2025-12-03T05:51:34.672Z

Der Spieltag
Der Hollenbacher Martin Uhlemair (links) machte ein gutes Spiel, aber auch ihm fehlte im Abschluss das Glück. Deshalb nahm Tobias Schmölz mit dem 1. FC Sonthofen die Punkte mit ins Allgäu.
Der Hollenbacher Martin Uhlemair (links) machte ein gutes Spiel, aber auch ihm fehlte im Abschluss das Glück. Deshalb nahm Tobias Schmölz mit dem 1. FC Sonthofen die Punkte mit ins Allgäu. – Foto: Adrian Goldberg

Hollenbach geht kurz vor Schluss K. o.

Landesliga-Schlusslicht verliert gegen Sonthofen +++ Niso-Boys dürfen wieder jubeln +++ Weiteres Spektakel beim SV Cosmos Aystetten

Das Schlusslicht der Landesliga Südwest ist wieder leer ausgegangen. Gegen den 1. FC Sonthofen musste sich der TSV Hollenbach mit 0:1 beugen. Auch der SV Cosmos Aystetten hatte wenig Grund zur Freude, gegen den SV Manching gab es eine spektakuläre 3:6-Niederlage. Dagegen hat der Aufsteiger SG Niedersonthofen/Martinszell seinen Abwärtstrend gestoppt.

Bei der 0:1-Heimspielniederlage gegen den 1. FC Sonthofen konnte der TSV Hollenbach keine seiner beiden Negativserien beenden. Inzwischen fünfmal in Serie verloren und dabei immer ohne Treffer.
Beide Teams begannen zurückhaltend, wollten sichtlich erst einmal Sicherheit in das eigene Spiel bekommen. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Co-Trainer Fatih Cosar, der im Strafraum ein Zuspiel direkt abfasste, den Ball aber deutlich über das Gästetor schoss (20.). Sonthofen antwortete nur zwei Zeigerumdrehungen später. Sebastian Streit versuchte sich per Flachschuss von der Strafraumgrenze. Keeper Florian Hartmann parierte aber sicher. Viel mehr passierte im ersten Durchgang nicht mehr.
Im zweiten Durchgang schnupperte Hollenbach bei Versuchen von Martin Uhlemair oder Elias Ruisinger am Führungstreffer, von Sonthofen kam nur noch wenig. Als alles auf ein torloses Remis hindeutete, bekamen die Oberallgäuer eine Ecke zugesprochen. Bei der ließ die Hollenbacher Defensive Diar Blaku zu viel Raum. Blaku wusste diesen zu nutzen und köpfte zum 0:1 ein. (nzf) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Florian Garr (Wendelskirchen) - Zuschauer: 150
Tor: 0:1 Diar Blaku (88.)

Neun sieglose Spiele hatten an den Nerven der Niso-Boys gezehrt, umso größer war die Erleichterung. Gegen den TSV Rain durfte die SG Niedersonthofen/Martinszell einen 2:1-Erfolg feiern.
Als sich Maximilian Gebhart in der 23. Minute eine Zeitstrafe einhandelte, drohte der SG Ungemach. Aber nicht die Rainer drehten nun auf, sondern die Niso-Boys schlugen in Unterzahl doppelt zu. Mit einem Schuss von der Mittellinie überraschte Dennis Picknick Rains Keeper Niklas Gordy - 1:0. Und kurz darauf nutzte Simon Frasch einen Stellungsfehler bei den Blumenstädtern und legte das 2:0 nach.
Zwar steigerte sich Rain im zweiten Abschnitt etwas, trotzdem urteilte Spielertrainer Dominik Bobinger hinterher: „Das war eine absolut verdiente Niederlage, unsere Leistung war schlichtweg nicht gut genug. Wir waren zu keinem Zeitpunkt richtig auf dem Platz, haben alles vermissen lassen, was es für ein ordentliches Spiel braucht: Körpersprache, Aggressivität, Einsatzbereitschaft.“ Mehr als der Anschlusstreffer für Dennis Lechner war nicht mehr drin. In der Nachspielzeit handelte sich zudem der gerade erst genesene Etienne Perfetto für sein hartes Einsteigen gegen Simon Frasch einen Platzverweis ein. (rui, red) Lokalsport DW
Schiedsrichter: Ken Eichentopf (München) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Dennis Picknik (25.), 2:0 Simon Frasch (29.), 2:1 Dennis Lechner (62.)
Rote Karte: Etienne Perfetto (90.+3/TSV Rain/Lech)

Der FC Stätzling hatte beim FC Kempten zwar etwas Anlaufschwierigkeiten, doch das störte die Aufsteiger hinterher nicht mehr. Denn unterm Strich steht ein 3:1-Erfolg im Oberallgäu. Nach einer Viertelstunde kam der FCS auf und ging schließlich durch Alexander Seifert in Führung. Nach einer Flanke von Luis Lindermayr traf der Ex-Kemptener per Kopf.
Der FCS bot laut Sportdirektor Manfred Endraß sogar die beste Auswärtsleistung der Saison. Belohnt wurde die Darbietung mit der Vorentscheidung nach einer Stunde Spielzeit. Aus spitzem Winkel erzielte Seifert das 0:2. Der eingewechselte Paul Iffarth lief beim 0:3 alleine von der Mittellinie los und traf aus 16 Metern in den Torwinkel. Das Gegentor durch Marian Halder konnten die Stätzlinger am Ende leicht verschmerzen. (bidi) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Julian Perl (Pullach i. Isartal) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Alexander Seifert (25.), 0:2 Alexander Seifert (61.), 0:3 Paul Iffarth (80.), 1:3 Marian Halder (87.)

Ganz so recht wussten sie beim TSV Schwabmünchen das 0:0 beim TSV Dachau 1865 nicht einzuordnen. War es ein gewonnener, oder doch zwei verlorene Punkte? Letztendlich waren die Schwarz-Weißen zufrieden, denn es wäre mehr drin gewesen, aber auch weniger. Und mit Blick auf die Historie gegen die Oberbayern – der letzte Sieg gegen Dachau war 2019 - ist ein Punkt durchaus in Ordnung.
Dachaus Trainer Christian Doll verzichtete auf Torjäger John Haist und Ex-Profi Lorenz Knöferl, dafür setzten die Oberbayern auf Kampfstärke und Laufbereitschaft. Mit einer Viererkette und zwei Sechsern dicht davor machte Dachau die Räume eng. Ab und an wurdendie Oberbayern sogar selbst gefährlich. Als Doll dann Haist und Knöferl ins Spiel brachte, erhöhte sich der Druck auf das Schwabmünchner Tor. Doch der Spitzenreiter verteidigte die meiste Zeit geschickt. Am Ende stand somit eine durchaus gerechte Punkteteilung. (krup)'
Schiedsrichter: Moritz Breitruck (Oberhaching) - Zuschauer: 110

Die U21 des FC Memmingen hat das Allgäuer Duell beim VfB Durach deutlich mit 0:5 verloren. Durach waren schon früh durch Gregor Mürkl in Führung gegangen. Nicht einmal eine Zeigerumdrehung später hatte Kenan Bajramovic den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an VfB-Torhüter Julian Methfessel. Auf der anderen Seite kratzte Linus Jarsch nach einer Viertelstunde einen Schuss gerade noch von der Linie.
Die jungen Memminger fanden danach besser ins Spiel, aber ein Tor wollte nicht gelingen. Allein Marvin Lang hatte drei gute Gelegenheiten. Erst zielte er am langen Pfosten vorbei (22.) und zweimal schoss er freistehend über den Kasten (34./35.). Durach antwortete mit dem 2:0 durch Tobias Seger noch vor der Pause. Die zweite Hälfte verlief eigentlich chancenarm. Mit dem 3:0 durch Seger war der Memminger Widerstand gebrochen. Erneut Mürkl und Marco Faller, der die ersten drei Treffer vorgelegt hatte, schraubten das Ergebnis noch auf 5:0. FCM-Keeper Benjamin Frick hatte sich offenbar bereits beim zweiten Gegentreffer verletzt, hielt aber zunächst durch, konnte aber wegen Schmerzen am Schluss nicht mehr auftreten. (ass)
Schiedsrichter: Florian Böhm (Wolfratshausen) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Gregor Mürkl (8.), 2:0 Tobias Seger (42.), 3:0 Tobias Seger (78.), 4:0 Gregor Mürkl (83.), 5:0 Marco Faller (85.)

Jetzt hat es auch mal wieder in der Fremde geklappt: Das 2:0 des FV Illertissen II beim TSV Jetzendorf war erst der dritte Auswärtssieg in dieser Saison. In einem guten Spiel schafften es beide Teams zunächst nicht, sich vor dem gegnerischen Tor entscheidend durchzusetzen. Eine nennenswerte Aktion verbuchte der FVI in Person von Leonard Kasper für sich, nach einem Solo über das halbe Spielfeld zielte er jedoch zu ungenau (33.).
In Halbzeit zwei blieb das Duell intensiv. Illertissen überstand eine Druckphase des TSV und kam durch Max Merkel zum 0:1. „Dann hatten wir das Spiel im Griff“, sagte FVI-Trainer Herbert Sailer. Max Bock hatte beim Tor zum 2:0 mit seinem Versuch zunächst nur die Unterkante der Latte getroffen. Den Abpraller verwandelte Finn Annabring per Kopf. „Das war bisher unsere beste Auswärtsleistung“, freute sich Sailer. (jürs) Lokalsport IZ
Schiedsrichter: Michael Hagl (Bergen) - Zuschauer: 180
Tore: 0:1 Maximilian Merkel (67.), 0:2 Finn Annabring (76.)

Vier Tore musste Hardy Noack, der eigentlich ein Feldspieler ist, als Interimstorhüter des SV Cosmos Aystetten hinnehmen. Arlind Qarri (rechts) konnte diese gegen Manching nicht verhindern.
Vier Tore musste Hardy Noack, der eigentlich ein Feldspieler ist, als Interimstorhüter des SV Cosmos Aystetten hinnehmen. Arlind Qarri (rechts) konnte diese gegen Manching nicht verhindern. – Foto: Oliver Reiser

Null Punkte, sechs Gegentore, zwei weitere Verletzungen - beim SV Cosmos Aystetten reißen derzeit die Hiobsbotschaften nicht ab. Gegen den SV Manching setzte eine spektakuläre 3:6-Heimniederlage.
Den ersten Nackenschlag gab es bereits vor dem Spiel, als sich Torhüter Daniel Mrozek krank abmelden musste. Für ihn stand Niklas Frank als Ersatz parat, der sich aber unmittelbar vor dem Pausenpfiff nach einem Zusammenprall eine Platzwunde am Kopf zuzog. Für ihn stand nach der Pause mit Hardy Noack ein Feldspieler zwischen die Pfosten.
Die ersten beiden Treffer 1 hatte noch Frank hinnehmen müssen, als nach einer unübersichtlichen Situation Dzenis Seferovic zum 0:1 einnetzte und Sebastian Graßl kurz vor der Pause zum 0:2 vollendete. Aystetten steckte nicht auf und kam zwei Minuten später zum Anschlusstreffer durch Sebastian Kempf. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff wurde es dann spektakulär. Innerhalb von zwei Minuten war nämlich das Spiel gedreht. Marcel Burda und Dejan Durasinovic sorgten für die Aystetter Führung.
Die Manchinger wachten nun auf. Interims-Torhüter Hardy Noack musste sich beim 3:3 durch Fabian Neumayer erstmals geschlagen geben. Als Durasinov und Makowski die Aystetter Konterchancen nicht nutzen konnten, nahm das Schicksal seinen Lauf. Rainer Meisinger traf zweimal aus der Distanz (71. und 83.), den deprimierenden 3:6-Endstand besorgte Fabian Neumayer unter starker Beteiligung von Aystettens Arlind Qarri. (oli) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Marijo Kraljic (Wörnsmühl) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Dzenis Seferovic (10.), 0:2 Sebastian Graßl (41.), 1:2 Sebastian Kempf (43.), 2:2 Marcel Burda (46.), 3:2 Dejan Durašinović (48.), 3:3 Fabian Neumayer (65.), 3:4 Rainer Meisinger (71.), 3:5 Rainer Meisinger (83.), 3:6 Fabian Neumayer (89.)

Den zweiten Auswärtssieg innerhalb von fünf Tagen landete der TSV Aindling mit dem 3:1 beim SC Oberweikertshofen. „Das war ein Arbeitssieg. Jetzt haben wir etwas Luft nach unten“, atmete TSv-Trainer Florian Fischer mit Blick auf die Tabelle auf.
Für die Aindlinger Führung hatte Laurin Völlmerk per Elfmeter gesorgt, nachdem der Stürmer zuvor im Strafraum gefoult worden war. Wenig später eine Schrecksekunde für Aindling, als Maximilian Schuch einen Lattenschuss verzeichnete. Die dickste Chance in der Partie versiebte Völlmerk, als er die Kugel über den Kasten beförderte.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Ibrahim Neziri aus zwölf Metern nach einer Vorlage von Völlmerk. Fabian Willibald ließ nach seinem Anschlusstreffer den SCO für einige Minuten auf eine Wende hoffen. Daraus wurde aber nichts, weil in der Nachspielzeit der eingewechselte Luca Gießer gegen eine entblößte Oberweikertshofer Defensive sein erstes Tor im TSV-Trikot erzielte. (jeb) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Stefan Dorfner (Falkenfels) - Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Laurin Völlmerk (6./Foulelfmeter), 0:2 Ibrahim Neziri (75.), 1:2 Fabian Willibald (82.), 1:3 Luca Gießer (90.+3)

Ein dickes Ausrufezeichen im Abstiegskampf hat der FC Ehekirchen gesetzt. Gegen den FSV Pfaffenhofen gelang ein etwas überraschender, aber verdienter 3:1-Erfolg. Die Fans bekamen von Anfang an einen offenen Schlagabtausch geboten. Nach 20 Minuten zog Pfaffenhofens Michael Senger ab, FCE-Schlussmann Moritz Maiershofer konnte den Ball zwar noch an die Latte lenken, gegen den Kopfball von Gabriel Hasenbichler war er aber machtlos - 0:1. Ehekirchen ließ sich davon nicht verunsichern. Fast im Gegenzug glich Nicolas Ledl per Kopf schon wieder aus.
Zwischendurch musste Torhüter Maiershofer einen erneuten FCE-Rückstand verhindern, dann aber waren die Ehekircher am Zug. Christoph Hollinger bereitete erst das 2:1 von Leon Lauber vor und traf dann selbst zum 3:1. Im Anschluss machte Ehekirchen hinten dicht und verteidigte den Vorsprung. (mb/AZ) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Jonathan Lorenz (Heroldsbach) - Zuschauer: 300
Tore: 0:1 Gabriel Hasenbichler (22.), 1:1 Nicolas Ledl (25.), 2:1 Leon Lauber (77.), 3:1 Christoph Hollinger (79.)
Gelb-Rot: Nicolas Ledl (87./FC Ehekirchen)

Aufrufe: 019.10.2025, 20:10 Uhr
Walter BruggerAutor