
Gespielt wurde nicht etwa in Thüringen, sondern im hessischen Bad Hersfeld – eine historische Landesklasse-Premiere auf fremdem Boden. Für die „Nullachter“ wurde es zu einer Reise voller Widrigkeiten.
Trotz aller Umstände hielten die Gäste kämpferisch dagegen – und belohnten sich kurz vor der Pause. Nach einer starken Aktion brachte Philipp Sell die Steinacher in der 45. Minute mit 1:0 in Führung. In Anbetracht der personellen Lage und der langen Anreise war das ein Ausrufezeichen.
Doch die Gastgeber kamen mit Wucht aus der Kabine. Gospenrodas' Winterneuzugang Patrick Elsner drehte die Partie binnen weniger Minuten. Zunächst reagierte er nach einem Querschläger im Strafraum am schnellsten und staubte zum 1:1 ab (51.), dann gewann er nach einem Steilpass das Laufduell und traf platziert zur 2:1-Führung (57.). Das Spiel war gedreht – und die Vorzeichen schienen gegen die tapferen Gäste zu sprechen. Doch Steinach hatte ebenfalls einen Trumpf im Ärmel: Winterneuzugang Kossi Prince Segbefia. Der 23-malige Nationalspieler Togos übernahm Verantwortung. Erst setzte er mit einer präzisen Flanke Sell in Szene, dessen Kopfball knapp vorbeistrich. Kurz darauf dribbelte sich Segbefia entschlossen in den Strafraum, wurde gefoult – und trat selbst zum Elfmeter an. Mit einem wuchtigen Schuss in den rechten oberen Winkel glich er zum 2:2 aus. Und beinahe wäre es noch besser gekommen. Trotz leerer Bank und schwindender Kräfte stemmten sich die Steinacher gegen die drohende Niederlage – und spielten mutig nach vorne. In der Schlussphase hatten Liesmann und erneut Sell sogar den Siegtreffer auf dem Fuß.
„Meine Mannschaft hat eine tolle kämpferische Leistung gezeigt. Wir müssen das Spiel am Ende sogar gewinnen. Natürlich aber haben wir den Punkt mit der Verletzung von Basti Leipold auch am Ende teuer bezahlen müssen“, sagte Grohmann nach dem Schlusspfiff.