
Der TSV Berg steht vor einem besonderen Heimspiel im WFV-Pokal. Am morgigen Dienstag, 18. August, empfängt der Verbandsligist um 18.30 Uhr den SSV Ulm 1846 Fußball aus der Regionalliga Südwest in der dritten Runde. Für Berg ist es ein Duell mit einem höherklassigen Gegner, der sportlich eine erhebliche Aufgabe darstellt. Zugleich bietet die Partie die Möglichkeit, vor eigener Kulisse die Grenzen auszuloten.
Trainer Oliver Ofentausek geht mit Vorfreude in diese Begegnung. Der TSV hatte bereits Anfang Juli in einem Testspiel gegen den SSV Ulm gespielt. Damals gewann Ulm mit 4:1. Nun folgt das Pflichtspiel im Pokal, unter anderen Voraussetzungen und mit einem klaren Ziel: Berg will dem Favoriten das Spiel so schwer wie möglich machen.
Auftakt mit Punktgewinn
In der Verbandsliga Württemberg ist der TSV Berg mit einem 1:1 gegen die Sportfreunde Schwäbisch Hall gestartet. Ofentausek war mit diesem Auftritt größtenteils zurfrieden. „Wir haben gegen einen guten Gegner ein mehr als verdienten Punkt geholt. Auch wenn es an dem Tag extrem heiß war, hätte ich mir mehr Intensität gegen und mit dem Ball gewünscht, vor allem in der ersten Halbzeit.“
Gerade vor dem Pokalspiel gegen Ulm dürfte dieser Aspekt wichtig werden. Gegen einen Regionalligisten wird der TSV weniger Ballbesitzphasen bekommen und in vielen Momenten gegen den Ball gefordert sein.
Vorfreude auf die Kulisse
Die Partie gegen den SSV Ulm ist für Berg auch ein Spiel, das über den sportlichen Rahmen eines gewöhnlichen Pflichtspiels hinausgeht. Ofentausek formuliert die Erwartung deutlich. „Wir freuen uns sehr, dass wir uns erneut gegen den SSV Ulm messen dürfen. Und hoffen auf eine tolle Kulisse, die uns puschen und nach vorne treiben wird, so dass wir dem SSV Ulm das Leben so schwer wie möglich machen.“ Der Heimvorteil soll dabei eine Rolle spielen.
Das Testspiel Anfang Juli dient dem Trainer als Bezugspunkt, auch wenn beide Mannschaften damals noch am Anfang ihrer Vorbereitung standen. „Wir hatten zu dem Zeitpunkt erst zwei Trainingseinheiten absolviert und der SSV Ulm war auch erst 1 Woche im Training. Dafür würde ich sagen, hatten die Zuschauer an dem Tag ein sehr gutes Spiel von beiden Seiten gesehen. Was wir sicherlich besser machen müssen, ist unsere Chancen, die wir sicher wieder haben werden, besser nutzen. Wir hätten in dem Spiel 2 Tore mehr machen müssen.“
Leidensbereitschaft als Voraussetzung
Schon in der Saison 2023/2024 traf der TSV Berg im WFV-Pokal auf den SSV Ulm. Damals war in der zweiten Runde nach einem 0:2 Schluss. Diesmal will Berg die Begegnung länger offenhalten. Ofentausek beschreibt dafür die Bedingungen. „Gegen so einen Gegner musst du an dem Tag eine hohe Leidensbereitschaft und Widerstandsfähigkeit haben, sehr wenig zulassen, hohe Aggressivität an den Boxen haben und Zweikämpfe über den ganze Platz führen, dann ist alles möglich.“
Gute personelle Lage
Vor dem Spiel hat der Trainer gute Nachrichten. „Personell sind wir gut besetzt, eigentlich so gut wie noch nie bei so einem Spiel, was mich sehr freut.“ Für einen Außenseiter ist das ein wichtiger Faktor
Auch organisatorisch ist das Spiel für den Verein mit erheblichem Aufwand verbunden. Ofentausek hob dabei die Arbeit im Hintergrund hervor. „Natürlich ist das Spiel drumherum ein großer Aufwand, dass alles zu organisieren und da gebührt unserer Tanja Thomas ein mega großer Dank. Sie tut alles dafür, dass die Zuschauer und Spieler ein Highlight erleben können.“
Für den TSV Berg wird der Dienstagabend damit zu einem frühen Höhepunkt der Saison. Die Rollen sind klar verteilt, doch gerade im Pokal liegt darin der Reiz. Berg kommt aus einem ordentlichen Ligastart, dagegen steht der SSV nach zwei Spielen in der Regionalliga Südwest noch immer ohne Punkt da. Ob daraus eine Überraschung werden kann, hängt davon ab, wie lange der Verbandsligist seine Widerstandskraft mit eigener Entschlossenheit verbinden kann.