2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines

Honorat als Vorbild - Tholen überragt beim 7:4

Mit sechs Scorerpunkten führte Leon Tholen den FC Concordia Haaren zum 7:4-Erfolg. Der 20-Jährige erklärt, warum das Kollektiv entscheidend war und weshalb er trotz Angeboten bleiben möchte.

Leon Tholen blickt auf ein außergewöhnliches Fußballwochenende zurück. Beim spektakulären 7:4-Sieg seines FC Concordia Haaren gegen den VfR Unterbruch war der 20-Jährige an gleich sechs Treffern beteiligt: Viermal traf er selbst, zwei weitere Tore bereitete er vor. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht“, erzählt Tholen. „Gerade in der ersten Halbzeit hatte Unterbruch kaum Zugriff, wir waren konsequent vor dem Tor und haben unsere Chancen genutzt.“ Nach dem Seitenwechsel habe Haaren früh nachgelegt, dann aber „fraglicher Weise einen Gang runtergeschaltet“, wodurch Unterbruch wieder besser ins Spiel kam. „Es war ein körperbetontes und teilweise hitziges Spiel, aber insgesamt sehr ordentlich – und von außen bestimmt gut anzusehen.“

Dass es für ihn persönlich so rund lief, erklärt Tholen mit einem guten Gefühl und körperlicher Frische. „Ich war einfach wieder fit und hatte keine Probleme – erst am Ende, weshalb ich mich in der Halbzeit schon auswechseln lassen wollte“, berichtet er. Vor allem aber hebt er das Kollektiv hervor: „Bei uns passt es einfach. Auf dem Platz wird nicht negativ gesprochen, jeder pusht den anderen. Genau das macht ein Team aus.“

Seine Entwicklung beschreibt Tholen als stetigen Prozess. „Ich war früher körperlich der Schwächste, habe bei meinem Dorfverein angefangen. Mit dem Wechsel nach Beeck wurde ich robuster, habe ein besseres Stellungsspiel und mehr Übersicht bekommen.“ Der Sprung zu den Senioren sei dennoch ein Schritt gewesen: „Im Herrenbereich geht alles schneller und intensiver. Das ist erst ungewohnt, aber absolut machbar.“

Bei Concordia Haaren fühlt er sich vollkommen angekommen. „Haaren ist der Ort, in dem ich gewohnt habe. Jetzt bin ich im zweiten Jahr hier und fühle mich extrem wohl – mit dem Team, den Zuschauern, dem ganzen Umfeld. Es macht riesigen Spaß, dieses Trikot zu tragen.“

Seine beeindruckende Bilanz von 116 Toren und 35 Vorlagen in nur 81 Spielen erklärt Tholen mit Mut, Ruhe und Selbstvertrauen. „Man muss sich was trauen und darf vor dem Tor nicht nervös werden. Nicht zu viel nachdenken, einfach frei spielen und sein eigenes Spiel durchziehen – dann kommt der Erfolg.“

Ob ein Wechsel in eine höhere Liga für ihn infrage kommt, beantwortet er offen – aber mit klarer Tendenz: „Die Überlegung gibt es, und die Chance auch. Aber wegen der Arbeit und weil ich mich hier so wohlfühle, bin ich aktuell gegen einen Wechsel.“

Zu seinen Vorbildern zählen Profis, die seiner Position und seinem Spielstil entsprechen. „Im Moment ist es Frank Honorat – gleiche Position, viel Tempo, viel Zug. Und dann Rocco Reitz von Gladbach, weil er ein überragender Spieler ist und für seinen Verein lebt und kämpft.“

Aufrufe: 03.12.2025, 12:18 Uhr
Luca BartschAutor