2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
– Foto: Artur Kremer

Heizenreder glänzt beim 11:0-Kantersieg – Fürstenau kämpft um Aufstieg

Unser Spieler der Woche

FuPa Niedersachsen präsentiert den "MVP" – den wertvollsten Spieler – der vergangenen Woche. Nicht nur Tore sind hier entscheidend, auch unsere Community trägt dazu ihren Teil bei: Stimmen für die Akteure, die in den einzelnen Spielberichten abgegeben werden können, fließen in die Bewertung ein ⭐.

Mit einem starken Auftritt beim 11:0-Erfolg seines FC Fürstenau gegen den Tabellenfünften SV Gehrde II hat sich Edgard Heizenreder eindrucksvoll ins Rampenlicht gespielt – und wurde folgerichtig zum Spieler der Woche gekürt. Der 29-Jährige war an gleich acht Treffern direkt beteiligt, erzielte zwei Tore selbst und bereitete weitere vor.

Heizenreder ist auf dem Platz vielseitig einsetzbar, kommt mal auf der Sechs, mal im Sturm zum Einsatz – beides mit großem Erfolg. Aktuell bringt der 1,78 Meter große und 71 Kilogramm schwere Offensivspieler sein Können beim FC Fürstenau ein, beruflich ist er im Einzelhandel tätig. Seine fußballerischen Wurzeln hat er beim SV Quitt Ankum, wo er sowohl in der Jugend als auch im Herrenbereich aktiv war.

Obwohl er sich selbst als mannschaftsdienlichen Spieler sieht, sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: 23 Tore und 33 Vorlagen in nur 16 Spielen sind eine Bilanz, die in der 3. Kreisklasse ihresgleichen sucht. Seine Freizeit verbringt der BVB-Fan am liebsten mit seiner Familie, besondere Hobbys hat er nach eigener Aussage nicht – der Fußball steht im Mittelpunkt.

Im Interview spricht Heizenreder über den klaren Erfolg gegen Gehrde, die Aussichten im engen Titelrennen mit dem FC Talge II und seine persönlichen Perspektiven – und auch über mögliche sportliche Ambitionen im Spätherbst seiner Karriere. Dabei bleibt er trotz aller individueller Erfolge bescheiden:

11:0 gegen den Fünften – damit konntet ihr nicht rechnen. Wie lief das Spiel aus deiner Sicht?

Edgard Heizenreder: Ja, 11:0 ist schon eine klare Ansage, die wir da gemacht haben. Aber man muss auch sagen: An dem Tag hatte wirklich jeder einzelne Lust zu kämpfen – und natürlich zu siegen. Wir wussten, dass wir gewinnen müssen, nachdem Talge am Freitag zuvor knapp mit 3:2 gegen Bersenbrück gewonnen hatte. Eine Niederlage oder ein Unentschieden hätte es schwer gemacht, noch Meister zu werden. Und ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Das 11:0 war verdient, aber wenn wir unsere Chancen konsequenter genutzt hätten, hätte es auch noch höher ausfallen können.

Du warst an sage und schreibe acht Treffern beteiligt. Einfach gut gefrühstückt?

Heizenreder: Es fühlt sich natürlich gut an, an so vielen Treffern beteiligt zu sein. Ich habe einfach einen guten Tag erwischt. Aber das lag vor allem daran, dass die Mannschaft die Wege gemacht hat und wir richtig guten „Ticki-Tacka“-Fußball spielen konnten. Es hätte auch jeder andere an diesem Tag treffen können. Es wurde einfach gezeigt, was man mit echtem Teamgeist erreichen kann.

Ihr habt noch fünf Spieltage und ein Nachholspiel – der Aufstieg ruft. Worauf kommt es jetzt an?

Heizenreder: Uns fehlt ein Punkt auf Talge. Wir müssen also hoffen, dass sie irgendwann Federn lassen – und gleichzeitig unsere Spiele gewinnen. Wichtig ist, konzentriert zu bleiben, aber nicht in Panik zu verfallen. Jeder muss mit hundert Prozent auf dem Platz stehen und für den anderen kämpfen. Wenn wir das abrufen, mache ich mir keine Sorgen, dass es klappen wird.

Greift Quakenbrück III auch noch in das Rennen ein?

Heizenreder: Ich denke schon, dass Quakenbrück noch mitreden will – zumindest so lange, bis wir gegen sie spielen. Dann nehmen wir die drei Punkte mit nach Hause und zeigen, wer wirklich aufsteigen will. Und das sind wir.

Du hast viele Jahre Kreisliga gespielt, auch Bezirksliga, sogar ein Oberliga-Spiel. Reizt es dich, im Herbst deiner Karriere noch einmal höher zu spielen?

Heizenreder: Ich würde lügen, wenn ich sage, dass mich das nicht reizen würde. Ich stelle mich gern Herausforderungen, und das wäre definitiv eine. Aber ich bin bald 30 Jahre alt, habe eine wundervolle Familie mit zwei kleinen Jungs – und die wollen auch etwas von mir haben. Mein Großer will jetzt auch langsam mit dem Fußball anfangen. Deshalb nehme ich mir lieber die Zeit, trainiere zweimal die Woche mit der Mannschaft und verbringe den Rest der Woche mit meiner Familie. Meinem Sohn bringe ich dann zuhause das Fußballspielen bei – das ist für mich gerade das Wichtigste.

23 Tore und 33 Assists in 16 Spielen – für die 3. Kreisklasse bist du aber fast ein bisschen überqualifiziert ...

Heizenreder: Überqualifiziert würde ich nicht sagen. Ich habe einfach das Glück, in einer Mannschaft zu spielen, die wirklich guten Fußball spielt. Ich bin überzeugt: Diese Truppe hätte auch in der 1. Kreisklasse Chancen, oben mitzuspielen. Auf und neben dem Platz stimmt es bei uns – wenn mal jemand keinen guten Tag hat, wird er von der Mannschaft aufgefangen. So einen Zusammenhalt habe ich selten erlebt. Die Tore und Assists habe ich also in erster Linie der Mannschaft zu verdanken.

Wenn es mit dem Aufstieg nicht klappt – wo spielst du nächste Saison?

Heizenreder: Wenn der Aufstieg nicht klappt, ist das für mich kein Grund, den Verein zu verlassen. Ich sehe mich auch nächste Saison beim FC Fürstenau und bin überzeugt, dass sich daran nichts ändern wird. Ich habe hier eine tolle Mannschaft gefunden, mit der es richtig Spaß macht. Man könnte fast sagen: Die Truppe ist mein zweites Zuhause. Also: Ob Aufstieg oder nicht – der FC Fürstenau kann weiter mit mir rechnen. Außer natürlich, sie wollen mich nicht mehr – dann wird’s schwierig! (lacht)

Und wenn es klappt – wo wird gefeiert?

Heizenreder: Wenn wir aufsteigen, dann wird ordentlich gefeiert – wie und wo, das weiß ich noch nicht. Aber ein kleiner Spoiler: Die Partys mit der Mannschaft sind einzigartig!

Aufrufe: 09.4.2025, 09:45 Uhr
Christian KurthAutor