2024-05-28T14:20:16.138Z

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Die Spieler von Viktoria Griesheim erkämpften sich ein Unentschieden gegen den Hanauer FC.
Die Spieler von Viktoria Griesheim erkämpften sich ein Unentschieden gegen den Hanauer FC. – Foto: Stefan Tschersich (Archiv)

Hessenliga: Griesheimer Remis fühlt sich wie ein Sieg an

Viktoria Griesheim steckt Rückschläge gegen Hanau weg und holt einen Punkt +++ Im Hessenliga-Abstiegskampf ist das zu wenig

Griesheim. Endspiele sollte man eigentlich gewinnen. Denn sie bieten eine besondere Chance. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Hessenliga hat Viktoria Griesheim nun sein zweites „Endspiel“ in Folge gegen direkte Konkurrenten nicht gewonnen – dem 1:2 in Steinbach folgte nun am Dienstagabend im Nachholspiel ein 4:4 (0:2) gegen den FC Hanau. Zu wenig, schließlich liegt die Viktoria mit 23 Punkten auf Rang 16, einem Abstiegsplatz. Doch so wie die Partie gegen Hanau gelaufen war, war es dennoch ein Erfolgserlebnis für die Griesheimer.

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„Der Punkt fühlt sich an wie ein Sieg“, sagte denn auch Viktoria-Trainer Ermin Melunovic. Denn sein Team hatte in der 83. Minute durch den Foulelfmeter von Filip Pandza noch mit 2:4 zurückgelegen. Doch die Gastgeber steckten nicht auf und wurden belohnt. Erst verkürzte Ali Kazimi (86.). Dann glich Donat Tala, der auch zum 1:2 (53.) getroffen hatte, per Foulelfmeter in der siebten Minute der Nachspielzeit noch aus. „Wir haben eine tolle Moral gezeigt, nie aufgegeben – ich bin stolz auf das Team, dass wir so zurückgekommen sind“, sagte Melunovic, der anfügte: „Ob der Punkt am Ende zu wenig ist, werden wir dann sehen.“

Zumindest sah der ehemalige Profi diesmal eine ordentliche Partie, vor allem die Einstellung der Griesheimer stimmte. Denn zur Halbzeit sah es nicht gut aus: Hanau führte durch Tarik Sejdovic (18.) und Pandza (27.) mit 2:0. Die Viktoria steckte auch die weiteren Rückschläge weg. Nach dem Anschluss von Tala stellte Marco Ferukoski (61.) den alten Abstand für die Gäste wieder her. Dem 2:3 von Nenad Stanojevic (80.) folgte eben der bereits angesprochene vierte Treffer der Hanauer durch Pandza. Griesheim blieb aber dran, was Melunovic selbstverständlich gefiel. Wie die Tatsache, endlich mal wieder getroffen zu haben. „Das war wichtig. Auch wenn du eigentlich gewinnen musst, wenn du vier Tore schießt“, sagte der Trainer. Entsprechend ärgerte ihn die Anfälligkeit in der Abwehr. Das muss besser werden. Gerade mit Blick auf die nächste Aufgabe.

Samstag steht das nächste Sechs-Punkte-Spiel an

„Dann müssen wir besser stehen. Aber mit dieser Einstellung ist etwas drin“, meinte er vor dem nächsten „Endspiel“ am kommenden Samstag (14 Uhr) bei Eintracht Stadtallendorf. Wieder ein direkter Rivale, der aktuell mit 31 Punkten auf dem Relegationsrang steht und bei einem Sieg der Viktoria wohl enteilt wäre. Daher gilt für Griesheim: Gewinnen – wie es sich eben für ein Endspiel gehört.

Viktoria Griesheim: Lapcic – Halilovic, Gatamura, Sarr, Diachuk – Erdogan, Oriana (70. Andolina), Jonuzi (66. Hacker), Kazimi – Acun (46. Stanojevic), Tala.

Tore: 0:1 Sejdovic (18.), 0:2 Pandza (27.), 1:2 Tala (53.), 1:3 Ferukoski (61.), 2:3 Stanojevic (80.), 2:4 Pandza (83./Foulelfmeter), 3:4 Kazimi (86.), 4:4 Tala (90.+7/Foulelfmeter). Zuschauer: 100.



Aufrufe: 017.4.2024, 15:00 Uhr
Oliver StrerathAutor