
Der TSV Roßtal hat die wichtigste Personalie für die Saison 2026/27 geklärt: Marco Fabritius wird im Sommer neuer Cheftrainer der 1. Mannschaft und damit Nachfolger von Manfred Krimm. Für den 28-Jährigen ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln, denn vor rund zehn Jahren startete er in Roßtal seine Trainerkarriere im Nachwuchsbereich.
Abteilungsleiter Thomas Funke zeigt sich begeistert über die Rückkehr: „Marco hat damals einige der Jungs trainiert, die heute das Gerüst unserer 1. Mannschaft bilden. Der Kreis schließt sich nun.“ Fabritius bringt trotz seines jungen Alters eine beachtliche Vita mit: Stationen in der Jugend der SpVgg Ansbach und des FSV Erlangen-Bruck sowie zuletzt seine erste Herren-Station beim Landesligisten TSV Weißenburg prägten seinen Weg.
Die Trennung von seinem letzten Verein, dem TSV 1860 Weißenburg, erfolgte erst vor Kurzem und durchaus überraschend. Während die Weißenburger Verantwortlichen im Kampf um den Landesliga-Klassenerhalt einen „neuen Impuls“ setzen wollten, blickt Fabritius mit gemischten Gefühlen zurück. Die Vorbereitung sei eigentlich positiv verlaufen, doch ein 1:6 gegen die SpVgg Erlangen gab wohl den Ausschlag für das vorzeitige Aus. „Vielleicht wollte man einfach einen anderen Führungsstil“, ordnete Fabritius die Trennung damals ein.
In Roßtal brennt er nun auf die neue Aufgabe: „Die Rahmenbedingungen an der Sportmeile sind außergewöhnlich. Durch die Heimatnähe und den Bezug zu den Jungs ist das ein Herzensprojekt für mich.“
Die Aufgabe für Fabritius ist klar definiert: Er soll die Integration der jungen Talente vorantreiben. Im Sommer rückt fast eine komplette Elf aus der U19 in den Herrenbereich auf. „Marco ist durch seine Erfahrung als Stützpunkttrainer genau der Richtige, um unsere jungen Spieler weiterzuentwickeln“, so Funke.
Auch bei der 2. Mannschaft herrscht Klarheit. Sami Whitaker wird in seine bereits sechste Spielzeit als Trainer der „Zweiten“ gehen. Trotz eigener Ambitionen, irgendwann eine erste Mannschaft zu trainieren, zeigt sich der dienstälteste Coach der A-Klasse 5 loyal: „Ich verstehe die Herangehensweise des Vereins, extern einen Impuls zu setzen. Ich habe große Freude an der Arbeit mit den Jungs.“
Abteilungsleiter Funke lobt die Entwicklung Whitakers ausdrücklich: „Es war der ausdrückliche Wunsch des Vereins und der Mannschaft, mit Sami fortzusetzen.“ Bevor der Blick jedoch ganz auf die neue Saison unter Fabritius und Whitaker fällt, gilt die volle Konzentration dem Saisonendspurt – insbesondere für die zweite Mannschaft, die noch jeden Zähler für den direkten Klassenerhalt benötigt.