
Im Gebiet des Württembergischen Fußballverbands (WFV) gab es bei den Punktspielen drei weitere Spielabbrüche. Was war passiert?
In der Kreisliga A2 Rems/Murr/Hall kam es während der Begegnung zwischen dem FSV Weiler zum Stein und dem TSC Murrhardt zu Szenen, die weit über den sportlichen Wettbewerb hinausgingen. Das Spiel befand sich bereits in der Nachspielzeit, als die Situation auf dem Platz beim Stand von 2:1 für die Gastgeber eskalierte.
Der FSV Weiler zum Stein schildert den Vorfall aus seiner Sicht gegenüber FuPa so: "In der 92. Minute stürmte beim Spielstand von 2:1 ein Spieler des TSC Murrhardt nach einem mit gelb-rot geahndeten Foul vom Spielfeldrand auf den Platz und ging auf den foulenden Weilerner Spieler los. In der Folge kam es zu einem Gerangel, bei dem es zu weiteren Schlägen seitens eines Spielers des TSC Murrhardt kam. Die Ereignisse sind auf Kamera aufgezeichnet und werden entsprechend ausgewertet."
Auch der TSC Murrhardt nahm auf FuPa-Anfrage Stellung und teilt dies mit: "Das Spiel wurde beim Stand von 2:1 in der 92. Minute abgebrochen. Nachdem einer unserer Spieler von hinten gefoult wurde, drehte er sich um und reagierte mit einer Tätlichkeit, indem er seinem Gegenspieler ins Gesicht schlug. Der Schiedsrichter zeigte daraufhin die rote Karte. Aufgrund der Situation entschied er sich anschließend, die Partie abzubrechen."
Ein gänzlich anderer, jedoch ebenso schwerwiegender Grund führte zum Abbruch der Partie in der Kreisliga A2 Stuttgart/Böblingen zwischen dem KV Plieningen und dem SV Hoffeld. In diesem Duell stand es in der Nachspielzeit ebenfalls 2:1 für die Heimmannschaft, nachdem Djellon Dragusha (5. Minute) und Blaz Lucic (71. Minute) für Plieningen getroffen hatten, während Hoffeld in der 64. Minute der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen war.
Der KV Plieningen informierte vie FuPa-Liveticker: "Im Zweikampf bricht sich ein Hoffelder das Bein. Wir warten auf den Krankenwagen. Wir wünschen dem verletzten Spieler gute Besserung und alles Gute." Die Schwere der Verletzung, die einen Rettungswageneinsatz direkt auf dem Spielfeld erforderlich machte, ließ den Beteiligten keine andere Wahl, als die Partie vorzeitig abzubrechen.
In der Kreisliga B3 Stuttgart/Böblingen wurde ebenfalls ein Spielabbruch verzeichnet, dessen Hintergründe bislang noch offen sind. Die Begegnung zwischen dem 1. SV Fasanenhof und der zweiten Mannschaft der Spvgg 1897 Cannstatt endete vorzeitig nach der 75. Minute. Zu diesem Zeitpunkt lautete der Spielstand 1:1-Unentschieden.
Für alle drei genannten Partien – in Weiler zum Stein, in Plieningen und beim Fasanenhof – wurde nun der offizielle Weg der sportrechtlichen Klärung eingeleitet. Beide beteiligten Clubs der jeweiligen Partien sowie die leitenden Schiedsrichter sind nun in der Pflicht, ihre schriftlichen Statements gegenüber den zuständigen Sportgerichten abzugeben. Die Sportgerichte werden anschließend die Entscheidungen treffen.
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