
Viele Teams setzen im Abstiegskampf auf den berühmten neuen Impuls von der Seitenlinie, der Hombrucher SV schenkt seinem Trainerteam dagegen das Vertrauen – über die Saison hinaus. Der Landesligist aus dem Dortmunder Süden, der mit nur zwei Punkten über dem Strich in die Winterpause gegangen war, wird mit seinem Trainer Karim Bouasker in die Spielzeit 2026/27 gehen. Auch Co-Trainer Maik Kortzak und Torwarttrainer Sascha Grieger-Piontek bleiben dem HSV erhalten.
"Die Verlängerung mit Karim Bouasker und Maik Kortzak ist alternativlos. Sowohl die fachliche als auch die Sozialkompetenz ist bei beiden top. Wir werden den Weg der ruhigen Hand weitergehen", sagt Hombruchs Vorsitzender Michael Kiwall den "Ruhr Nachrichten". "Wir ergänzen uns wirklich gut. Während Maik sehr strukturiert ist, bin ich manchmal ein kleiner Chaot", sagt Karim Bouasker. Nachdem der Vorstand wegen der Verlängerung nachgefragt hatte, sei man sich schnell einig geworden. Bouasker übernahm vor genau einem Jahr das Kommando von Frank Eigenwillig, der wiederum Anfang 2024 sein Nachfolger war. Der Deutsch-Tunesier führte den HSV von einem Abstiegsplatz zum Klassenerhalt, während man aktuell wieder mitten im Kampf um den Klassenerhalt steckt. Nach zwischenzeitlich sieben Niederlagen in Serie hatte sich Hombruch aber mit steigender Formkurve (seit sieben Spielen ungeschlagen) in die Winterpause verabschiedet, auch wenn man im letzten Spiel des Jahres gegen Titelkandidat FC Marl den Ausgleich in der siebten Minute der Nachspielzeit hinnehmen musste.
"In der Hinrunde sind viele Dinge gegen uns gelaufen", so Bouasker. "Wir haben eigentlich sechs Punkte zu wenig. In der Rückrunde wollen wir den Schwung aus den letzten Spielen mitnehmen und uns so früh wie möglich aus dem Abstiegskampf entfernen." Gelingen soll das unter anderem mit vier Spielern, die nach langwierigen Verletzungen im Frühjahr wieder zurückkehren sollen und für Bouasker daher als "gefühlte Neuzugänge" zählen. Dabei handelt es sich um Jonas Schneck (Kreuzbandriss), Björn Menneke (Haarriss im Mittelfuß), Alexander Schröder (Schienbeinkopfbruch) und Marcel Lengert (Sehnenriss im Oberschenkel). Auch auf Talente aus der eigenen U19, die sich Anfang Dezember für die DFB-Nachwuchsliga qualifizieren konnte und es dort, neben Mitaufsteiger SG Unterrath, mit den NLZ-Teams von Werder Bremen, Preußen Münster, Fortuna Düsseldorf, Alemannia Aachen, RW Essen und SV Meppen aufnehmen wird. "Wir sind stark daran interessiert, einige U19-Akteure in das Landesligateam zu integrieren", so Kiwall.