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Transfers

Hüffelsheim II trennt sich von Dörner - neues Trainerduo Staub/Flegel

A-Klassen-Aufsteiger mit Veränderung auf der Trainerposition trotz einem stabilen siebten Tabellenplatz +++ Sportliche Differenzen ausschlaggebend

von Max Schäfer · 10.12.2025, 12:00 Uhr · 0 Leser
Marco Dörner ist fortan nicht mehr Trainer der SG Hüffelsheim II.
Marco Dörner ist fortan nicht mehr Trainer der SG Hüffelsheim II. – Foto: M. Dörner

Hüffelsheim. Die SG Hüffelsheim II hat sich in der vergangenen Woche überraschend von ihrem Trainer Marco Dörner getrennt. Der 49-Jährige war erst im Januar 2025 zur Mannschaft gestoßen und hatte die SGH in der Rückrunde der vergangenen Saison zum Aufstieg geführt. Die Voraussetzungen damals hätten kaum besser sein können: Die Hüffelsheimer hatten alle ihre ersten 15 Saisonspiele in der B-Klasse gewonnen, bevor Dörner übernahm. Unter seiner Regie blieb das Team in den verbleibenden Partien ungeschlagen, holte sechs Siege bei drei Unentschieden und machte damit den Sprung in die höhere Spielklasse perfekt.

Im ersten Halbjahr der A-Klassen-Saison 2025/2026 etablierte sich die Mannschaft in der neuen Liga und belegt aktuell einen beachtlichen siebten Tabellenplatz. Aus Sicht des Vereins war das sportliche Gesamtbild damit durchaus zufriedenstellend – umso mehr überrascht die Trennung auf den ersten Blick. Der Teamleiter der SGH II betont jedoch, dass das Verhältnis zu Dörner unabhängig von der Entscheidung intakt bleibe.

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Die Nachfolge ist bereits geregelt: Der bisherige spielende Co-Trainer Nikolai Staub übernimmt als Spielertrainer die Hauptverantwortung, unterstützt wird er vom bisherigen Co-Trainer und Teammanager Rafael Flegel, der bereits seit 2021 im Trainerteam der zweiten Mannschaft arbeitet. Für diesen ändert sich also wenig, da er weiterhin eng in die sportliche Leitung eingebunden bleibt. Flegel war über viele Jahre als Spieler in Hüffelsheim aktiv, von seinem 18. bis 28. Lebensjahr, und kehrte 2020 zum Verein zurück.

Beweggründe für die Trennung

Laut Flegel lag die Entscheidung nicht an der Persönlichkeit des entlassenen Trainers. Vielmehr seien sportliche Differenzen ausschlaggebend gewesen: „Es hat einfach nicht gematcht zwischen Marco und dem Team. Menschlich war und ist er ein top Kerl. Rein auf sportlicher Ebene hat es nicht gepasst, da gingen die Vorstellungen vom Fußball und der Spielweise auseinander. Zwischenmenschlich war alles top.“

Dörner selbst wollte sich auf Anfrage der FuPa-Redaktion der Allgemeinen Zeitung nicht zu seiner Freistellung äußern und bat um Verständnis.

Spekulationen über enttäuschende Ergebnisse oder verfehlte interne Ziele weist Flegel klar zurück: „Das war nicht der Fall. Wir wollten einen einstelligen Tabellenplatz erreichen und uns in der Liga etablieren, das ist uns bisher absolut gelungen.“

Neues Trainergespann: Staub und Flegel

Mit der Beförderung von Nikolai Staub rückt eine zentrale Identifikationsfigur des Vereins in die erste sportliche Reihe. Staub, 30 Jahre alt, spielt seit 2012 für die SGH – abgesehen von einem einjährigen Intermezzo bei Waldalgesheim in der Saison 2013/2014 – und war zuvor viele Jahre Leistungsträger der ersten Mannschaft in der Landesliga. Seit dieser Saison ist er fester Bestandteil der zweiten Mannschaft, wo er sich zur absoluten Lebensversicherung entwickelt hat: An knapp 70 Prozent der bisher erzielten 46 Tore ist er direkt beteiligt – mit 21 Treffern und elf Vorlagen.

Nun übernimmt er offiziell die Rolle des Spielertrainers. Die Aufgabenteilung ist klar definiert. „Wir machen das zusammen. Ich bin draußen während des Spiels, er wird die Ansprachen machen. Er ist Headcoach, ich unterstütze ihn dabei", sagt Flegel. Auch im Trainingsbetrieb teilen sich beide Verantwortung und Entscheidungen, wie Flegel betont: „Wir werden das Training zusammen leiten. Er ist zwar hauptverantwortlich, aber ich werde auch meine Ideen mit einbringen.“

Zunächst sei das Duo bis zum Sommer für die sportliche Leitung der SG Hüffelsheim II vorgesehen.

Flegel: „Wir wollen mit vielen Ballstafetten ansehnlichen Fußball spielen"

Für die verbleibende Saison formuliert das neue Trainerteam klare Vorstellungen. Der eingeschlagene Weg soll fortgesetzt werden – mit gemeinsamer Arbeit, guter Stimmung und viel Fußballkultur. „Wir möchten mutig weiterspielen, den nächsten Schritt machen und als echtes Team auftreten. Wir wollen mit vielen Ballstafetten ansehnlichen Fußball spielen und auch im Training ganz viel mit dem Ball arbeiten. Wir haben eine richtig coole Mannschaft, die nach der Arbeit voll darauf brennt, im Training Gas zu geben", erläutert Flegel.

Trotz der sportlichen Neuordnung betont Flegel ausdrücklich, dass das Verhältnis zwischen Verein und dem scheidenden Trainer weiterhin positiv sei: „Wir gehen in sehr gutem Verhältnis auseinander.“