HFC Falke: "Sportstadt Hamburg! Ernsthaft?"

Trainingsbetrieb im Dunkeln: So sieht es aktuell beim HFC Falke aus. Foto: HFC Falke

+++ Mit einem Aktionsspieltag an diesem Wochenende will der Verein öffentlichkeitswirksam auf die Trainings- und Spielbetriebsproblematik hinweisen +++

Sportstadt Hamburg! Ernsthaft?

Unter diesem Leitspruch versuchen sich derzeit die Verantwortlichen und Mitglieder des HFC Falke e.V. bei den Bezirksämtern und dem Hamburger Fußball-Verband Gehör zu verschaffen. Hintergrund ist die allgemeine Situation rund um die Trainings- und Spielmöglichkeiten der Falken. War der Verein nach seiner Gründung 2014 zunächst am Sportplatzring in Stellingen beheimatet, war für die beiden Mannschaften des HFC nach dem Abriss des gesamten Areals kein Platz mehr frei. Weder auf der neugefertigten Anlage am Vogt-Kölln-Weg noch anderswo.

Einzige Alternative war die städtische Anlage am Steinwiesenweg in Eidelstedt. Zwar sind dort Trainingsmöglichkeiten gegeben, doch insbesondere das Flutlicht auf dem dortigen Grandplatz stellt ein großes Problem dar. Dieses reicht in der Dunkelheit kaum dazu aus ein Wohnzimmer auszuleuchten, geschweige denn einen Fußballplatz. Mit der bevorstehenden dunklen Jahreszeit wird man sich umsehen müssen, wie der Trainingsbetrieb künftig ablaufen soll.

Und so sind die sportlichen Ambitionen des HFC Falke vor eine gewaltige Hürde gestellt, denn die zuständigen Ämter und die Politik können oder wollen dem Verein trotz diverser Gesprächsrunden, u.a. dem HFV-Vereinsdialog im März 2018, keine Besserung in Aussicht stellen.

Andere Vereine mit ins Boot holen

Mit einem Aktionsspieltag an diesem Wochenende will der Verein nun auf diesen Zustand öffentlichkeitswirksam hinweisen. Rund um die Heimspiele der beiden Mannschaften (01.09. Falke I gegen VfL 93, 12 Uhr Waidmannstraße und 02.09. Falke II gegen Roland Wedel II, 14 Uhr Steinwiesenweg) wird es verschiedene Aktionen und Informationsgespräche geben. Ziel ist es die Politik und den HFV verstärkt auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Dabei geht es aber nicht nur um den eigenen Club. Auch andere Vereine, die unter existenzbedrohenden Problemen mit Trainings- und Spielbetriebsplätzen leiden, sind aufgerufen, sich anzuschließen und gemeinsam auf sich aufmerksam zu machen. Neben zahlreichen jungen und kleinen Vereinen, deren Schicksal fraglich ist, gibt es in dieser Saison in Hamburg gleich zwei prominente Beispiele, die von einer vergleichbaren Problematik betroffen sind. Inter Hamburg war gezwungen seine Landesliga-Mannschaft vom Spielbetrieb abzumelden, da für sie an der Anlage Max-Brauer-Allee kein Platz mehr war und die Politik über mehrere Jahre hinweg dem Verein keine Heimspielstätte zugewiesen hat.

Aktuell steht Dersimspor vor dem Problem eines fehlenden Spielorts. Den Harburgern wurde vom zuständigen Bezirksamt der Nutzungsvertrag der Anlage Baererstraße zunächst zum 31.08. gekündigt, in dieser Woche vorerst bis zum 31.10. verlängert. Gründe gebe es viele, aber die Suche nach einer Ausweichmöglichkeit gestaltet sich immens schwierig. Wo die kommenden Heimspiele stattfinden? Völlig offen.

Insbesondere vom HFV erhofft sich der Verein mehr Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Trainings- und Spielbetriebsort, denn die Hoffnung über die Ämter zu einer zufriedenstellenden Lösung für alle Parteien zu kommen, schwindet.

Aufrufe: 031.8.2018, 16:02 Uhr
Seweryn MalykAutor

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