
In den letzten Jahren gab es viel Umbruch beim FC Vilshofen und der einstige Drittligist ist mittlerweile in der Kreisklasse angekommen und hat dort als Tabellensiebter ebenfalls keinen einfachen Stand. Um aus Sicht des Vereins die Entwicklung weiter voranzutreiben, ist nun ein wichtiger Baustein geklärt. Auch in der Saison 2026/2027 wird Elias Höng Cheftrainer bleiben, unterstützt durch Tino Höng als Co-Trainer auf der Seitenlinie.
"Wir freuen uns sehr, dass wir auf der Kommandobrücke frühzeitig Klarheit für die neue Saison haben. Auch im nächsten Jahr werden Elias und Tino unsere Trainer sein. Das freut uns sehr, weil die Zusammenarbeit wirklich gut läuft und wir volles Vertrauen haben. Jetzt können wir konkret in die Planung gehen und die Trainerfrage beantworten, wenn wir mit Spielern sprechen", sagt der sportliche Leiter Marco Wellner. "Wir haben die Pause um den Jahreswechsel genutzt, um uns über unsere gegenseitigen Pläne auszutauschen. Für mich war klar, dass ich gerne hier weitermachen würde, da die Arbeit mit der Mannschaft richtig Spaß macht und die Abstimmung mit der sportlichen Leitung sehr gut klappt. Ich sehe hier ein riesiges Potenzial und spüre auch noch immer die Schlagkraft die der FC Vilshofen auf den regionalen Fußballplätzen hat. Als dann von Seiten des Vereins auch signalisiert wurde, man möchte weiter mit uns zusammenarbeiten, war die Verlängerung schnell besiegelt", berichtet Elias Höng.
Nachdem der Abstieg im letzten Sommer verdaut war, musste ein gewisser Neuanfang gestartet werden. Dieser kam dann letztendlich gleich ins Stocken, da sich einige Leistungsträger teils schwer verletzten. Darunter auch der Spielertrainer Elias Höng, der sich eine schwerwiegende Knieverletzung zuzog und durch die Operation mit anschließender Reha einige Wochen handlungsunfähig war. "Einen riesigen Dank an meinem Vater Tino, der während meiner Verletzungsphase alle Trainingseinheiten übernehmen musste und die Mannschaft zu jedem Spiel richtig gut eingestellt hat", so Elias Höng.
Doch nicht nur der Trainer selbst, auch weitere Leistungsträger hatten mit Verletzungspech zu kämpfen. Sein Bruder Samuel Höng hat ebenfalls aus der Vorbereitung eine Verletzung im muskulären Bereich davongetragen, die zwar nicht so schlimm schien, ihn aber dennoch die ganze Vorrunde immer wieder ausbremste. Von seinen Qualitäten ist der Verein weiter überzeugt. Die Hallensaison hat dann auch nochmal ihre Schattenseiten gezeigt. Der im Herbst noch mit einer soliden Leistung spielende Samuel Sterr hat sich einen komplexen Bruch im Unterschenkel zugezogen und musste mehrfach operiert werden. Aktuell ziert ein Fixateur externa sein linkes Bein und eine weitere OP steht an. "Samuel hat es wirklich schwer erwischt, was mir ganz persönlich für ihn leid tut. Wir gehen Stand jetzt nicht davon aus, dass er heuer das Training wieder aufnehmen kann. Jetzt wünschen wir ihm erstmal alles Gute und einen komplikationslosen Heilungsverlauf", sagt Marco Wellner.
Als weiterer Grund für die Verlängerung nennt das Trainerteam die guten Rahmenbedingungen beim FC Vilshofen: "Das neue Stadion ist super, es stehen zwei gute Trainingsplätze zur Verfügung und wir können den Kunstrasenplatz in Schweiklberg nutzen. Zudem wurde jetzt auch noch ein Kamerasystem angeschafft, das uns bei der Analyse und Weiterentwicklung der Spieler unterstützt."
Der Blick in die Zukunft gerichtet
"Durch meine Verletzung konnte ich meine Ideen und Vorstellungen noch nicht soweit umsetzen, wie ich mir das bei Amtsantritt gewünscht hätte. Wir haben aber dennoch ein gutes Fundament geschaffen, das wir jetzt weiter ausbauen müssen. Mir ist wichtig, dass wir weiter seriös arbeiten, keine verrückten Sachen machen, Transfers gezielt angehen, die Mannschaft zusammenhalten und auf die eigene Jugend bauen. Gerade an der Abstimmung auf dem Platz und an einem klaren taktischen Verhalten müssen wir noch arbeiten. Wir sind einfach noch nicht gut eingespielt. Jetzt werden wir uns in der Wintervorbereitung aber erstmal die notwendige Fitness in die Beine trainieren, damit wir über die gesamte Spieldauer unser Spiel aufziehen können. Wir haben schon sehr intensive Tage hinter uns und alle haben gut mitgezogen", lässt Elias Höng wissen.