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Allgemeines

Hertha Zehlendorf will Spitze behaupten - Endspiel im Tabellenkeller?

U19-Regionalliga Nordost: Die Partien des 2. Spieltags der Rückrunde im Überblick

von fue · 11.03.2026, 15:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Mehmet Dedeoglu Dedepress

Nach dem ersten Rückrundenspieltag der U19-Regionalliga Nordost führt der FC Hertha Zehlendorf mit 31 Punkten das Feld an, gefolgt vom BFC Dynamo mit 29 Zählern und dem drittplatzierten 1. FC Frankfurt mit 27 Punkten. Alle beide wollen Zehlendorf die Tabellenführung streitig machen, das im Topspiel gegen den vierten Platz TeBe Berlin vor einem echten Prüfstein stehen. Im Tabellenkeller hat sich der FC Mecklenburg Schwerin mit seinem spektakulären Sieg auf zehn Punkte verbessert und liegt nur noch einen Punkt hinter dem Relegationsrang, den der SFC Stern 1900 mit elf Zählern verteidigen muss. Ganz hinten kämpfen 1. FC Neubrandenburg 04 (5 Punkte) und Schlusslicht BFC Preussen (3 Punkte) im direkten Duell um den Anschluss.

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Der VFC Plauen hat zum Rückrundenauftakt schmerzhaft erfahren, wie schnell ein hart erarbeiteter Vorsprung in der Liga wieder dahin sein kann. Gegen den 1. FC Frankfurt (Oder) führte Plauen zunächst per frühem Foulelfmeter und später erneut kurz vor der Pause, musste aber jeweils prompt den Ausgleich hinnehmen. Mitte der zweiten Halbzeit drehte schließlich Ole Händschke mit seinem Treffer die Partie endgültig zugunsten der Gäste. Mit weiterhin 14 Punkten liegt Plauen im unteren Mittelfeld und spürt den Zug von hinten. Nun kommt mit dem Berliner SC ein Gegner, der mit breiter Brust anreist: Die Berliner feierten mit dem 2:1-Sieg über den bisherigen Tabellenführer und Stadtrivalen BFC Dynamo einen echten Coup. Ein verwandelter Foulelfmeter von Kayode Famson leitete die Wende ein, Inem Bassey legte kurz vor Schluss nach, bevor Dynamos Anschluss zu spät kam. Mit nun 22 Punkten und Platz sechs schielt der Berliner SC wieder nach oben, der VFC aus Plauen möchte dringlichst verhindern, weiter in die Nähe der gefährlichen Zone zu rücken.

Der 5:4-Heimsieg des FC Mecklenburg Schwerin gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig war ein emotionaler Paukenschlag zum Rückrundenstart. Früh stellte Abubakar Hanan Sharif mit zwei Treffern die Weichen, bevor unter anderem Vincent Witt und Misaki Kawanishi vor der Pause nachlegten und Schwerin zwischenzeitlich mit zwei Toren vorne lag. Auch wenn Leipzig immer wieder zurückkam, setzte Mic Röpke mit dem entscheidenden Treffer kurz nach der Pause das letzte Ausrufezeichen in einem turbulenten Spiel mit zwei Gelb-Roten Karten. In der Tabelle hat sich dieser Erfolg ausgezahlt: Mecklenburg steht nun bei zehn Punkten und ist bis auf einen Zähler an den Relegationsrang herangerückt. Gegen den FC Förderkader Rene Schneider, der bei 13 Punkten steht, ist es der verspätete Einstieg in die Rückrunde nach der Verlegung der Partie beim BFC Preussen – mit dem Wissen, dass ein Auswärtserfolg den Relegationsrang wieder in die Ferne rücken könnte.

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Für den 1. FC Neubrandenburg 04 ist dieses Heimspiel nach dem 0:5 beim neuen Spitzenreiter FC Hertha 03 Zehlendorf ein früher Charaktertest der Rückrunde. Die klare Niederlage hat gezeigt, wie groß die Verzweiflung am Tabellenende ist. Mit nur fünf Punkten liegt Neubrandenburg aktuell auf Rang elf, direkt vor dem Gegner und Schlusslicht BFC Preussen, der mit drei Punkten noch auf sein erstes Rückrundenspiel wartet, weil die Partie gegen den FC Förderkader Rene Schneider verlegt wurde. Für Preussen ist der Auftakt in Neubrandenburg damit gleich ein klassisches Kellerduell und vielleicht sogar ein Endspiel: Bei einer Niederlage würde Neubrandenburg mit fünf Punkten Abstand davonziehen, mit einem Sieg könnte der BFC die rote Laterne an den Gegner abgeben. Entsprechend viel Druck, aber auch Gelegenheit steckt in diesen 90 Minuten.

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Der 1. FC Lokomotive Leipzig steckt nach dem wilden 4:5 beim FC Mecklenburg Schwerin in einer besonderen Gemengelage. Trotz großer Moral – nach frühem und erneutem Rückstand kämpfte sich Lok durch Treffer von unter anderem Samim Bigi, Pascal Buchmann, Julian Lempe und Hannes Schneider per Foulelfmeter immer wieder zurück – stand das Team von Trainer Vincent Löscher am Ende ohne Punkte da. Dazu kam die Gelb-Rote Karte gegen Schneider in der Schlussphase, die das ohnehin hektische Spiel beschloss. Mit 24 Punkten bleibt Lok zwar auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe, hat aber den idealen Rückrundenstart verpasst. Gegner BFC Dynamo reist als angeschlagener, aber weiterhin gefährlicher Verfolger an. Die 1:2-Niederlage beim Berliner SC, besiegelt durch den späten Doppelschlag der Gastgeber und den zu späten Anschluss von Sven Ho, kostete Dynamo die Tabellenführung, die nun bei FC Hertha 03 Zehlendorf liegt. Mit 29 Punkten auf Rang zwei ist die Ausgangslage klar: Dynamo braucht in Leipzig eine Reaktion, um den Abstand zur Spitze nicht anwachsen zu lassen. Für Lok wiederum ist es die Gelegenheit, mit einem Heimsieg gegen den Topfavoriten wieder ein dickes Ausrufezeichen zu setzen und sich selbst im Rennen um die oberen Plätze zu halten.

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Der 5:0-Heimerfolg des FC Hertha 03 Zehlendorf gegen den 1. FC Neubrandenburg 04 war ein deutliches Statement an die Konkurrenz. Noch vor der Pause brachten Yahya Madi und Jonah Kühn die Zehlendorfer in Führung, in der zweiten Halbzeit sorgte der Doppelpack von Ali Al-Asadi sowie der späte Treffer von Kassem Al Hajj für klare Verhältnisse. Mit diesem Sieg und nunmehr 31 Punkten übernahm das Team von Trainer Tilman Käpnick die Tabellenführung – auch, weil der BFC Dynamo patzte. Mit Tennis Borussia Berlin reist nun der Tabellenvierte mit 24 Punkten zum Spitzenspiel an. TeBe kam zum Rückrundenstart beim SFC Stern 1900 nicht über ein 1:1 hinaus: Enis Kilic brachte Stern in Führung, Esposito Ekene Uchendu glich nach der Pause aus. Für Tennis Borussia ist das Duell in Zehlendorf damit ein Schlüsselspiel: Mit einem Auswärtssieg würde man im Titelrennen wieder voll angreifen, eine Niederlage könnte den Abstand zur Spitze deutlich anwachsen lassen. Hertha 03 hingegen will im direkten Berliner Duell beweisen, dass die neue Tabellenführung mehr ist als nur eine Momentaufnahme.

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Der 1. FC Frankfurt hat mit dem 3:2-Auswärtssieg beim VFC Plauen einen beeindruckenden Start in die Rückrunde hingelegt. Zweimal geriet das Team von Trainer Mathias König in Rückstand doch Fritz Wiedmer und später Finn-Luca Sperling sorgten beide Male für den Ausgleich. Mitte der zweiten Halbzeit krönte Ole Händschke die Aufholjagd mit dem Siegtreffer. Mit jetzt 27 Punkten ist Frankfurt Dritter und sitzt dem Spitzenduo im Nacken. Der SFC Stern 1900 holte zum Auftakt einen wichtigen Punkt gegen Tennis Borussia Berlin. Der Führungstreffer von Enis Kilic blieb zwar nicht der entscheidende Moment, weil TeBes Esposito Ekene Uchendu nach der Pause ausglich, doch mit nun elf Punkten hält Stern den Relegationsrang und damit eine wichtige Position im Abstiegskampf. In Frankfurt trifft Stern nun auf einen Gegner, der im ersten Rückrundenspiel vor allem mentale Stärke und Effizienz in den entscheidenden Phasen gezeigt hat. Für Frankfurt ist es die Chance, sich oben festzusetzen, für Stern die Möglichkeit, die eigene Ausgangslage im Tabellenkeller mit einem Auswärtserfolg deutlich zu verbessern.

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