
Der Hessische Fußball-Verband hat die Paarungen der 2. und 3. Hauptrunde im Hessenpokal 2026/27 ausgelost. Gleichzeitig steht eine wichtige Neuerung fest: Das Endspiel soll künftig grundsätzlich bei einem der beiden Finalisten stattfinden.
Die nächsten Schritte auf dem Weg zum Pokalsieg sind vorgezeichnet. Im Merck-Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt wurden am Mittwoch die Begegnungen der 2. und 3. Hauptrunde im Krombacher-Hessenpokal der Saison 2026/27 ausgelost. Dabei kamen einige reizvolle Duelle zustande. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) bestätigte die Auslosung am Donnerstag.
In der 2. Runde trifft der FC Germania Dörnigheim auf die SG Bad Soden. Der FSV Rot-Weiß Wolfhagen 1925 bekommt es mit dem KSV Baunatal zu tun, während SV Buchonia Flieden den SC 1929 Waldgirmes empfängt.
Ebenfalls ausgelost wurde die Begegnung zwischen dem FC Turabdin-Babylon und dem Hünfelder SV 1919. Rot-Weiß Darmstadt bekommt es mit Germania Ober-Roden zu tun, der FSV Cappel erwartet den FC Ederbergland.
Komplettiert werden die bislang veröffentlichten Paarungen durch SG Bornheim 1945 Grün-Weiss gegen Türk Gücü Friedberg sowie VfR Groß-Gerau gegen FV Biebrich.
Fast noch bedeutender als die Auslosung ist eine grundsätzliche Änderung für das Finale. Das Präsidium des Hessischen Fußball-Verbandes hat die bisherige Austragungslogik angepasst. Künftig soll das Hessenpokal-Endspiel grundsätzlich im Stadion eines der beiden Finalisten stattfinden. Damit will der Verband die beteiligten Klubs und insbesondere deren Anhänger stärker in den Mittelpunkt rücken.
Die bisherigen Anforderungen an Infrastruktur, Sicherheit und Organisation bleiben dennoch bestehen. Der bereits verwendete Kriterienkatalog soll weiterhin den verbindlichen Rahmen bilden. Erfüllt das Stadion eines Finalisten diese Voraussetzungen nicht, sind entsprechende Ausweichregelungen vorgesehen.
Matthias Schmelz, Verbandsfußballwart und Spielleiter des Hessenpokals, sieht darin einen Kompromiss zwischen Nähe zu den Vereinen und professionellen Rahmenbedingungen. Mit der neuen Regelung verbinde der HFV „die Vorteile einer finalistenorientierten Austragung mit den professionellen Standards des bisherigen Ausschreibungsmodells“. Ziel sei eine „ausgewogene Lösung zwischen sportlicher Attraktivität, organisatorischer Umsetzbarkeit und wirtschaftlicher Tragfähigkeit“.
Damit erhält der Hessenpokal nicht nur seinen weiteren sportlichen Fahrplan, sondern auch ein verändertes Gesicht für den Saisonhöhepunkt: Statt eines im Vorfeld festgelegten neutralen Schauplatzes soll künftig möglichst einer der beiden Finalisten zum Gastgeber des Endspiels werden.
2. Runde
FC Germania Dörnigheim - SG Bad Soden
FSV Rot-Weiß Wolfhagen 1925 - KSV Baunatal
SV Buchonia Flieden - SC 1929 Waldgirmes
FC Turabdin-Babylon - Hünfelder SV 1919
Rot-Weiß Darmstadt - Germania Ober-Roden
FSV Cappel - FC Ederbergland
SG Bornheim 1945 Grün-Weiss - Türk Gücü Friedberg
VfR Groß-Gerau - FV Biebrich