2026-06-12T06:52:44.557Z

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Herhalt verpasst besondere Geschichte mit dem SSV Berghausen

Im ersten Entscheidungsspiel um die Relegation zum Bezirksliga-Klassenerhalt gibt es in Berghausen ein torloses Remis gegen Hackenberg. Sonntag steigt dort das Rückspiel, ein Elfmeterschießen ist möglich. Dann müssen wohl Reserve-Spieler aus der Sonne auf den Platz.

von RP / Tobias Brücker · Heute, 11:30 Uhr · 0 Leser
Berghausen bangt um die Klasse
Berghausen bangt um die Klasse – Foto: wilhelm gundlach

Der SSV Berghausen hat eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga verpasst. Im Heim- und damit dem Hinspiel der Entscheidungspartien um die Teilnahme an der Relegation gegen die SG Hackenberg trennten sich die Mannschaft von Trainer Ralf Dietrich und die Gäste ohne Tore. Für die beiden Kontrahenten geht es um die Duellmöglichkeit mit dem 1. FC Viersen und den damit verbundenen Ligaverbleib. Verloren haben die Berghausener irgendwie allerdings dennoch: Aufgrund eines unnötigen Platzverweises in einem insgesamt von Hektik geprägten Aufeinandertreffen fehlt ihnen mit Leon Cvetanovic ein wichtiger Baustein im Mittelfeld. Dementsprechend steht Dietrich vor dem Rückspiel am Sonntag (15 Uhr, Sportplatz Hackenberger Straße) vor erneuten Umbaumaßnahmen im ohnehin dünnen Kader.

Der Übungsleiter musste an der Seitenlinie innerlich vermerken, dass sowohl sein SSV als auch die gastierende Sportgemeinschaft die abgelaufene Saison wohl nicht ohne Grund im Tabellenkeller abgeschlossen haben. Noch dazu war den Akteuren auf dem Rasen die Wichtigkeit der Begegnung durchaus anzumerken. Dadurch entstand ein Spielfluss, der quasi nicht existierte. „Es war kein gutes Spiel“, gab Dietrich zu, „es war insgesamt nicht besonders hochwertig.“ Demnach prägten Zweikämpfe sowie daraus resultierende Fehlpässe das Geschehen. Nachdem sich Berghausen in der Anfangsviertelstunde und einem somit zerfahrenen Spiel als bessere Elf zeigte, konnte Hackenberg die Spielanteile durch vermehrte Aktivität seinerseits sodann ausgleichen. Erwähnenswerte Tormöglichkeiten gab es nicht.

Die Gangart wird härter bis hin zu leicht unfair

Im zweiten Abschnitt kam dann Fahrt auf – und mit Fahrt ist in erster Linie Hektik gemeint. Denn die Gangart beider Teams wurde härter bis hin zu leicht unfair. Daher nahmen die Diskussionen auf dem Feld minütlich zu. „Da haben wir uns auch nicht gut verhalten“, ordnete Dietrich ein, „wir haben das zu sehr angenommen.“ Infolgedessen beging seine Auswahl eine Reihe unnötiger Foulspiele. Aus zweien davon ging der Platzverweis von Cvetanovic hervor, der nach abermaligem regelwidrigen Einsteigen und seiner zweiten Gelben Karte vorzeitig unter die Dusche musste (78.). Dank der nun vorherrschenden Überzahl wurde Hackenberg mutiger und besser. SSV-Schlussmann Daniel Nellen hielt den Hausherren in dieser Phase die Null und sie so in der Begegnung.

Ein glückliches Ende hätte die Partie für den SSV beinahe trotzdem genommen: Nach einem Pass in die Spitze setzte sich Dennis Herhalt mit all seiner Erfahrung gegen seinen Bewacher durch, ging alleine auf Gäste-Keeper Fabian Selbach zu und scheiterte knapp im direkten Duell (88.). Die Geschichte wäre eine besondere gewesen, spielt Herhalt doch mittlerweile bei den Alten Herren des Klubs. Er schaffte es notgedrungen in den Kader der Bezirksliga-Auswahl. Durch seine Großchance nahmen die Berghausener der Mannschaft aus Hackenberg fortan den gefassten Mut, sodass das Aufeinandertreffen einzig ohne Torerfolge auf beiden Seiten ausging.

Für den Showdown kehrt die Reserve von der Tour zurück

Die Entscheidung um die Relegationsteilnahme fällt nun auf der Heimanlage der Sportgemeinschaft. „Es läuft alles auf den Showdown hinaus“, betonte Dietrich. Er war nach dem Spielverlauf mit dem Unentschieden zumindest versöhnlich. Sollte dieses Ergebnis im Rückspiel erneut vorhalten, gibt es Verlängerung, und – falls notwendig – wird ein Sieger vom Elfmeterpunkt ermittelt. In diesem Fall glaubt Dietrich an seinen Torhüter und dessen reiche Erfahrung. Die Kadersituation der Berghausener bleibt gleichwohl angespannt. Immerhin: Die Reserve des Vereins kommt aus ihrem Mannschaftsurlaub zurück. Für einige ihrer Akteure wird es aus der Sonne wohl direkt in den wichtigen Spieltagskader am Sonntag gehen.