Wechselt von Wacker Burghausen zum ambitionierten Bayernligisten TSV Landsberg: Nicholas Helmbrecht.
Wechselt von Wacker Burghausen zum ambitionierten Bayernligisten TSV Landsberg: Nicholas Helmbrecht. – Foto: IMAGO / Beautiful Sports

Helmbrecht erklärt Landsberg-Wechsel: „Mölders und Leugner haben eine sehr große Rolle gespielt“

Ex-Löwe ist endlich wieder fit

Nicholas Helmbrecht wechselt zum TSV Landsberg und trifft dort auf langjährige Weggefährten: Sascha Mölders und Daniel Leugner. Das Interview.

Landsberg – Der TSV Landsberg will in dieser Saison unbedingt in die Regionalliga aufsteigen. Zahlreiche Hochkaräter hat Manager Jürgen Meissner bereits für die Kreisstädter gewinnen können, im Winter legte er erneut nach. Vom Regionalligisten Wacker Burghausen kommt Nicholas Helmbrecht (27) zum Bayernliga-Vierten. Im Interview spricht der Ex-Löwe über seinen Wechsel nach Landsberg, den Abschied aus Burghausen und alte Weggefährten.

Servus Nico, 2022 war für dich aus Fußballer-Sicht zum Vergessen, das komplette Jahr musstest du nach einem Kreuzbandriss im Januar aussetzen. Bist du wieder fit? Wann kannst du wieder auf dem Platz stehen?
Nicholas Helmbrecht: Ich habe meinen Fitnesstest bestanden und sogar die letzte Trainingseinheit 2022 in Burghausen noch absolviert. Ich fühle mich gut und hoffe, dass das auch so bleibt, wenn wieder Trainings- und Spielbelastung dazu kommen.
Nach knapp eineinhalb Jahren beim Regionalligisten Wacker Burghausen hast du dich im Winter für einen Wechsel in die Bayernliga zum TSV Landsberg entschieden. Womit konnte dich der Verein überzeugen?
Sowohl die Verantwortlichen, als auch das Trainerteam haben mir in den Gesprächen ein gutes Gefühl gegeben. Es ist ja kein Geheimnis, dass Landsberg dieses Jahr noch aufsteigen will. Klar, war es von Vorteil, dass ich den Großteil der Mannschaft kenne und mit Sascha (Spielertrainer Mölders, Anm. d. Red.) auch jemanden habe, mit dem ich schon zusammengespielt habe und er natürlich meine Qualitäten kennt und zu schätzen weiß. Das Projekt hat mich einfach überzeugt.

Helmbrechts Abschied von Wacker Burghausen nicht ganz freiwillig - „aber so ist der Fußball eben“

Wie bewertest du deine Zeit bei Wacker Burghausen rückblickend?
Ich hatte eigentlich eine recht schöne Zeit in Burghausen, leider wurde ich durch mehrere Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Ich denke aber trotzdem, dass ich in den Spielen, in denen ich auf dem Platz stand, mit meiner Leistung überzeugt habe und der Mannschaft somit auch weiterhelfen konnte. Schade nur, dass das nach meiner jetzigen Verletzung nicht mehr so gesehen wurde. Aber so ist der Fußball eben.
Dein Abschied von Wacker war also nicht ganz freiwillig?
Eigentlich wollte ich in der Rückrunde wieder für Wacker angreifen. Nach der langen Verletzungspause habe ich aber nicht das volle Vertrauen der Verantwortlichen gespürt. Darum habe ich mich für den Wechsel nach Landsberg entschieden. Ich will da jetzt aber kein großes Fass aufmachen.

Ex-Löwe Helmbrecht will mit Landsberg in die Regionalliga aufsteigen: „Ist auf jeden Fall machbar“

Beim TSV Landsberg triffst du auf alte Weggefährten, am bekanntesten sind wohl Mittelfeldspieler Daniel Leugner und dein künftiger Trainer, Ex-Profi Sascha Mölders. Welchen Ausschlag haben beide für den Wechsel gegeben?
Beide habe eine sehr große Rolle gespielt. Leuges einerseits, weil wir seit der Schulzeit befreundet sind und immer gesagt haben, wir wollen einmal zusammenspielen, hoffentlich wird er bald wieder fit. Schnelle Genesung an dieser Stelle! (Leugner konnte verletzungsbedingt noch kein Pflichtspiel für Landsberg absolvieren, d. Red.) Und Sascha, weil er mir trotz meiner Verletzung im letzten Jahr klargemacht hat, wie wichtig ich für die Mannschaft sein kann und er meine Qualitäten kennt und schätzt. Aber auch andere Spieler – wie Mike Hutterer oder Alex Benede – kenne ich vom Soccercourt und ich freue mich, mit den Jungs zu zocken.
Manager Jürgen Meissner hat den Aufstieg in die Regionalliga als Ziel ausgerufen. Aktuell hat der TSV einen Punkt Rückstand auf den Relegationsrang, liegt aber satte neun Punkte hinter Tabellenführer Schalding-Heining. Wie wollt ihr den Aufstieg doch noch schaffen?
In erster Linie müssen wir auf uns schauen. Alle 13 Spiele gewinnen, wäre optimal und gleichzeitig muss Schalding erstmal seine Spiele gewinnen. Gut für uns ist, dass wir noch das direkte Duell in Schalding haben. Wichtig ist, dass wir gut starten, den Rest werden wir sehen. Und die Möglichkeit über die Relegation besteht ja auch noch. Ich denke, dass es auf jeden Fall machbar ist.

„Die Zeit bei Sechzig will ich nicht missen“

Du hast mehr als vier Jahre lang für den TSV 1860 gespielt und bist mit der Mannschaft nach dem Absturz in die Regionalliga in den Profifußball zurückgekehrt. Wie sehr verfolgst du die Entwicklungen im Verein aktuell noch? Auch die Löwen wollen dieses Jahr bekanntlich aufsteigen.
Ich verfolge regelmäßig alle Ergebnisse und ab und zu schaue ich auch mal ein Spiel. Die Zeit bei Sechzig will ich nicht missen, ich habe dort super Jungs kennengelernt und der Aufstieg war natürlich das Highlight. Ich würde es der Mannschaft auf jeden Fall gönnen, aber nach dem missglückten Start wird’s auch nicht einfach.
Du hast im bayerischen Fußball schon so einiges erlebt. Welche Ambitionen hast du persönlich noch für deine Zukunft?
In erster Linie möchte ich über einen langen Zeitraum fit bleiben. Ich werde Ende des Monats 28 Jahre, bin also eigentlich im perfekten Fußballer-Alter. Den Rest wird man sehen, ich habe mir ehrlich gesagt darüber keine Gedanken gemacht. Fit bleiben, Spiele gewinnen und Spaß haben ist die oberste Priorität.

Das Gespräch führte Vinzent Fischer.

Aufrufe: 016.1.2023, 15:47 Uhr
Vinzent FischerAutor