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Spielbericht

Holzheimer SG will sich wieder auf Sport fokussieren

Zum Jahresabschluss geht es für Holzheim in der Oberliga zum Tabellenzweiten nach Essen-Schonnebeck.

von RP / David Beineke · 12.12.2025, 16:00 Uhr · 0 Leser
Die Holzheimer SG will die Nebenschauplätze ausblenden.
Die Holzheimer SG will die Nebenschauplätze ausblenden. – Foto: Hubert Wilschrey

Die 0:1-Heimpleite am vergangenen Wochenende in der Oberliga gegen Mitaufsteiger BW Dingden hat richtig wehgetan. Klar, dass der überaus uninspirierte Auftritt der Holzheimer SG vor den eigenen Fans einer speziellen Nachbearbeitung bedurfte. Zumal er unter dem Einfluss überaus unerfreulicher Begleiterscheinungen zustande kam, nämlich der vor der Partie aufgekommenen Gerüchte um finanzielle Probleme des Vereins. Probleme, die von allen Verantwortlichen klar ins Reich der Märchen verwiesen wurden. Und daran hat sich auch vor dem letzten Spiel des Jahres am Samstag (16 Uhr) beim Tabellenzweiten SpVg Schonnebeck nichts geändert.

Mehrere Gründe für schwachen Auftritt

„Das geht mir mittlerweile alles ziemlich auf den Keks. Unter der Woche hat auch noch der Reviersport bei mir angerufen“, erklärt HSG-Coach Jesco Neumann, der nach der Partie gegen Dingden das Gespräch zu Kapitän und Mannschaftsrat gesucht hat. In der Analyse stellte sich heraus, dass die Gründe für den schwachen Heimauftritt in einer Mixtur aus mehreren Dingen lagen. Etwa eine Spielvorbereitung, bei der sich auf zu viele andere Dinge konzentriert wurde. Oder der Eindruck bei einigen Spielern, dass es gegen den Mitaufsteiger zu Hause schon irgendwie klappen werde sowie der eher ungewohnte Spieltag am Samstag. „Zudem haben wir in Mussspielen noch nie so gut abgeschnitten, seit ich hier bin“, sagt Jesco Neumann, der froh ist, dass er Zuspruch aus der Mannschaft erhalten hat und sich alle einig sind, es am Samstag besser machen zu wollen. „Zumal wir das Thema mit den Gerüchten nun endgültig abhaken und uns wieder voll auf den Sport fokussieren wollen.“

Voller Fokus wird in Schonnebeck nötig sein

Das ist allerdings auch zwingend nötig, um in dem Essener Stadtteil bestehen zu können. Die als Aufstiegsfavorit in die Saison gegangenen Schonnebecker stehen aktuell punktgleich (28) mit dem KFC Uerdingen auf Platz zwei, sechs Zähler hinter Primus Ratingen. Daraus leitet sich für Jesco Neumann auch ab, dass aus der nicht eingeplanten Niederlage gegen Dingden nicht automatisch die Pflicht erwächst, beim Trip ins Ruhrgebiet punkten zu müssen.

Selbst wenn das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz droht. „Vor einem halben Jahr hätte gegen so eine überragende Mannschaft keiner von uns etwas erwartet“, betont der HSG-Coach und ergänzt: „Alles, was wir von da mitnehmen, ist Bonus.“ Schließlich gebe es in der Rückrunde noch 17 Möglichkeiten, die nötigen Zähler zu sammeln.