– Foto: Michael Donau

Heyrothsberge geht unter: "Der katastrophale Saisonstart ist perfekt"

Landesliga Nord +++ SV Union kassiert deftige 1:9-Schlappe gegen den SSV Havelwinkel Warnau

Fast auf den Tag genau sechs Monate früher herrschte auf dem Sportplatz in Heyrothsberge Jubel, Trubel, Heiterkeit. Nach einem fulminanten Auftritt fegten die Unioner den Landesliga-Kontrahenten SSV Havelwinkel Warnau in beeindruckender Manier vom Feld. Nach dem 8:0-Heimsieg strahlten die Platzherren mit der Sonne um die Wette. Nun, sechs Monate hält kalte Herbst-Tristesse Einzug. Die Heyrothsberger kassierten bereits die vierte Niederlage in Serie, bleiben weiter mit null Zählern das Schlusslicht der Nord-Staffel. Denn das Wiedersehen gegen die Altmärker machte keine Freude. Nicht mal ansatzweise. Union kassierte eine deftige 1:9 (0:5)-Heimniederlage.

Schon vor dem Spiel musste Union-Coach Tino Beyer kreativ werden. Kurzfristige arbeitsbedingte Ausfälle mussten kompensiert werden. Andre Wittpahl zum Beispiel musste in der Innenverteidigung ran. Und es ging genau so bescheiden weiter. Schon nach vier Minuten klingelte es nach einer Ecke. „Der Warnauer hat sich ganz klar aufgestützt, mit beiden Ellenbogen. Ich habe nach dem Spiel lange mit dem Schiedsrichter und den Beobachtern zusammen gesessen. 50-50-Entscheidungen wurden alle gegen uns gepfiffen“, monierte Beyer.

Platzverweis sorgt für Ärger

Der größte Aufreger ereignete sich allerdings kurz vor der Pause, als Heyrothsberge bereits mit vier Treffern in Rückstand lag. „Ein Gästespieler tritt auf den Ball. Der Ball rutscht durch und der Schiri pfeift. Alle von Warnau beschweren sich, warum ihnen der Vorteil genommen wird. Und dann bekommt ,Gropi’ (Daniel Gropius, Anm. d. Red.) Rot“, schilderte der Coach den Platzverweis.

Die Niederlage möchte der Coach aber nicht vollends am Schiri festmachen. „Warnau war einfach giftiger. Sie haben auch verdient gewonnen“, schätzte Beyer ein. Denn die Altmärker ließen auch nach der Pause nicht locker. Beim Stand von 0:9 gelang dann Karsten Voelckel noch der Ehrentreffer – ein Tropfen auf dem heißen Stein. Noch schlimmer als die Niederlage war die Verletzung von Linksverteidiger Chris Tilche. Er brach sich den Zeh und fällt mindestens sechs bis acht Wochen aus. „Der katastrophale Saisonstart ist nun perfekt“, musste auch Beyer nach der Demontage feststellen.

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Aufrufe: 019.9.2022, 00:05 Uhr
kag/VolksstimmeAutor