
In einem ereignisreichen Endspiel des Bezirkspokals Nordschwarzwald haben die Sportfreunde Gechingen in Neubulach heute den Titel errungen. Die Mannschaft von Trainer Jens Kusterer besiegte den SV Gültlingen mit 4:1. Trotz eines zwischenzeitlichen Ausgleichs kurz nach der Halbzeitpause behielten die Gechinger die Nerven und sicherten sich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung die Trophäe.
Vom Vorbereitungscharakter zum ernsthaften Titelziel
Für die Sportfreunde Gechingen entwickelte sich der Wettbewerb im Laufe der Saison zu einer Herzensangelegenheit. Während der Pokal zu Beginn noch unter anderen Vorzeichen stand, wuchs die Bedeutung mit jedem Sieg. Trainer Jens Kusterer ordnete gegenüber FuPa den Stellenwert des Wettbewerbs rückblickend ein: „Die ersten Runden haben oft noch Vorbereitungscharakter, aber ab Achtel- bzw. Viertelfinale ist es natürlich schon ein erstrebenswertes Ziel und wird auch sehr ernst genommen.“ Dieser Ernsthaftigkeit ließen die Spieler auf dem Rasen in Neubulach Taten folgen.
Die prompte Antwort nach dem Ausgleich
Das Spiel begann vielversprechend für die Sportfreunde, als Andreas Kiwranoglou bereits in der 20. Minute die 1:0-Führung erzielte. Doch der Start in die zweite Hälfte verlief turbulent: In der 47. Minute glich Marcus Pflieger für den SV Gültlingen zum 1:1 aus. Die Antwort der Gechinger ließ jedoch nicht lange auf sich warten, denn nur drei Minuten später markierte Nail Hamulic das wichtige 2:1 (50.). Jens Kusterer analysierte die entscheidende Phase wie folgt: „In Summe ist der Sieg klar verdient, aber etwas zu hoch ausgefallen. Entscheidend war, dass wir nach dem Ausgleich ruhig geblieben sind und uns dann belohnt haben. Wir waren überlegen und hatten die besseren Chancen, wenn auch nicht viele.“
Überlegenheit und Entscheidung in der Schlussphase
In der Folge kontrollierten die Sportfreunde Gechingen die Partie und ließen defensiv wenig anbrennen. „Wir waren fast die gesamte Zeit präsenter auf dem Platz, haben den Kampf angenommen. Das 2:1 fiel dann noch zum richtigen Zeitpunkt, danach kam von Gültlingen nichts mehr“, so das Fazit von Jens Kusterer. In den Schlussminuten schraubten erneut Andreas Kiwranoglou (85.) und schließlich Patrick Roebner (90.) das Ergebnis auf 4:1 hoch und machten den Pokalsieg perfekt.
Feierlichkeiten und ein besonderer Platz für die Trophäe
Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei den Sportfreunden keine Grenzen mehr. Die Feierlichkeiten begannen unmittelbar nach der Siegerehrung und werden noch lange anhalten. „Wir feiern sicherlich heute und morgen noch richtig“, gibt Jens Kusterer zu Protokoll. Gefragt nach dem Verbleib des Pokals, verrät der Trainer zudem ein schmunzelndes Detail über die erste Nacht mit dem neuen Titel: „Heute Nacht schläft er bei mir im Bett, danach schauen wir mal.“