
Ein Verfolgerduell mit richtungsweisender Wirkung – der 2:1-Erfolg des FC Hennef über den Bonner SC veränderte das Spitzenbild der Liga spürbar. Durch den Heimsieg distanzierten die Hennefer den direkten Konkurrenten um sieben Punkte und bleiben damit punktgleich an der Seite von Tabellenführer Fortuna Köln. Bonn musste dagegen erkennen, dass die beiden Topteams aktuell einen eigenen Rhythmus gehen.
Hennef gegen Bonn war ein Spiel, das von Leidenschaft und knappen Entscheidungen lebte. Hennef nutzte seine Gelegenheiten: Daas traf zweimal und sicherte den Hausherren den knappen, aber verdienten 2:1-Erfolg; Sahinbay verwandelte für Bonn per Elfmeter. Hennef-Trainer Mutlu Demir zog ein zufriedenes Fazit: „Wir haben verdient gewonnen. Wir hatten deutlich mehr Spielanteile und die klareren Chancen. Das 2:0 kurz vor der Pause hat uns in die Karten gespielt. Auch wenn wir den Strafstoß gegen uns hinnehmen mussten, zeigt es Qualität, solche engen Spiele am Ende durchzuziehen.“ Bonn bleibt auf Platz drei, mit nun sieben Punkten Rückstand auf Hennef, welche Zweiter bleiben – punktgleich mit Fortuna.
Fortuna Köln ließ beim 3:0 in Erftstadt keine Zweifel aufkommen. Brauweiler traf zweimal, Abessaouguie setzte den Schlusspunkt. Fortuna-Coach Timo Westendorf beschrieb die Partie als Geduldsspiel: „Es war ein richtiges Geduldsspiel für uns, in dem der Gegner uns wenig Räume gegeben hat. Wir haben unsere Chancen ruhig und souverän genutzt. Unter dem Strich ein verdienter Erfolg.“ Erftstadt, das in der Partie durch eine Rote Karte für ihren Keeper in Unterzahl geriet, zeigte trotzdem Charakter: Trainer Dustin Esser meinte: „Wir haben ein tolles Spiel gemacht und waren lange auf Augenhöhe. Ohne den Platzverweis wäre sicher mehr möglich gewesen, aber so geht der Sieg für Fortuna in Ordnung.“
Eine Niederlage kassierte auch Deutz 05: Gegen TuS BW Königsdorf verlor man 0:2 und steckt weiter im unteren Tabellendrittel. Deutz-Trainer Mehmet Isik war sichtlich enttäuscht: „Sehr bittere Niederlage. Wir hatten Chancen, haben einen Elfmeter verschossen und am Ende mit dem Abpfiff das 0:2 kassiert. Wenn du unten drinstehst, fehlt dir oft das Glück.“ Königsdorf sammelt wichtige Zähler und bleibt im gesichertem Mittelfeld.
Der FC Hürth lieferte ein spannendes Offensivduell gegen Pesch und gewann 4:3. Pesch führte zwischenzeitlich 2:0, doch Hürth drehte die Partie und setzte sich am Ende durch. Pesch-Coach Yavuz Günay nahm die Niederlage nüchtern: „Wir haben uns zu viele Gegentore eingeladen, nachdem wir 2:0 geführt haben. Überheblichkeit und individuelle Fehler haben uns das Genick gebrochen.“ Hürth sichert sich mit dem Erfolg einen Platz im Tabellenmittelfeld.
Auch der SV Eilendorf sammelte wichtige Punkte: Ein 3:0-Heimsieg gegen den VfL Vichttal lässt Eilendorf auf Platz vier rangieren, nun punktgleich mit Bonn. Die Tore erzielten Es Sahli, Severich und Diallo. Vichttal hingegen bleibt am Tabellenende und wartet nach wie vor auf den Befreiungsschlag.
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Der 1. FC Düren präsentierte sich gnadenlos effizient und fertigte die Sportfreunde Troisdorf mit 6:0 ab. Kitagawa, Busi und Tekin trafen mehrfach und sorgten für ein deutliches Statement: Düren bleibt auf Platz fünf. FCD-Trainer Elias Ponsen war entsprechend zufrieden: „Die Jungs haben am Wochenende richtig abgeliefert. Die Entwicklung ist beeindruckend — wir arbeiten weiter Schritt für Schritt.“
Zum Abschluss des Tages teilten sich Bergisch Gladbach und Rheinsüd die Punkte beim 1:1. Rheinsüd bleibt damit auf einem Abstiegsnahen Rang, Gladbach verbessert sich leicht. Rheinsüd-Coach Carsten Kerkhoff zog ein gemischtes Fazit: „Wir verteidigen gut und erspielen uns Chancen, haben in der zweiten Halbzeit drei Großchancen, die wir nicht nutzen. Unser Tor resultierte aus einem Fehler des Gegners, aber insgesamt geht das Remis vom Spielverlauf in Ordnung.“
In der Tabelle bleibt Fortuna Köln an der Spitze, Hennef folgt dichtauf – beide Teams haben die Saison bisher konstant gestaltet. Dahinter rangieren Bonn, Eilendorf und Düren als mögliche Verfolger. Im unteren Bereich der Tabelle sorgen Pesch, Vichttal und Deutz weiter für enge Duelle um den Klassenerhalt.