
Es war ein Stück Arbeit, doch mit einem 2:1-Sieg gegen den TSV Schwabhausen verteidigte der TSV Hilgertshausen die Spitze in der Kreisklasse München 1
TSV Hilgertshausen – TSV Schwabhausen 2:1: Über 200 Zuschauer kamen, um das Spiel des Spitzenreiters zu sehen. Die erste Halbzeit war ziemlich zerfahren, nennenswerte Chancen boten sich auf beiden Seiten kaum. In der 37. Minute hatte Josef Keimel die erste Möglichkeit. Sein Schuss strich knapp übers Tor. Mit einem 0:0 ging es in die Halbzeit. Zu Beginn der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Hilgertshausen drückte jedoch jetzt mehr auf die Führung. Mit Erfolg: Eine Flanke von Keimel drückte Felix Lang zum 1:0 über die Linie (50.). Die Partie nahm Fahrt auf. Milos Kobilarov schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld kurz vor das Tor der Gäste, Marius Klimmer hielt den Fuß hin: 2:0 (52.).
Doch Schwabhausen kam zurück. In der 65. Spielminute ließ Leo Schüler Hilgertshausens Keeper Aron Sturm nach einer Ecke mit einem Schuss aus acht Metern keine Chance. Es blieb bei einer kämpferischen Partie, Hilgertshausen stand defensiv stabil und brachte die Führung nach Hause. „Auch wenn es insgesamt ein durchschnittliches Spiel war, ist der Sieg durchaus verdient“, so Abteilungsleiter Norbert Schneider.
SV Odelzhausen – TSV Indersdorf 0:3: Das Spiel Tabellenvorletzter gegen Verfolger war von Beginn an sehr körperbetont und von vielen Zweikämpfen sowie Standardsituationen geprägt. Nach einer Ecke von Marcel Truntschka in der 21. Minute stieg Tobias Altstiel am höchsten und köpfte zur Führung der Gäste ein. Mit dem Halbzeitpfiff erhöhte Kapitän Christian Bopfinger per souverän verwandeltem Foulelfmeter auf 2:0.
Odelzhausens Trainer Oliver Beck nahm zur Pause Umstellungen vor – mit Erfolg. Seine Mannschaft setzte Indersdorf früh unter Druck. Doch die Gäste überstanden die Druckphase und die zahlreichen Standardsituationen mit großem Einsatz und verteidigten leidenschaftlich. In der 63. Spielminute setzte Bopfinger im richtigen Moment Tim Elstner in Szene, der vor dem Tor eiskalt blieb und auf 3:0 stellte – die Vorentscheidung. 20 Minuten vor Schluss hätte Chris Bopfinger seine starke Leistung beinahe mit einem zweiten Elfmetertor gekrönt, er setzte den Ball jedoch knapp neben das Tor. Dieser Fehlschuss blieb eine Randnotiz. Denn Indersdorf verteidigte weiter konzentriert, entschärfte alle Flanken und Standards und feierte einen verdienten Auswärtssieg.
Erwähnenswert auch, dass Torhüter Jonas Tschiesche am Vormittag noch in der Staffel beim München-Marathon im Einsatz gewesen war und bereits elf Kilometer auf dem Tacho hatte, bevor er seinen Kasten 90 Minuten sauber hielt.
SV Günding – SV Haimhausen 3:1: Der SV Günding feierte gegen Haimhausen einen Arbeitssieg. Gegen tiefstehende Gäste aus Haimhausen tat sich der SVG in der ersten Halbzeit schwer. Mit 0:0 ging es in die Pause. In der 51. Minute brach Kapitän Emre Demir mit einem Fernschuss den Bann. Das 2:0 folgte in der 63. Minute durch Anton Rusp, der eine Hereingabe von Christian Roth vollendete. Danach dezimierte sich der Gast selbst mit zwei Gelb-Roten Karten für Mario Grad (75.) und Pascal Pressler (81.), und das Spiel wurde hektisch und zerfahren.
In zweifacher Unterzahl erzielte Haimhausen das 2:1, Spielertrainer Christian Schmeizl traf nach einem Standard. Den Deckel aufs Spiel machte dann Gündings Matej Popovic ultraspät mit dem 3:1: in der fünften Minute der Nachspielzeit. „Wichtig sind die Punkte, leider haben wir uns in der zweiten Halbzeit der Spielweise des Gastes angepasst und das Tempo verschleppt“, so SVG-Trainer Stephan Liebl, der in der 81. Spielminute sein Comeback als Spieler nach langer Verletzungspause feierte. Haimhausens Spielertrainer Schmeizl ärgerte sich: „Leider haben wir uns in der zweiten Halbzeit aufgrund von nicht vorteilhaften Aktionen selbst dezimiert, das war das Grundproblem.“
SV Petershausen – SV Ampermoching 1:2: „Ein großes Kompliment an mein Team, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, ein Sieg wäre verdient gewesen“, so SVP-Trainer Dominik Langenegger nach dem Spiel. Das 0:1 fiel in der 25. Minute durch Philipp Kahl, der nach einer Flanke von Spielertrainer Max Rabe per Kopf traf. Bis zur 58.Minute hielt die Führung für die Gäste, dann erzielter Eric Biering ebenfalls per Kopf das 1:1 nach einer von Louis Rossmann getretenen Ecke. Den Siegtreffer für die Gäste markierte dann Spielertrainer Rabe mit einem an ihm verschuldeten Foulelfmeter selbst (79.). Die Petershausener hatten Pech, sie verzeichneten noch einen Lattentreffer (27.) und einen Pfostentreffer durch Christoph Spielberger (64.). Fazit: Der SVP macht die Tore nicht, Ampermoching ist eben abgezockt und bei Standards gefährlich. „Es war ein Kampfspiel, und wir freuen uns über die Punkte“, so SVA-Sprecher Klaus Kirschner.
SV Niederroth – TSV Bergkirchen 5:1: Der SV Niederroth landete einen ungefährdeten Heimsieg. Vinzent Osterauer bereitete in der 9. Spielminute mustergültig mit einer Flanke von der Grundlinie das 1:0 durch Mateo Velic vor, der nur einköpfen musste. Dem folgte das 2:0 durch einen verwandelten Handelfmeter von Philipp Gottschalk (30.). Bergkirchen spielt oft gut bis zum Sechzehner, agierte dann aber nicht clever genug.
Nach der Pause traf Mateo Velic per Direktabnahme vom Sechzehner zum 3:0 (55.), die Flanke kam von Philipp Gottschalk. Hoffnung kam auf im Bergkirchner Lager, als Dominik Hörmann nach einem Doppelpass zum 1:3 ins kurze Eck traf. Niederroths Spielertrainer Dominic Reisner, der krankheitsbedingt so lange gefehlt hatte, machte mit dem 4:1 alles klar. Er traf nach einem der vielen langen Bälle von Dominik Leisch. Sehenswert war das 5:1: Dominik Leisch setzte einen Freistoß in den Winkel (90.).
„Super Spiel von uns, nur das Gegentor nervt“, lautete das Fazit von SVN-Sprecher Daniel Reisner. Das Bergkirchner Trainerduo Simon Zacherl und Stefan Frimmer sprach von einem „verdienten Sieg für Niederroth, bei dem wir die Niederrother ein ums andere Mal aufgrund unseres teilweise desaströsen Abwehrverhalten eingeladen haben.“ Bitter für Bergkirchen: Marcel Säger und Philipp Güllich erweitern die Liste der länger Verletzten.
SpVgg Röhrmoos – FC Tandern 1:2: Von Beginn an war der FC Tandern die aktivere und gefährlichere Mannschaft in diesem Kellerduell. Die Gäste erspielten sich zahlreiche Gelegenheiten, ließen aber zunächst die nötige Präzision vermissen. Gleich zweimal klatschte der Ball an die Latte, dazu vergaben die Tanderner aussichtsreiche Chancen aus kurzer Distanz. Röhrmoos blieb in Hälfte eins ohne nennenswerten Abschluss.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Tandern spielbestimmend, doch erneut verhinderte die Latte die Führung. Erst in der 68. Minute erlöste Korbinian Kölbl sein Team mit einem platzierten Abschluss ins Eck. Als Felix Grosa in der 82. Minute auf 2:0 erhöhte, schien die Partie entschieden. Doch Röhrmoos gab sich nicht auf, kam in der Nachspielzeit durch Quirin Hartdegen noch zum 1:2 (90.+1) und sorgte für Hochspannung in der Schlussphase. Die Gastgeber warfen alles nach vorne, doch FCT-Keeper Jan Johannes hielt mit zwei starken Paraden den in Summe verdienten Sieg der Gäste fest.
AEG Dachau – SpVgg Erdweg 1:1: Lange sah es so aus, als würde AEG Dachau einen Heimsieg gegen die SpVgg Erdweg einfahren – doch mit der letzten Aktion entriss Erdweg den Dachauer Griechen zwei Punkte. In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Sowohl AEG als auch Erdweg kamen zu guten Möglichkeiten.
Nach dem Seitenwechsel übernahm die AEG klar die Kontrolle. Die Dachauer präsentierten sich erwartungsgemäß spielstark, passsicher und mit Tempo im Spiel nach vorn. Das 1:0 durch Konstantinos Kebaptzis in der 48. Minute war der verdiente Lohn. Allerdings versäumte es AEG, den zweiten Treffer nachzulegen. Ab der 70. Minute ließen die Gastgeber nach. So blieb es bis in die lange Nachspielzeit ein enges Duell. Und da schlug Erdweg eiskalt zu: Marcel Baumgartner nutzte eine der wenigen Chancen der Gäste zum 1:1-Endstand (90.+6).
VfL Egenburg – TSV Pentenried 5:0: Nach dem ersten Heimsieg der Saison gegen Germering wollte der VfL Egenburg zuhause nachlegen – und dies gelang eindrucksvoll. Doch in der Anfangsphase blieben Torchancen Mangelware. Bitter für Egenburg war der frühe verletzungsbedingte Ausfall von Tobi Greppmair, der bereits nach 20 Minuten vom Platz musste. Doch die Defensive blieb stabil – und vorne sorgte ein Sonntagsschuss für die Führung: Hannes Zech drehte sich 25 Meter vor dem Tor um seinen Gegenspieler und jagte den Ball mit links unter die Latte (35.).
Das Tor gab Sicherheit. Noch vor der Pause erhöhte Sebastian Grüner auf 2:0 (43.). Nach dem Seitenwechsel drängte Pentenried auf den Anschluss, doch die Egenburger blieben konzentriert und konterten effektiv. Ein Freistoß von Nico Kistler landete an der Latte, Julian Grimm staubte zum 3:0 ab (56.). Nur drei Minuten später machte Zech mit seinem zweiten Treffer alles klar (59.). In der Schlussphase parierte zunächst VfL-Keeper Michael Wagner stark, ehe Spielertrainer Christian Hain in der Nachspielzeit eine Vorlage von Ales Szczepurek zum 5:0-Endstand verwertete (90.+3).