
Starke Leistungen und kämpferischer Einsatz bescheren Eurasburg, Bichl und Benediktbeuern wichtige Siege in der aktuellen Spielrunde.
Einen Zähler knöpften die Höhenrainer dem Tabellenzweiten ab. „In der ersten Halbzeit waren wir nicht so präsent und hatten keine einzige Torchance“, räumte Trainer Christian Sedlmeier ein. Nach dem Seitenwechsel sei seine Elf zehn Minuten lang „völlig von der Rolle“ gewesen.
Hier haben man sich bei Torhüter Guido Reiter bedanken dürfen, der in zwei, drei Situationen sein Team vor einem Rückstand bewahrte. In der Folge stabilisierte sich der FSV ein wenig und hätte nach Ansicht des Trainer auch in Führung gehen können. Sedlmaiers Fazit: „Gegen einen sehr guten Gegner können wir mit diesem 0:0 sehr gut leben.“
Stark verbessert gegenüber der jüngsten 1:4-Niederlage in Wielenbach zeigten sich die Eurasburger Fußballer. „Ich bin baff und unglaublich stolz auf die Mannschaft“, sparte Interimstrainer Florian Schauer, dem vorige Woche komplett die Worte fehlten, diese Mal nicht mit Anerkennung für den Auftritt seiner Truppe beim 1:0-Sieg gegen die aufstiegsambitionierten Gäste. Weil Michael Kerschbaumer nur die Latte traf (8.), Christian Bauer frei vor dem Tor an SG-Torhüter Marius Becker scheiterte, Simon Schraid eine Kopfball nach Ecke von Bauer gegen das Kreuzeck wuchtete und auf der Gegenseite SV-Keeper Stefan Klostermair beim Schuss von Timo Baufeld aus kurzer Distanz auf dem Posten war, ging es in einer abwechslungsreichen Partie ohne Tore in die Pause.
Die Entscheidung fiel in der 67. Minute. Als die Gäste einen Eurasburger Eckball nicht konsequent und weit genug klären konnten, fasste sich Eurasburgs Felix Eichberger ein Herz und trat den Ball aus gut 28 Metern zum 1:0-Siegtreffer in den Winkel. Die verbleibende Zeit lieferte der SV eine famose Abwehrschlacht, während der Torhüter Klostermair noch drei Top-Gelegenheiten der SG vereitelte und Jonas Muck in der Nachspielzeit für seinen geschlagenen Keeper den Ball von der Linie schlug. Fazit Florian Schauer. „Das haben sie hervorragend gelöst. Brutal, wie sie heute gekämpft und geackert haben.“

Trainer Christian Strobl kam nach dem Sieg über die SG Wielenbach/Pähl nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. „Mit dezimierten Kader hat meine Mannschaft unwahrscheinlich gekämpft. Das war hervorragend.“ Improvisieren mussten die Bichler unter anderem auf Torhüter-Position, zunächst stand kein gelernter Schlussmann zur Verfügung. So musste Mittelfeldspieler Stephan Bauer ran, und der 19-Jährige machte seine Sache gut.
Kurz nach der Pause kam der etatmäßige Torhüter und Polizist Justin Hille von einem Einsatz auf dem Oktoberfest zurück: „Er hat gesagt: Ich bin fit, lass mich rein“, berichtet Strobl. Ohne Warmmachen ging’s auf Spielfeld. Zwei Minuten später stand Hille schon im Mittelpunkt: Wielenbach bekam einen Elfmeter zugesprochen, den Hille prompt parierte. Ein Tor gelang den Gästen erst in der Schlussminute. Nicht mehr als Ergebniskosmetik, da der starke Leonhard Deiser schon zweimal getroffen hatte (60., 88.).
Die Benediktbeurer waren vor der Partie drei Spiele lang sieglos, und nach zwölf Minuten schwante Trainer Thomas Neumeier Böses – sein Team lag zu diesem Zeitpunkt mit 0:2 in Rückstand. „Wir haben die Anfangsphase verpennt, sind zu weit von den Gegenspielern weg gestanden und wurden bitter bestraft“, berichtet der Coach.
Umso zufriedener war er mit folgenden 80 Minuten. Benedikt Guggemos gelang bereits drei Minuten später der Anschlusstreffer, und damit war der Knoten gelöst. „In der Pause haben wir gewusst, dass wir von der Spielanlage her definitiv was reißen können“, sagt Neumeier. So kam es: Andreas Poschenrieder (59.) Anton Öttl (66.) und erneut Guggemos (82.) schossen einen 4:3-Sieg heraus – ein Ergebnis, das nach des Trainers den Spielverlauf korrekt widerspiegelt.