufsteiger das 0:0 über die Zeit und nahm damit zum Auftakt einen Punkt mit.

Hürth erwischte zunächst den besseren Start in die Partie. „Wir starten sehr gut ins Spiel“, sagte Beck. Seine Mannschaft kam früh zu Möglichkeiten und zeigte in der Anfangsphase, dass sie nach dem Wiederaufstieg auch in der Mittelrheinliga direkt bestehen kann.

Nach rund einer halben Stunde veränderte sich die Ausgangslage allerdings grundlegend. Sekou Cheick Condé stoppte einen Hennefer Angreifer regelwidrig und sah wegen einer Notbremse die Rote Karte. „Wir schwächen uns dann in der 30. Minute leider selbst mit einer roten Karte“, ärgerte sich Beck.

Hürth verteidigt leidenschaftlich in Unterzahl

Mit einem Mann weniger verlagerte sich das Spiel zunehmend in Richtung des Hürther Tores. Die Gastgeber mussten ihren ursprünglichen Plan anpassen und konzentrierten sich darauf, kompakt zu stehen und Hennef möglichst wenig klare Abschlüsse zu ermöglichen. „Danach verteidigen wir sehr leidenschaftlich“, lobte Beck den Auftritt seiner Mannschaft.

Wenn Hennef doch gefährlich vor das Tor kam, war Kevin Kraus zur Stelle. Der Hürther Schlussmann entwickelte sich im Laufe der Partie zu einem entscheidenden Faktor und hielt seine Mannschaft mit mehreren starken Aktionen im Spiel.

Beck hob die Leistung seines Torhüters nach dem Abpfiff besonders hervor. „Wir hatten heute mit Kevin Kraus einen überragenden Keeper.“

Hürth beschränkte sich trotz der Unterzahl nicht ausschließlich auf die Defensivarbeit. Mit zunehmender Spielzeit ergaben sich auch für die Gastgeber einzelne Umschaltsituationen, die beinahe noch zu einem überraschenden Siegtreffer geführt hätten. „Hinten raus war auch noch die Chance auf den einen Lucky Punch“, erklärte Beck.

Hennef vergibt vom Punkt

Die größte Möglichkeit der Gäste folgte in der Schlussphase. In der 84. Minute bekam Hennef einen Strafstoß zugesprochen und hatte damit die große Chance, die lange Überzahl doch noch in einen Führungstreffer umzumünzen. Kaan Karaduman trat an, konnte den Elfmeter jedoch nicht verwandeln. Damit blieb es auch in den letzten Minuten beim 0:0.

Für Hürth war der vergebene Strafstoß der letzte große Schritt auf dem Weg zu einem Punkt, der angesichts des Spielverlaufs einen hohen Wert hatte. Fast eine Stunde lang hatte der Aufsteiger mit zehn Spielern verteidigen müssen und dennoch keinen Gegentreffer zugelassen.

Beck zufrieden mit dem Auftakt

Entsprechend positiv fiel Becks Fazit nach dem Schlusspfiff aus. „Wir sind nach dem Spielverlauf sehr zufrieden mit der Leistung unserer Jungs und nehmen den Punkt mit“, sagte der Hürther Trainer. Für den FC Hürth ist das Unentschieden damit ein ordentlicher Start zurück in der Mittelrheinliga. Zwar verhinderte die frühe Rote Karte, dass die Mannschaft ihre gute Anfangsphase weiter ausbauen konnte, dafür bewies sie anschließend viel Widerstandsfähigkeit.

Hennef dürfte sich dagegen vor allem über die verpasste Möglichkeit in der Schlussphase ärgern. Trotz langer Überzahl und eines Elfmeters gelang es den Gästen nicht, die Hürther Defensive zu überwinden.

Am Ende stand für beide Mannschaften ein 0:0, das aus Hürther Sicht vor allem durch Einsatz, Kompaktheit und einen starken Schlussmann zustande kam.