
Der Hamburger SV gewinnt beim VfL Wolfsburg mit 2:1 und dreht dabei einen frühen Rückstand. Beide HSV-Tore fallen per Elfmeter. In der hektischen Schlussphase und nach dem Abpfiff sorgt eine Rudelbildung noch für Aufsehen – Schiedsrichter Florian Exner zeigt dabei Rot gegen einen Wolfsburger Spieler.
Der Hamburger SV hat beim VfL Wolfsburg einen wichtigen 2:1-Auswärtssieg gefeiert. In einer intensiven und phasenweise hitzigen Partie in der Volkswagen Arena drehten die Hamburger einen frühen Rückstand – ehe eine Rudelbildung nach Abpfiff für einen unschönen Abschluss sorgte.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und setzten den HSV früh unter Druck. Nach 20 Minuten zeigte Schiedsrichter Florian Exner nach VAR-Überprüfung auf den Punkt: Hamburgs Daniel Elfadli traf Yannick Gerhardt beim Klärungsversuch mit gestrecktem Bein im Gesicht.
Christian Eriksen übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän zur Wolfsburger Führung (22.). Der Däne verlud HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes und schoss mittig hoch zum 1:0 ein.
Der HSV brauchte etwas, um ins Spiel zu finden, kam aber nach einer halben Stunde ebenfalls zu einem Elfmeter. Nach einem Freistoß blieb Luka Vuskovic im Strafraum liegen, der VAR schaltete sich ein – erneut zeigte Exner auf den Punkt.
Der Verteidiger trat selbst an und traf trotz leichter Unsicherheit von VfL-Keeper Kamil Grabara zum 1:1-Ausgleich (33.). Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.
Nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Wolfsburg hatte mehrfach Pech – besonders in der 67. Minute, als Dzenan Pejcinovic nach einer Ecke aus kürzester Distanz nur den Pfosten traf.
Kurz zuvor war jedoch der HSV erneut vom Punkt erfolgreich. Nach einem Foul im Strafraum übernahm diesmal Jean-Luc Dompé die Verantwortung. Der Franzose blieb cool, verzögerte seinen Anlauf und schob den Ball flach ins linke Eck zum 2:1 für die Gäste (59.).
In der Schlussphase drängten die Wölfe auf den Ausgleich. Die größte Gelegenheit vergab Kento Shiogai kurz vor Schluss: Nachdem er Torhüter Heuer Fernandes umkurvt hatte, setzte er den Ball aus fünf Metern am leeren Tor vorbei.
Wolfsburg rannte weiter an, doch der HSV verteidigte den Vorsprung mit viel Einsatz über die lange Nachspielzeit von acht Minuten.
Direkt nach dem Schlusspfiff kam es noch zu einer Rudelbildung zwischen Spielern beider Teams. Schiedsrichter Exner zeigte dabei eine Rote Karte gegen einen Wolfsburger Spieler. Aufgrund der unübersichtlichen Situation war jedoch zunächst nicht eindeutig zu erkennen, gegen welchen Wolfsburger sich der Platzverweis richtete.
Der HSV zeigte sich in Wolfsburg effizient und nutzte seine Chancen konsequent – beide Tore fielen vom Punkt. Wolfsburg dagegen ließ mehrere hochkarätige Möglichkeiten liegen und steht nach der Niederlage weiterhin unter Druck im Tabellenkeller.