2026-04-03T19:57:16.526Z

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Hönebach hadert – Niederaula rettet spät ein Remis

Nachholspiele der Gruppenliga Fulda

von red · Gestern, 21:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Foto Schwalm-Eder Amateurfussb

Der Ostermontag hat den nordhessischen Teams in der Gruppenliga Fulda nur bedingt geholfen. Während sich die SG Niederaula/Kerspenhausen in der Schlussphase wenigstens noch einen Punkt sicherte und der ESV Hönebach nach einer überlegen geführten Partie über zwei verlorene Zähler klagen musste, blieb die SG Neuenstein gegen Spitzenreiter SG Bronnzell erneut ohne Ertrag.

Trotz klarer Vorteile nur ein Punkt

Am meisten dürfte sich der ESV Hönebach über dieses 0:0 ärgern. Nach drei Siegen in Serie bot sich gegen die FSG Vogelsberg die Chance, den Lauf fortzusetzen und im Abstiegskampf weiter Boden gutzumachen. Stattdessen blieb es bei einer torlosen Nullnummer, obwohl die Mannschaft von Olaf Gabriel vor allem nach der Pause klar den Ton angab.

Schon in der Anfangsphase war erkennbar, dass Hönebach den Schwung der vergangenen Wochen mitnehmen wollte. Kilian Krüger prüfte den Gäste-Keeper früh, ein Freistoß von Tom Lindemann strich wenig später knapp über die Latte. Doch im letzten Drittel fehlte dem ESV häufig die Präzision, immer wieder verhinderten ungenaue Anspiele oder ein gegnerisches Bein den sauberen Abschluss. Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der Gastgeber noch größer. Adrian Bohle leitete zwei gute Szenen ein, Lindemann traf mit einem Kopfball den Pfosten, und auch in der Nachspielzeit lag die Führung noch in der Luft.

Dass es am Ende trotzdem nicht zum vierten Sieg in Folge reichte, war aus Hönebacher Sicht vor allem eine Frage der Chancenverwertung. Die Defensive stand sicher, Vogelsberg kam nur sporadisch zu Entlastungsangriffen, doch vorne blieb das Tor wie vernagelt. So musste sich Hönebach mit einem Punkt begnügen, der nach dem Spielverlauf eher wie ein Rückschlag wirkte.

Moral bewiesen trotz Rückschlag

Die SG Niederaula/Kerspenhausen verhinderte gegen den SV Großenlüder immerhin eine Heimniederlage. Beim 1:1 gerieten die Gastgeber früh in Rückstand und mussten zudem kurz vor der Pause einen weiteren Nackenschlag verkraften, als Nils Wenzel vom Elfmeterpunkt an Constantin Jökel scheiterte.

Vieles sprach in dieser Phase für einen gebrauchten Nachmittag, zumal die Partie über weite Strecken wenig Spektakuläres bot. Doch Niederaula blieb im Spiel und belohnte sich spät für den betriebenen Aufwand. Moritz Ickler behielt in der 82. Minute im Gewühl die Übersicht und traf zum verdienten Ausgleich. Damit rettete die Mannschaft von Ernest Veapi zumindest einen Zähler und bestätigte einmal mehr, dass sie sich gerade in engen Spielen nicht so leicht abschütteln lässt.

Im Tabellenbild hilft das Remis nur begrenzt, weil der ganz große Befreiungsschlag ausblieb. Dennoch dürfte der späte Punktgewinn für den Aufsteiger von Wert sein, weil er im unteren Mittelfeld weiter jeden kleinen Schritt mitnehmen muss.

Keine Überraschung

Für die SG Neuenstein blieb die schwere Heimaufgabe gegen Tabellenführer SG Bronnzell ohne Happy End. Beim 0:2 wurde die Rollenverteilung früh sichtbar, weil die Gäste ihre individuelle Qualität schon in der ersten halben Stunde in zwei Tore ummünzten.

Zunächst traf Marian Elia Weber mit einem sehenswerten Schuss aus 20 Metern in den Winkel, dann legte Marek Weber per Direktabnahme nach. Damit war die Partie früh in die Richtung gelenkt, die viele erwartet hatten. Neuenstein bemühte sich zwar, das Spiel danach geordneter zu gestalten, fand offensiv aber kaum Mittel, um Bronnzell ernsthaft unter Druck zu setzen oder dem Spiel noch einmal eine Wendung zu geben.

So blieb dem Tabellenletzten nur die Erkenntnis, dass gegen den Ligaprimus an diesem Tag nichts zu holen war. Die Hypothek im Abstiegskampf wird damit weiter größer, zumal Bronnzell seinen Vorsprung an der Spitze nun weiter ausbauen konnte.