
Blau-Weiss Hollage will nach der Aufarbeitung des Atlas-Spiels zuhause wieder überzeugen. Scharmbeckstotel setzt auf defensive Stabilität gegen die torhungrigste Mannschaft der Liga.
Am kommenden Sonntag steht in der Frauen-Oberliga Niedersachsen West das Duell zwischen Blau-Weiss Hollage und dem ATSV Scharmbeckstotel auf dem Programm. Die Ausgangslage ist klar: Hollage stellt mit 21 Treffern in acht Spielen die torgefährlichste Offensive der Liga und rangiert mit 13 Punkten im oberen Mittelfeld, während Scharmbeckstotel mit nur einem Zähler am Tabellenende steht.
Für Hollage lag der Fokus in der Vorbereitung auf einer klaren Analyse. Co-Trainer Alexander Helm erklärte: „Wir haben Anfang der Woche erst einmal das für uns doch recht unbefriedigende Spiel gegen Atlas Delmenhorst aufgearbeitet. Wir haben Gründe und Ursachen herausgearbeitet für diese zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten und sind auch mit uns teilweise sehr hart ins Gericht gegangen.“ Danach habe der Blick konsequent auf den kommenden Gegner gerichtet: „Wir sind davon überzeugt, dass wir, wenn wir unser Spiel wieder auf den Platz bekommen – gerade zuhause –, schon als klarer Favorit in die Partie gehen. So ehrlich müssen wir sein. Nichtsdestotrotz werden wir den Gegner nicht unterschätzen. Wir werden an die 100 Prozent gehen und sind überzeugt, dass wir dieses Spiel zu unseren Gunsten entscheiden können.“
Auch personell sind die Voraussetzungen nahezu optimal. „Ansonsten können wir am Sonntag mehr oder weniger tatsächlich bis auf ein beziehungsweise zwei Ausnahmen aus den Vollen schöpfen“, betonte Helm.
Der Gegner aus Scharmbeckstotel setzt hingegen auf defensive Stabilität. Trainer Axel Wilckens machte deutlich: „Am Sonntag spielen wir gegen die Mannschaft mit den aktuell meisten geschossenen Toren. Insofern werden wir versuchen, hochkonzentriert in der Defensive zu agieren. Zudem werden wir weiter versuchen, auch mehr offensiv wirksam zu werden.“
Für Hollage geht es darum, den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren. Scharmbeckstotel hingegen braucht dringend Punkte, um sich im Tabellenkeller etwas Luft zu verschaffen. Unterschiedliche Ausgangslagen, klare Marschrouten – die Partie verspricht trotz der Tabellenkonstellation Spannung.