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Spielbericht

Hoch und weit bringt Sicherheit

Über weite Strecken war die Überschrift die Spielphilosophie der beiden Mannschaften beim Duell zwischen dem 1. FC Sonneberg 2004 und dem FSV 06 Ohratal.

von André Hofmann · 01.04.2025, 11:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: R.Frank

Deshalb sahen die Zuschauer ein recht schwaches Landesklassenspiel. Und auch vielversprechende Möglichkeiten gab es auf beiden Seiten wenige. Die Gäste aus Ohratal hatten noch die besseren Chancen. Sie hätten beim Seitenwechsel bereits führen müssen. Zum Auswärtssieg brauchte Ohrdruf auch die Schützenhilfe der Spielzeugstädter.

Beide Teams hatten enorme Aufstellungsprobleme. Bei den Platzhirschen fehlten Abwehrorganisator Florian Scheidemann (Urlaub) und Mittelfeldakteur Frederic Leis (privat verhindert). Paul Krüger stand mit Krücken draußen. Zunächst musste die Viererkette neu aufgestellt werden. Hannes Schreck spielte mit einer gebrochenen Rippe. Mit Schmerzen ging es bei ihm auch nur gut eine Stunde. Philipp Wittmann muss insgesamt drei Begegnungen wegen seiner Spielsperre zuschauen. Er wäre dann in 14 Tagen im Derby gegen Steinach wieder dabei. Im Tor der Sonneberger stand erstmals Boris Stoychev. Der Winterneuzugang aus Lichtenfels hatte sich durch gute Trainingsleistungen angeboten. Er spielte mit einem blauen Swieter und der Nummer 22 auf dem Rücken. Stammkeeper Lukas Heß hatte auch etwas Rücken. Zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in der Landesklasse kam der erst 17-jährige Trainersohn Laurenz Benn. Und ob dies nicht schon genug Sorgenfalten beim Trainer Roberto Benn auslösten. Schon früh hatte sich Linksverteidiger Max Pröschold einen Nerv eingeklemmt. Nicolae Apostol humpelte und FC-Kapitän Lance Hertel lag verletzt am Boden. Der Trainer musste dann im Spiel auch noch drei Mal verletzungsbedingt wechseln.Die Gäste mussten ohne die beiden gelbrot gesperrten ganz wichtigen Mittelfeldakteure Akteure Maximilian Hill und Niklas Besse auskommen. Auf der Ersatzbank saßen neben dem 31-jährigen Julian Senf, dem 18-jährige Nils Rabitz noch drei Alte-Herren-Kicker.

Bei den Gastgebern gab es im ersten Durchgang zwei Torannäherungen. Nach den Eingaben von Lance Hertel fand sich aber kein Abnehmer. Hier waren die Gäste echt gefährlicher. Nach 20 Minuten hatten sie ein Überzahlspiel. Alexander Zengerling schloss frei vor dem Torwart aufs Tor. Goalgetter Boris Stoychev konnte den Ball gerade noch abwehren, aber genau vor die Füße von Connor Nagel. Doch der 19-Jährige setzte doch tatsächlich das Leder fünf Meter vor dem leeren Kasten den Torschuss am 7,32 Meter breiten Tor vorbei. Und auch nach 36 Minuten hatte Sonneberg Glück. Nach einem Freistoßball nahe dem Mittelkreis löffelte Abwehrchef Maximilan Zeitz, der für den ruhenden Ball mit nach vorne gekommen war, das Leder an die Querlatte.

Die Gäste merkten beim Pausengang: Hier geht heute was! Deshalb wagten sie sich nach dem Pausentee auch immer wieder in die Offensive. Wenn es für Sonneberg einmal gefährlich wurde, waren es die Einzelaktionen von Louis Göhring. Dies war zu wenig und diese brachten letztendlich auch nichts ein. Der Freistoß von Lance Hertel in die zweite Etage und das Luftloch beim Schuss von Robin Fischer nach einer Stunde waren nicht einmal ein Strohfeuer. Ganz zum Schluss war es noch ein Freistoß von Colin Röhlig, den Gästekeeper Pascal Böhm per Flugeinlage entschärfte. Da lagen die Gastgeber aber schon hinten. Alex Zengerling besorgte den Siegtreffer. Keeper Boris Stoychev ließ einen Ball nach vorne abprallen und der Mann mit der Nummer 28 hämmerte das Leder aus Nahdistanz in die Maschen.