
Am Sonntagnachmittag empfing der SV Neubörger den Tabellenzweiten Spahnharrenstätte bei nassem Rasen und unangenehmem Wetter.
Neubörger schien sich etwas vorgenommen zu haben: Die Hausherren starteten dominant, störten Spahnharrenstätte früh im Spielaufbau – und so konnte man bereits in der elften Minute den Führungstreffer erzielen. Nachdem mehrere Schussversuche geblockt worden waren, fiel der Ball Matthias Wessels Fischer vor die Füße, der ihn aus kurzer Distanz nur noch über die Linie befördern musste.
In der 34. Minute profitierte Neubörger dann von einem Kommunikationsfehler der Gäste: Der Torwart rief bei einem langen Ball von Jakob Kerßens laut „Leo“, merkte beim Herauslaufen jedoch, dass er den Ball nicht vor Marius Korte erreichen würde, und entschied sich, zurückzulaufen. Korte versenkte den Ball daraufhin sehenswert über den Torwart hinweg im leeren Tor. Nur zwei Minuten später belohnte sich Vorlagengeber Kerßens mit einem eigenen Treffer, nachdem er von Guyhermann Kouassi mit einer Flanke bedient worden war. Mit einer deutlichen 3:0-Führung ging es in die Pause.
In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste deutlich besser ins Spiel und zeigten nun, warum sie auf Platz zwei standen. Der konstante Druck auf das Gehäuse der Hausherren zahlte sich in einem kacktorverdächtigen Anschlusstreffer aus: Nach einer Ecke behinderten sich die SVN-Spieler gegenseitig, sodass Keeper Bernd Horstmann den Ball nicht wegfausten konnte. Der Ball fiel in den Strafraum und prallte von einem Spieler ab ins Tor.
In der 62. Minute bot sich Spahnharrenstätte die Gelegenheit, das Ergebnis weiter zu verkürzen: Simon Voß bekam den Ball im Strafraum an die Hand – Elfmeter. Doch Bernd Horstmann, der in dieser Saison bereits alle drei Strafstöße gegen den SVN parieren konnte, hielt auch diesmal seine Serie: Er wehrte den Ball ab und konnte ihn im Nachfassen festhalten. Dem Tor, das entstand, weil Strafstoßschütze Knoll den Ball aus der Hand des Keepers über die Linie drückte, verweigerte der souveräne Schiedsrichter Kaiser aus Hilkenbrook richtigerweise die Anerkennung.
Nach diesem Dämpfer für die Gäste gestaltete sich das Spiel wieder ausgeglichener. In der 64. Minute wechselte Trainer Reinelt auf Seiten der Hausherren Philipp Langen ein. Der A-Jugend-Spieler verteidigte nicht nur ausgesprochen sicher, sondern belohnte sich in der 80. Minute auch beinahe mit einem Treffer, als der Gästetorwart seinen Fernschuss nur mit Mühe über die Latte lenken konnte. In der 89. Minute bot sich Jakob Kerßens noch einmal die Möglichkeit, zu erhöhen, doch sein Kopfball landete neben dem Tor.
Im Topspiel behielt Neubörger nach einer herausragenden ersten Hälfte die Punkte zuhause – auch, weil die eigene Abwehr bis auf zwei kleine Unsicherheiten nicht nur kaum etwas zuließ, sondern auch immer wieder das Offensivspiel beschleunigte.
Weiter geht es für den SVN unter der Woche im Kreispokal zuhause gegen den Favoriten RaSpo Lathen aus der Kreisliga.