F: Negüzel
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Wiemelhausen und Wanne-Eickel bereit für Gipfeltreffen

"Angeschlagene Boxer" Resse und Bamenohl treffen aufeinander

Neben der Top-Begegnung des 15. Spieltages bieten auch die anderen Partien reichlich Brisanz: Während der Lüner SV und die Spielvereinigung Erkenschwick zum Verfolger-Duell antreten, bestreiten Kirchhörde und Hordel ein weiteres "Sechs-Punkte-Spiel" im Tabellenkeller. Der offiziell letzte Spieltag der Hinrunde in der Vorschau:

Viktoria Resse - SG Finnentrop-Bamenohl 12/27 (So 13:00)
Die SG Finnentrop-Bamenohl hat unter der Woche Fakten geschaffen und den Vertrag mit Trainer Ralf Behle verlängert. Auf der vereinseigenen Homepage heißt es: "Nur wenige Monate nach Aufnahme seiner Trainertätigkeit war seine positive Handschrift im taktischen und spielerischen Bereich unübersehbar. Ralf ist neben seinem fußballerischen Sachverstand vorbildlich motiviert und engagiert, sodass die weitere Zusammenarbeit im Prinzip nur Formsache war." Mit Planungssicherheit reist die SG am Sonntag also nach Gelsenkirchen, wo das Aufsteiger-Duell der beiden letztjährigen Landesliga-Meister steigt. Für beide gilt eindeutig das Motto "Verlieren verboten": Schlusslicht Resse kann mit einem Sieg bis auf einen Zähler zu Bamenohl aufschließen, während die Sauerländer über dem Strich bleiben wollen. Die Viktorianer waren letzte Woche in Neheim chancenlos, wollen nun aber an das positive Resultat vom Heimspiel gegen Hordel anknüpfen (2:0).




Kirchhörder SC - DJK TuS Hordel (So 14:30)
Der 2:0-Sieg der Bochumer gegen Wickede sollte Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben, doch nur zwei Tage später folgte ein bitterer Rückschlag für die Zajas-Truppe: Im Pokal-Derby gegen Wiemelhausen kassierte man eine herbe 0:5-Pleite. Priorität hat jedoch wieder die Westfalenliga, in der die DJK zumindest die Abstiegsränge verlassen hat. Dies könnte sich jedoch bei einem negativen Resultat gegen den direkten Konkurrenten aus Kirchhörde wieder ändern. Der KSC ist nur einen Punkt schwächer und somit in Schlagdistanz. Auch wenn der Tabellenvorletzte weiterhin im Tabellenkeller steckt, machen die vier Punkte aus den letzten drei Partien Mut. Trainer Lothar Huber wird beim Abstiegskrimi auf Sascha Rammel und Mohamed Yarhdi verzichten müssen. Die beiden Akteure sahen bei der 0:1-Niederlage in Lünen die gelb-rote Karte. "Die Partie gegen Hordel ist ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir müssen einen echten Kraftakt vollbringen, um zumindest nicht zu verlieren. In den nächsten Wochen kommt dann der eine oder andere Spieler zurück. sodass wir dann wieder mehr Alternativen haben", beschreibt der sportliche Leiter Jörg Mielers die momentan angespannte Personalsituation.




SpVgg Erkenschwick - Lüner SV (So 14:30)

Die Erkenschwicker wollen die eher magere Punkteausbeute nach Heimspielen verbessern. Mit lediglich fünf Punkten ist man das heimschwächste Team der Liga. Der knappe Sieg in Sinsen sorgte jedoch dafür, dass Platz vier verteidigt werden konnte. Der kommende Gegner aus Lünen liegt der Elf von Zouhair Allali jedoch im Nacken: Nur einen Zähler trennen beide Teams. Der LSV fährt mit eher gedämpften Erwartungen nach Erkenschwick. Ein Grund dafür ist, dass Trainer Mario Plechaty auf zwei gesperrte Spieler verzichten muss: Sowie Ersin Kusakci als auch Florian Juka sahen am letzten Spieltag in Kirchhörde die gelb-rote Karte und werden daher keine Alternative für das schwere Auswärtsspiel sein. "Es wird schwer, in Erkenschwick etwas mitzunehmen. Wir wollen trotzdem gut mitspielen, mit einem Punkt wäre ich aber schon sehr zufrieden", sagt der sportliche Leiter Hasan Kayabasi.


Concordia Wiemelhausen 08/10 e.V. - DSC Wanne-Eickel (So 14:30)
Wer holt sich die Herbstmeisterschaft? Ein besseres Ende für die Hinrunde hätte der Spielplan nicht auserkoren können. In beiden Lagern ist die Vorfreude auf das Kräftemessen grenzenlos. Das Wiemelhausener Selbstvertrauen wurde durch den 5:0-Sieg im Pokal gegen Hordel noch einmal befeuert. Angreifer Iliass Adinda-Ougba, der sich nach langer Verletzung ins Team zurückkämpfte, brillierte mit vier Treffern und ist daher selbstredend auch für Sonntag eine Option. Gleiches gilt für Luca Sundermann, dem gegen seinen alten Verein ebenfalls ein Treffer gelang. Christopher Schmidt, der letzte Woche noch verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, konnte wieder problemlos trainieren. "Wir freuen uns riesig auf das Spiel und hoffen natürlich auf viele Unterstützer. Die Jungs hätten sich das verdient", sagt der sportliche Leiter Uwe Gottschling. Druck verspüre seine Mannschaft in keinster Weise, angesichts der Ambitionen sei Wanne-Eickel eher gefordert, meint Gottschling. Doch auch DSC-Trainer Holger Floßbach übt sich im Vorfeld der Partie in Bescheidenheit: "Wiemelhausen ist ohne Zweifel ein Kandidat auf den Aufstieg. Sie haben eine sehr temporeiche und spielfreudige Mannschaft, die zurecht da oben steht. Wir müssen mit jedem Ergebnis rechnen, wären aber mit einem Punkt zufrieden." Angesichts der eher mageren letzten beiden Spielzeiten findet er nur lobende Worte über den bisherigen Saisonverlauf. "Die Entwicklung ist wirklich klasse, gerade die jungen Spieler wie Niklas Baf, Dzenan Pilica oder Josse Gerick können einmal zu echten Säulen werden." Leichte Fragezeichen für Sonntag stehen noch hinter den Einsätzen von Dawid Ginczek, Sven Preissing und Alexander Schlüter, die aufgrund von muskulären Problemen nur leicht trainierten. Besam Kasumi leidete unter der Woche unter Fieber und Schüttelfrost, auch hier muss Floßbach noch abwarten.




FC Iserlohn - SV Brackel 06 (So 14:30)
Einen guten Aspekt hatte die Spielabsage der Iserlohner gegen Holzwickede: Man konnte die Akkus nach dem kräftezährenden Pokal-Fight gegen die Sportfreunde Lotte wieder aufladen, um einem "brandgefährlichen Gegner", wie Iserlohns Co-Trainer Marco Nagel formuliert, Paroli bieten zu können. Gemeinsam mit Cheftrainer Christian Hampel beobachtete Nagel die letztwöchige Partie der Brackeler gegen Wiemelhausen und kam zum Entschluss: "Brackel hat besser Fußball gespielt als der Tabellenführer. Diese Mannschaft hat unten nichts verloren", stellt Nagel fest. Da der Rasenplatz auch für den kommenden Sonntag nicht bespielbar ist, wird in Oestrich auf Kunstrasen gespielt. Fest steht, dass "die Partie enorm wichtig ist. Für beide Mannschaften ist verlieren eigentlich verboten", beschreibt Iserlohns Co die Brisanz des Spiels. Mit einem Sieg könnte sich Brackel aus der Abstiegszone befreien und sogar Iserlohn hinter sich lassen.




Yunus Emre Genclik Hassel - Holzwickeder SC (So 14:30)
Hakan Karabal, Trainer von YEG, freut sich vor dem schweren Heimspiel gegen den HSC auf die Partie: "Holzwickede bleibt ein Topfavorit auf den Aufstieg. Ich denke, dass der Gegner mitspielen wird und sich nicht hinten reinstellt", so die Erwartung des Übungsleiters. Stürmer Arthur Fell wird am Sonntag fehlen. Die Gelsenkirchener sind für den Tabellendritten schwer auszurechnen. Trainer Axel Schmeing würdigt die Qualität des Gegners. "Wer in Erkenschwick und zuletzt in Finnentrop sechs Tore erzielt, der zählt ganz bestimmt nicht zu den Durchschnittsmannschaften in der Liga", sagt er. Verzichten muss Schmeing am Sonntag auf den rotgesperrten Sebastian Hahne, dafür kehren mit Justin Pfaff und Goalgetter Nico Berghorst zwei Spieler ins Aufgebot zurück. Auch wenn die Liga trotz des nun anstehenden Endes der Hinrunde noch nicht pausiert, kann der Übungsleiter bereits jetzt ein positives Zwischenfazit ziehen: "Wenn man bedenkt, welche personellen Nackenschläge wir gerade in jüngster Zeit zu verkraften hatten und verkraftet haben, kann man vor der Mannschaft nur den Hut ziehen."




BV Westfalia Wickede - SC Neheim (So 14:30)
Der beeindruckende Zwischenspurt des BV Westfalia Wickede fand am letzten Spieltag bei der 0:2-Niederlage in Hordel ein vorübergehendes Ende. Im nächsten Heimspiel gegen den Tabellensechsten will man den Wind aus den Vorwochen wieder mitnehmen und die Lücke zu den momentan auf vier Zählern enteilten Kickern von YEG Hassel schließen. Zudem ist da noch eine Rechnung aus der vergangenen Spielzeit offen: Am 30. Spieltag unterlag man den Neheimern beim 0:5 mehr als deutlich. Neheims Angreifer Gianluca Greco, der bei der besagten Begegnung doppelt traf, ist auch in der laufenden Saison mit neun Saisontoren der Topscorer seines Teams. Auf des Gegners Platz will es für die Mannschaft von Alexander Bruchhage noch nicht so richtig laufen: In sieben Auswärtspartien gelang erst ein Sieg.




SpVg. Olpe - TuS Nordvesta Sinsen (So 15:00)
"Die gute Ausgangslage aus den letzten Wochen haben wir verspielt. Der Verlierer dieser Begegnung muss ein Stück weit nach unten schauen", so Sinsens Trainer Sebastian Rasch. Obgleich die Punkteausbeute nach den letzten drei Niederlagen ernüchternd ist, waren die Leistungen der TuS alles andere als schlecht. Schlicht fehlendes Spielglück ist ein Grund dafür, dass man sich derzeit im grauen Mittelfeld wiederfindet. "Wir müssen jetzt aber zusehen, dass wir die nötigen Punkte einfahren und in Olpe wieder in die Spur finden. Die Aufgabe wird schwer genug", sagt Rasch, der den kommenden Gegner nicht anhand der Tabellensituation bewerten will. "Wir müssen ein sehr gutes Auswärtsspiel hinlegen, um etwas mitzunehmen. Ich sehe uns aber nicht chancenlos, wir haben wieder gut trainiert, der Kader ist gefüllt", gibt sich der Übungsleiter optimistisch. Patrick Goecke wird aufgrund seiner Rot-Sperre am Sonntag fehlen, der Kader sei jedoch gut genug aufgestellt, um dies zu kompensieren, meint Rasch.


Aufrufe: 017.11.2017, 12:22 Uhr
Sebastian EußemAutor

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