2026-05-15T09:36:57.455Z

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Hessenliga: Hummetroth ist immer noch nicht sicher

Der SV Hummetroth bangt weiter um den Klassenerhalt in der Hessenliga +++ Individuelle Fehler führen zur Niederlage gegen die "kleine Eintracht" +++ jetzt kommt es zum großen Finale

von Christopher Frank · Heute, 16:46 Uhr · 0 Leser
In den entscheidenden Momenten hatte der SV Hummetroth gegen die U21 der Frankfurter Eintracht zumeist das Nachsehen.	Foto: Guido Schiek
In den entscheidenden Momenten hatte der SV Hummetroth gegen die U21 der Frankfurter Eintracht zumeist das Nachsehen. Foto: Guido Schiek

Dreieich. Das Zittern um den Klassenerhalt in der Hessenliga geht weiter beim SV Hummetroth. Während die U21 des SV Darmstadt 98 durch einen souveränen 5:1-Erfolg gegen Turbdin-Babylon Pohlheim (Dreierpack von Smail Kadrijaj sowie weitere Tore durch Kelvin Kunstmann und Luis Klappich) am vorletzten Spieltag am Samstag die letzten Zweifel beseitigte, verpasste die Elf von Trainer Tino Lagator die vorzeitige Rettung.

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Mit 1:3 (1:1) unterlagen die Odenwälder bei Tabellenführer und Regionalliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt II, der Vorsprung auf den Relegationsplatz (CSC 03 Kassel) beträgt vor dem Saisonfinale am kommenden Samstag weiterhin nur einen Punkt. Gegen den Tabellensiebten Türk Gücü Friedberg ist die Lagator-Elf somit zum Siegen verdammt.

Hummetroth hofft jetzt auch auf die Eintracht

"Jetzt haben wir das Endspiel, das wir nie haben wollten. Aber es ist, wie es ist. Und wir haben es weiter selbst in der Hand, müssen und werden im letzten Spiel noch einmal richtig Gas geben. Das muss jetzt einfach klappen", übte sich Lagator nach der 16. Saisonniederlage gegen die "kleine Eintracht" in Durchhalteparolen. Zugleich hofft der Übungsleiter, dass die Frankfurter ihr Ding weiter durchziehen und auch am letzten Spieltag nicht locker lassen. Der letzte Gegner des Meisters heißt schließlich: CSC 03 Kassel. "Für viele Spieler geht es noch um neue Verträge – entweder bei der Eintracht oder bei anderen Vereinen", glaubt Lagator nicht daran, dass die Jungadler die Zügel schleifen lassen.

Auf eine CSC-Niederlage verlassen möchte sich der Coach der Odenwälder freilich nicht. Es gelte, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen, stellt er klar. Dafür jedoch müsste seine Elf ihr "Syndrom" endlich abstellen, das sich wie ein roter Faden durch die Spielzeit ziehe: "Wir spielen gut mit, gewinnen aber einfach nicht." Auch gegen die Eintracht sei "mehr drin" gewesen, so Lagator. "Wir haben uns wirklich gut verkauft.“ Was ihn aber ärgerte: "Zwei individuelle Fehler kurz nach der Pause haben uns mit 1:3 in Rückstand gebracht." Den frühen 0:1-Rückstand durch Eintracht-Torjäger Daniel Starodid (10.) egalisierte Giuseppe Signorelli kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Christian Steib. Einen Distanzschuss konnte Frankfurts Keeper Yurij Obert nur abklatschen lassen – und Hummetroths Torschütze vom Dienst ließ sich nicht zweimal bitten (43.). Es war bereits Signorellis 22. Saisontreffer.

So hatten die Hummetröther nach dem Wiederanpfiff eigentlich das Momentum auf ihrer Seite. Zumal sie nach der Trinkpause nach etwas mehr als 20 Minuten auch die Spielkontrolle übernommen hatten. Doch es kam anders: Nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel lagen die Gastgeber mit 3:1 in Führung.

Frankfurter Doppelschlag schockt SVH nur kurz

Erneut Starodid (47.) sowie Jonas Bauer (49.) nutzten zwei Schnitzer der Odenwälder Defensive eiskalt aus.

Positiv aus Sicht des SVH: Die Lagator-Elf steckte den doppelten Nackenschlag recht schnell weg, drängte auf den Anschlusstreffer. "Wir hatten einige gute Gelegenheiten, um wieder ranzukommen", sagte Lagator. Der Coach gestand aber auch ein: "Auf der Gegenseite waren die Frankfurter durch Konter ebenfalls weiter gefährlich."

Bezeichnend für den Spielverlauf, aber auch für die gesamte Runde sei eine Szene kurz vor Schluss gewesen, führte der Übungsleiter weiter aus: "Wir stehen uns im Frankfurter Fünfmeterraum selbst im Weg, verpassen so ein eigentlich sicheres Tor."