2026-06-12T06:52:44.557Z

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„Heute tut es einfach nur weh“

Die Interviews zum Relegationsspiel SGM Ummendorf/Fischbach gegen den SC Staig

von Matthias Kloos · Heute, 10:57 Uhr · 0 Leser
– Foto: privat

Die SG Ummendorf/Fischbach hat sich in einem nervenaufreibenden Relegationsspiel gegen den SC Staig durchgesetzt und darf weiter vom Aufstieg in die Landesliga Staffel 4 träumen. Nach 120 intensiven Minuten entschied der Bezirksligist das Elfmeterschießen mit 4:1 für sich und trifft nun am Sonntag, 21. Juni, um 15 Uhr im entscheidenden Finale im Stadion des FV Biberach auf die SG Öpfingen. Die Mannschaft aus der Bezirksliga Donau/Iller hatte sich ihrerseits mit 7:6 nach Elfmeterschießen gegen den SV Oberzell durchgesetzt. Für den SC Staig bedeutet die Niederlage dagegen nach nur einem Jahr den bitteren Gang zurück in die Bezirksliga Donau/Iller.

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Co-Spielertrainer Julian Haug von der SGM Ummendorf/Fischbach sprach nach dem Spiel von einem offenen Schlagabtausch. „Das war ein 50/50-Spiel, es gab Chancen auf beide Seiten. Insofern war es ein gutes, intensives Relegationsspiel. Im Elfmeterschießen gehört da auch Glück dazu. Einen muss es erwischen, einer kommt weiter.“

Dabei verlor Haug auch den Gegner nicht aus dem Blick. „Mit tut es leid für Staig, ich kenne viele Jungs von denen. Ich finde auch das es eine Landesligamannschaft ist.“ Gleichzeitig richtete sich der Fokus sofort auf die nächste Aufgabe: „Jetzt hoffen wir, dass wir nächste Woche gewinnen. Das Ärgerlichste wäre wenn der Sieger von heute nächste Woche dann das Ding nicht fix macht.“

Vom Pokalfrust zur nächsten Chance

Nach der Niederlage im Bezirkspokalfinale bietet sich der SG Ummendorf/Fischbach nun die Möglichkeit, eine ohnehin starke Saison doch noch mit dem Aufstieg zu krönen. „Wir waren ja schon nah dran an der Kuh dieses Jahr. Im Pokalfinale hat es leider nicht geklappt. Vielleicht können wir so noch unsere Saison gewinnen“, sagte Haug.

Eine besondere Geschichte schreibt dabei Stefan Grell. Für den langjährigen Spieler, der seine Karriere nach der Saison beendet, gibt es nun ein zusätzliches Kapitel. „Das haben wir vorhin natürlich auch schon beim Auswechseln gesehen an den Spielern, wo alle nochmal zu ihm hergekommen sind. Jetzt bekommt er nochmal ein Bonusspiel, das ist dann wahrscheinlich wirklich das allerletzte Spiel.“

Staig zwischen Stolz und Enttäuschung

Auf der anderen Seite überwog beim SC Staig die Enttäuschung. Trainer Tim Hille rang unmittelbar nach dem Abpfiff um Worte. „Gerade ist es extrem bitter, auch leer, muss man sagen. Wir wollten das unbedingt über die Relegation ziehen, waren auch selbstbewusst.“

Doch erneut bestätigte sich für ihn die Unberechenbarkeit dieser Spiele. „Aber man hat heute schon wieder gesehen, dass Relegation einfach 50/50-Spiele sind, das haben wir im Voraus gesagt. Da ist einfach eine Anspannung dabei und gerade fällt es brutal schwer, das in Worte zu fassen.“

Hille erinnerte zugleich an die starke Saison seines Teams: „Mir tut es unfassbar leid, weil wir haben einfach eine riesen Runde gespielt. Holen 45 Punkte als Aufsteiger, haben auch verletzungstechnisch einiges wegstecken müssen und jetzt steigen wir über die Relegation ab.

„Müssen leider den schweren Gang gehen“

Gerade in solchen Begegnungen sei es schwer, die gewohnte spielerische Linie durchzuziehen: „In so Relegationsspielen ist es oftmals schwierig, einfach den klaren Fußball zu spielen, weil man auch viel zu verlieren hat.“ Dennoch sah er auch Vorteile für seine Mannschaft: „Gegen Ende der ersten Halbzeit und auch in der Verlängerung, bis vielleicht auf die letzten fünf Minuten waren wir die bessere Mannschaft.“

Am Ende blieb jedoch nur die Enttäuschung. „Mit der Zeit kann man auf die Saison stolz sein, aber heute tut es einfach nur weh.“ Nach zwei Siegen zum Abschluss der Landesliga-Spielzeit sei das Ausscheiden besonders bitter: „Die Konkurrenz muss man auch sagen, hat auch überragend gepunktet und jetzt müssen wir leider den schweren Weg gehen und versuchen, nächstes Jahr wieder anzugreifen.“

Für die SG Ummendorf/Fischbach lebt der Traum von der Landesliga dagegen weiter. Noch ein Sieg trennt die Mannschaft vom größten Erfolg ihrer jüngeren Vereinsgeschichte.