
Der erfahrene Coach Thomas Dötsch folgt auf Stefan Held. Der TSV kämpft derzeit noch um den Klassenerhalt in der Bezirksliga.
Thomas Dötsch übernimmt zum 1. Juli den Trainerposten beim TSV Geiselbullach. Das teilte der Bezirksligist aus dem Olchinger Norden mit. Der 49-Jährige betreut derzeit noch den Kreisligisten SG Aying/Helfendorf. Seit fast 20 Jahren arbeitet Dötsch im Herrenbereich als Trainer, meist in der Kreis- und Bezirksliga. Dabei feierte er mit seinen Mannschaften mehrere Aufstiege. Auch im Futsal hat er sich einen Namen gemacht und wurde unter anderem 2020 mit Jahn Regensburg deutscher Vizemeister.
In Geiselbullach ist Dötsch kein Unbekannter. Als Trainer des TSV Oberalting war er bereits Gegner im Stadion an der Schulstraße. Mit dem FC Penzberg gewann er 2019 zudem das Totopokal-Finale in Geiselbullach.
Den Kontakt stellte ausgerechnet Noch-Trainer Stefan Held her. Beide kennen sich seit Jahren, unter anderem aus Duellen mit Oberalting und aus gemeinsamen Zeiten bei den Heimatkickern München in der Futsal-Bayernliga. Held findet nur lobende Worte für seinen Nachfolger. „Ich freue mich, dass er die Nachfolge antritt. Er lebt den Fußball und wird mit seiner Erfahrung das Team bereichern und den Jungs einen anderen Blickwinkel auf das Spiel geben.“
Auch der sportliche Leiter Matthias Dressel zeigte sich nach den Gesprächen überzeugt. „Er hat eine Offensiv-Philosophie, er will Fußball spielen. Das passt gut zu uns“, sagte Dressel. Zudem habe man nach vielen Jahren mit einem spielenden Trainer nun bewusst wieder einen klassischen Trainer an der Seitenlinie gesucht. Nach den Gesprächen sei man sich schnell einig gewesen.
Beim 4:2-Sieg gegen den SV Ohlstadt saß Dötsch bereits als Zuschauer im Stadion und führte erste Gespräche. Der neue Trainer weiß allerdings auch, dass er in große Fußstapfen tritt. „Das ist kein leichtes Erbe. Stefan Held hat einen großen Anteil am Erfolg des TSV Geiselbullach“, sagte Dötsch, der nach eigener Aussage nicht alles umkrempeln will.
Held hatte die Bullacher im Sommer 2021 übernommen und aus der Kreisklasse in die Bezirksliga geführt. Dort kämpft der TSV aktuell noch um den Klassenerhalt. Nach dem Sieg des SV Raisting beim Schlusslicht BCF Wolfratshausen dürfte für die Gelb-Weißen vieles auf die Abstiegsrelegation hinauslaufen. Zwei Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer vier Punkte. (Dirk Schiffner)