
Der zweite Turniertag des Jettinger Hallenturniers hat die Willy-Dieterle-Halle wieder in diesen eigenen Zustand versetzt: Ball bleibt an der Bande, das Tempo bleibt hoch, und jede Unordnung wird sofort zum Ergebnis. Am heutigen Sonntag standen weitere 20 Partien im Champions-League-Modus an – ein Block, der nicht nur Punkte verteilt, sondern die Nerven der Teams prüft. Der VfL Herrenberg schließt die Vorrunde ab Im Tagesprogramm setzte vor allem der TV Nebringen ein Ausrufezeichen – mit klaren Siegen und einem einzigen Moment, der zeigte, wie schnell selbst ein gutes Spiel kippen kann. Am morgigen Montag wartet die entscheidende Phase.
Tabellenbild: Herrenberg ganz oben, Verfolger dicht gestaffelt
Nach dem zweiten Turniertag steht die große Vorrundengruppe mit 16 Teams in einer Ordnung, die das Turnier jetzt spürbar Richtung K.-o.-Runde drückt. Der VfL Herrenberg beendet die Vorrunde als Erster mit 15 Punkten und 23:3 Toren. Dahinter folgt der FC Unterjettingen mit 13 Punkten (19:5), punktgleich mit dem TV Nebringen (13 Punkte, 14:3). Auch der Türkische SV Herrenberg II (11 Punkte, 10:6) und die Sportfreunde Kayh (10 Punkte, 15:12) halten sich im oberen Feld. Der VfL Oberjettingen steht bei 9 Punkten (13:5), der TSV Wildberg bei 8 Punkten (14:12), die SG Gäufelden und der SV Oberndorf 1924 jeweils bei 7 Punkten.
Der Sonntag als Spielflut: 20 Partien, keine Luft zum Abtasten
Der zweite Turniertag war wieder ein Vollbandenabend ohne Schutzraum. In der Halle läuft es nicht über lange Spielzüge, sondern über Zweikämpfe, Abpraller und Sekundenentscheidungen. Das Programm zeigte das in Serie: Unentschieden, die wie kleine Siege wirken – und klare Ergebnisse, die eine Mannschaft in zwölf Minuten förmlich überrollen.
TV Nebringen: ein Tag mit Wucht – und einem Stolperstein
Nebringen lieferte die auffälligsten Spitzen dieses Sonntags. Gegen den VfL Oberjettingen gelang zunächst ein 1:1, dann folgte ein klares 3:0 gegen den TV Gültstein. Gegen den SV Oberndorf 1924 wurde es sogar deutlich: 5:0. Auch gegen den FC Unterjettingen II blieb Nebringen konsequent und gewann 3:2. Der nächste Schritt war erneut ein Statement: 2:0 gegen die SG Gäufelden. Erst zum Schluss kam der Moment, der den Hallenfußball so gnadenlos macht: Gegen Gäufelden stand am Ende ein 0:2. Dieser eine Bruch ändert nicht die Tagesbilanz, aber er erinnert daran, dass in Jettingen kein Team unverwundbar ist.
VfL Oberjettingen: schwankt zwischen Kontrolle und offenen Momenten
Der VfL Oberjettingen zeigte an diesem Tag mehrere Gesichter. Das 1:1 gegen Nebringen war ein stabiler Auftakt, das 1:1 gegen Gäufelden ebenfalls. Dann wurde es klar: 7:0 gegen den SV Mötzingen – ein Ergebnis, das in dieser Spielzeit wie ein Donnerschlag wirkt. Gleichzeitig blieb Oberjettingen nicht frei von Reibung: 2:2 gegen den Türkischen SV Herrenberg II und erneut ein 2:2 im direkten Vergleich halten das Bild offen. Am Ende steht ein 2:1 gegen den FC Unterjettingen II, das im engen Spielplan Gewicht bekommt.
Türkischer SV Herrenberg II: Punkte über Disziplin und enge Spiele
Der Türkische SV Herrenberg II sammelte seine Ergebnisse vor allem über Kontrolle. Ein 1:0 gegen Gäufelden, ein 2:0 gegen Mötzingen, ein 2:1 gegen Unterjettingen II – dazu ein 2:2 gegen Oberjettingen und ein 3:3 gegen Gültstein. Das sind Resultate, die nicht nach Spektakel klingen, aber in dieser Turnierform Substanz bedeuten.
SG Gäufelden: zwischen Rückschlag und klarer Antwort
Gäufelden begann mit einer knappen 0:1-Niederlage gegen den Türkischen SV Herrenberg II und spielte 1:1 gegen Oberjettingen. Dann kam die klare Antwort: 5:2 gegen Gültstein, 4:2 gegen Oberndorf – und später das 2:0 gegen Nebringen, das den Ton dieses Tages noch einmal verschob. Auch hier blieb der Hallenalltag sichtbar: Gegen Nebringen stand zwischendurch das 0:2, das zeigt, wie eng die Schritte sind.
SV Oberndorf 1924: drei Punkte, viele Tore, klare Ausschläge
Oberndorf lieferte Spiele, die kippten. Das 4:3 gegen Gültstein war ein enger, torreicher Auftakt, danach folgte ein 1:1 gegen Unterjettingen II. Dann wurde es hart: 0:5 gegen Nebringen. Später gewann Oberndorf 4:0 gegen Mötzingen und hielt das Tempo bis zum Schluss hoch.
TV Gültstein und Unterjettingen II: kleine Momente, große Bedeutung
Gültstein erlebte ein Auf und Ab: 3:4 gegen Oberndorf, 0:3 gegen Nebringen, 2:5 gegen Gäufelden. Doch es gab auch die eigene Antwort: 5:0 gegen Mötzingen und ein 3:3 gegen den Türkischen SV Herrenberg II. Unterjettingen II wiederum startete mit einem 2:2 gegen Mötzingen, holte ein 1:1 gegen Oberndorf und blieb auch gegen den VfL Oberjettingen bis zum Ende dran (1:2).
Ausblick auf Montag: Jetzt zählt nur noch das K.-o.-Spiel
Am morgigen Montag folgt die entscheidende Phase – und hier gelten andere Gesetze. Die Zwischenrunde beginnt um 16 Uhr. Das Viertelfinale ist für 18:40 Uhr, 18:53 Uhr, 19:06 Uhr und 19:19 Uhr angesetzt. Direkt danach warten die Halbfinals um 19:32 Uhr und 19:45 Uhr, das Spiel um Platz drei beginnt 20:09 Uhr, das Finale ist für 20:22 Uhr geplant. Ab diesem Punkt gibt es kein Rechnen mehr: Ein Spiel entscheidet über Weiterkommen oder Ende.
Fazit: Jettingen wird enger – und lauter
Der zweite Turniertag hat das Turnier nicht beruhigt, sondern zugespitzt. Herrenberg steht oben, Unterjettingen bleibt in Schlagdistanz, Nebringen hat sich mit starken Ergebnissen in den Vordergrund gespielt. Gleichzeitig zeigte der heutige Sonntag in jedem Block, wie schnell die Bande die Richtung eines Spiels verändert. Am morgigen Montag wird daraus eine Entscheidungskette: Viertelfinale bis Finale – zwölf Minuten, die über den gesamten Turnierweg urteilen.