2025-12-17T10:26:01.779Z

Allgemeines
Kjell Knaak (MTSV Hohenwestedt) im Spiel gegen Preußen Reinfeld.
Kjell Knaak (MTSV Hohenwestedt) im Spiel gegen Preußen Reinfeld. – Foto: Olaf Wegerich

Holstein Kiel II verpflichtet Torjäger Kjell Knaak

Transferhammer in der Flens-Oberliga

Transferhammer in der Flens-Oberliga: Top-Torjäger Kjell Knaak vom MTSV Hohenwestedt wechselt mit sofortiger Wirkung zum Regionalliga-Absteiger Holstein Kiel II. In der Torschützenliste der Oberliga Schleswig-Holstein liegt Knaak mit 13 Toren an zweitere Stelle hinter Morten Liebrt (15) vom SV Todesfelde.

„Eigentlich hatte ich nicht vor, schon in der Winterpause den Verein zu wechseln. Das hatte ich auch Dennis (Jera, Sportlicher Leiter beim MTSV, d. Red.) gegenüber so geäußert, aber angesprochen, dass es vielleicht im Sommer etwas werden könnte“, bestätigte der beidfüßige Angreifer gegenüber Youkick. Doch dann kam alles anders als ursprünglich geplant.

„Ich hatte fünf bis sechs Anfragen von Oberliga-Topvereinen, aber Holstein wollte mich sofort haben und hat mir ein passendes Angebot gemacht. Das ist für jeden Fußballer eine geile Chance und für mich die perfekte Lösung. Von meiner Wohnung bis zum Training sind es nur fünf Minuten, und ich kann mein Studium weiter im Auge behalten“, freut sich Knaak, der bei der Weihnachtsfeier des MTSV Hohenwestedt nicht nur als Spieler des Jahres lautstark gefeiert wurde, nun auf seine neue Mannschaft.

Emotionaler Abschied in Hohenwestedt

„Das war schon beeindruckend, wie ich von der Mannschaft mit Standing Ovations verabschiedet wurde. Keiner war mir wegen des Wechsels böse, und alle haben mir nur das Beste gewünscht. Das war schon etwas Besonderes. In Hohenwestedt hatte ich immer das Gefühl, mit zehn Freunden auf dem Platz zu stehen“, freute sich Knaak über den mehr als gelungenen Abschied.

Verständnis vom Trainer

Auch sein Trainer Arend Müller zeigt viel Verständnis für den Wechsel in die Landeshauptstadt: „Es freut mich sehr für Kjell, dass er die Chance hat, bei einem Profiverein zu spielen. Gleichzeitig können wir stolz darauf sein, dass wir Spielern die Möglichkeit geben, sich bei uns weiterzuentwickeln.“

Kjell Knaak (MTSV Hohenwestedt).
Kjell Knaak (MTSV Hohenwestedt). – Foto: Olaf Wegerich

Deutlich höheres Trainingspensum

Vor allem was den Trainingsumfang betrifft, wird sich für Knaak einiges ändern. „In Hohenwestedt haben wir dreimal in der Woche trainiert. Bei Holstein wird an fünf Tagen in der Woche trainiert, manchmal sogar zweimal am Tag“, so der gebürtige Aukruger, den künftig ein deutlich höheres Trainingspensum erwartet.

Fußball hat Priorität

Knaak, der seit Oktober 2025 Lehramt für Sport und Geographie studiert, wird künftig mehr denn je auf die Karte Fußball setzen. „Für mich hat Fußball jetzt erst einmal Priorität. Wir trainieren ja auch oft mittags, daher passt es dann meist nicht mit den Uni-Terminen.“

Klarer Aufstiegswunsch

Dass die Kieler Zweitvertretung nach dem überraschenden Abstieg im Sommer des vergangenen Jahres den ungeplanten Betriebsunfall allzu gerne korrigieren möchte, liegt auf der Hand. „Es ist ja kein Geheimnis, dass wir aufsteigen wollen. Aber ich kann mit Druck gut umgehen. Das bekomme ich hin“, ist Knaak zuversichtlich.

Entscheidende Spiele zum Jahresauftakt

Für den 22-Jährigen, der nach einer schweren Knieverletzung beim MTSV Hohenwestedt sportlich durchgestartet war und in 34 Ligaspielen stolze 27 Treffer erzielen konnte, geht es bereits in den ersten drei Meisterschaftsspielen des neuen Jahres um alles oder nichts: Zuhause gegen Meister Kilia Kiel (22. Februar) und Vizemeister Heider SV (1. März) sowie nur eine Woche später auswärts beim Tabellenführer SV Todesfelde (8. März).

Aufrufe: 05.1.2026, 12:19 Uhr
Olaf WegerichAutor