
Gießen/Eddersheim. Der FC Eddersheim hat den Sprung an die Tabellenspitze der Hessenliga verpasst. Mit 0:2 musste sich die Staustufenelf beim FC Gießen geschlagen geben. Halil Ibrahim Yilmaz, der in dieser Spielzeit bereits 23 Treffer erzielen konnte, ist für die deutsche Kleinfeldnationalmannschaft nominiert und stand dem Hessenligisten deshalb nicht zur Verfügung.
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Für den Torjäger setzte Trainer Carsten Weber auf Laurin Vogt in der Sturmspitze. "Wir sind gut ins Spiel reingekommen und hatten durch Cem Kara direkt zu Beginn einen guten Abschluss, gehen dann aber unglücklich in Rückstand", sagt Weber. In der elften Minute brachte Hassan El Chaabi den FC Gießen in Führung. Einen langen Ball schätzte Jörg Finger falsch ein, sodass die Gießener vor FCE-Keeper Felix Koob leichtes Spiel hatten und in Führung gehen konnten.
In der ersten halben Stunden sah Weber eine aktive Staustufenelf, die viel über den Flügel spielte aber die Chancen nicht verarbeiten konnte. "Wir waren spielbestimmend, hatten mehr Ballbesitz und haben im Offensivspiel immer gute Lösungen gefunden", lobt Weber trotz des Rückstandes. Anschließend ließ der FCE allerdings nach und spielte die Offensivaktionen nicht mehr sauber aus. "In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit haben wir die Struktur verloren und uns nicht mehr an den Plan gehalten." So musste Eddersheim mit einem Rückstand in die Pause gehen.
"Tabelle spielt für uns keine Rolle"
Mit dem zweiten Abschnitt ist Weber nicht zufrieden: "Das war nach dem Seitenwechsel einfach zu wenig. Wir haben viel zu wenige Lösungen gefunden und kamen dadurch nicht mehr zu den großen Chancen, haben trotzdem immer etwas Gefahr ausgeübt" Nach einer knappen Stunde erhöhte der FC Gießen dann in Person von Mirco Geisler die Führung (62.) und sorgte somit für die Vorentscheidung. "Am Ende war es kein gutes Spiel von uns und der Sieg geht in Ordnung", gibt Weber zu.
Durch die Niederlage verpasst der FCE den Sprung an die Tabellenspitze, da die Reserve von Eintracht Frankfurt erst nächstes Wochenende wieder spielt. "Die Jungs sind natürlich unzufrieden, weil wir die Spitze gerne übernommen hätten", sagt Weber, für den die Platzierung dennoch zweitrangig ist. "Wir schauen auf uns und da spielt die Tabelle erstmal keine Rolle." Aufbauen muss er seine Mannschaft nicht großartig. Kommendes Wochenende steht gegen Waldgirmes ein Heimspiel an. "Wir werden die Schlüsse aus dem Spiel ziehen und nächste Woche selbstbewusst und mit breiter Brust ins Spiel gehen."