2026-04-09T03:39:01.720Z

Allgemeines

Hiobsbotschaft für den TSV Gau-Odernheim

1. FC Kaiserslautern II, FK Pirmasens und dazwischen Cosmos Koblenz: Die Englische Woche, vor der die Gau-Odernheimer Fußballer stehen, hat es in sich +++ Und das ausgerechnet ohne den Abwehrchef und Kapitän - bis zum Saisonende

von Torben Schröder · Heute, 18:00 Uhr · 0 Leser
Im Hinspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II war Jakob Friedrich (Zweiter von links) einer der besten Gau-Odernheimer. Im Rückspiel fehlt der Abwehrchef verletzungsbedingt.    Archivfoto: Axel Schmitz/pakalski-press
Im Hinspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II war Jakob Friedrich (Zweiter von links) einer der besten Gau-Odernheimer. Im Rückspiel fehlt der Abwehrchef verletzungsbedingt. Archivfoto: Axel Schmitz/pakalski-press

Gau-Odernheim. Die Katastrophe ist eingetreten. Jakob Friedrich hat sich das Syndesmoseband gerissen. Damit müssen die Oberliga-Fußballer des TSV Gau-Odernheim den Klassenerhalt ohne ihren Kapitän und Abwehrchef packen.

Die Nachricht, die immer zur Unzeit kommt, ereilt den Aufsteiger vor einer Englischen Woche, die es in sich hat. Am Mittwoch (19.30 Uhr) kommt Cosmos Koblenz zum Sechs-Punkte-Spiel an den Petersberg. Davor und danach geht es zum 1. FC Kaiserslautern II (Samstag, 15 Uhr) und zum FK Pirmasens (Sonntag, 19. April, 14 Uhr), dem Spitzen-Duo.

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Zwei Bonusspiele

„Bonusspiele, in denen wir nichts zu verlieren haben“, findet Trainer Florian Diel. „Da heißt es, mit allem zu verteidigen, was man hat. Sonst kann man gewaltig unter die Räder kommen. Aber es kann auch anders gehen.“ Zuletzt ließen die beiden verbliebenen Titelaspiranten gegen Abstiegskämpfer Federn.

Der TSV bekam in der Hinrunde gegen FCK (0:3) und FKP (1:4) die Grenzen aufgezeigt, doch so richtig unter die Räder kam der Aufsteiger noch nie. „Als Underdog ins Spiel zu gehen, liegt uns ganz gut“, sagt Felix Schrod. Der 19-Jährige kam nach zwei, von drei Bänderrissen geprägten, A-Jugend-Jahren aus Gonsenheim zurück. Und feierte sein Oberliga-Debüt als Abwehr-Mittelmann bei den Sportfreunden Eisbachtal (2:0), als Friedrich erstmals fehlte. Nach und nach entwickelte Schrod sich zum Stammspieler an der Seite des Kapitäns. Und könnte nun besonders gefordert sein.

Felix Schrod macht einen großen Sprung nach vorn

Der Anfang, erinnert sich der Sportstudent aus Undenheim, war schwierig, die Umstellung auf den Aktivenfußball, die Gau-Odernheimer Gangart, die Hierarchien. „Da habe ich Grenzen aufgezeigt bekommen“, sagt Schrod, der sich über die zweite Mannschaft herangekämpft hat, mit den Co-Trainern Björn Grimm und Lucas Oberle sowie Physiotherapeutin Ulla Dietrich an seiner Belastbarkeit arbeitete. Und sehr früh seinen Vertrag verlängerte, um weiter mit Freunden wie Leander Schmitt beim TSV zu spielen, wo er sich als Co-Trainer auch um die U17 kümmert – so wie einst, als Schrod selbst B-Junior war, Teamkollege Jannis Maurer.

„Jakob ist der Mittelpunkt in unserem Spiel, der uns häufig den Hintern gerettet hat“, sagt Schrod. „Er ist Taktgeber, geht voran und vermittelt ein Gefühl, das uns einfach guttut. Ich hoffe, wir kriegen es auch ohne ihn gestemmt.“ Diel attestiert Schrod eine der besonders hervorzuhebenden Entwicklungen in dieser Saison, ohne den Teenager nun mit neuen Aufgaben beladen zu wollen. Friedrichs Ausfall muss, genauso wie der Engpass am Flügel ohne Kenan Dogan (Meniskusreizung) und Maurer (Außenbandriss), im Kollektiv kompensiert werden.

Diel: „Wir trainieren die ganze Saison hart, damit andere in diese Position rücken können.“

Die zweite Halbzeit beim 0:0 in Worms, das 0:1 gegen Rot-Weiß Koblenz – da funktionierte die Defensive auch ohne Friedrich. Und doch ist der Verlust immens. „Aber wir trainieren die ganze Saison hart, damit andere in diese Position rücken können“, sagt Diel. Mit Rückkehrer Konstantin Breiden stünden sechs Mann für die drei Positionen auf letzter Linie zur Verfügung.

„In den beiden Bonusspielen werden wir alles reinwerfen“, verspricht Schrod, „gegen Koblenz müssen wir halt, das wissen wir selbst.“ Der 19-Jährige ist ein Beispiel für Diels Herangehensweise, möglichst breite Teile des Kaders spielfit zu halten, ihnen immer wieder Chancen zu geben – auch, um auf den Worst Case vorbereitet zu sein, so gut es geht.